Kurz vorgestellt: Exploitation Film

Ein guter Ex-Kollege von mir, der Tom, der hat mir ein Film-Genre näher gebracht, was ich mir so auch nie hätte vorstellen können:

Den „Exploitation“ Film – Danke Tom!

In den 60er, 70er und 80er Jahren war die Blütezeit dieser Filme. Meist handelte es sich dabei um kostengünstig produzierte Filme, die irgendwie an erfolgreiche Großproduktionen angelehnt waren oder sonstwie auf den Erfolgswellen mitschwimmen wollten. Meist wirklich billig an technischen Standards, mit noch schlechteren Schauspielern, wußten die Film dank übermässiger Gewalt und viel, ganz viel nackter Haut zu gefallen. Gerade auch mit reißerischer Titel- und Untertitelwahl versuchte man das Publikum anzuziehen. Dank der unfreiwilligen Komik, der Fleisch- und Blutbeschau genießen viele dieser Produktionen unter Fans von B-Movies absoluten Kult-Status. Nehmt mal die ganzen Kannibalenfilme, die gehörten auf jeden Fall dazu. Weltbekannt sind auch die Filme von „Ilsa“ – Aufseherin der SS-Lager. Oder Filme, in denen Rockerbanden mordend und plündernd durch die Vorstädte der USA zogen. In den damaligen Kinos liefen häufig s.g. Grindhouse-Features, gleich zwei Filme des Genres, zu einem Preis. Ja, jetzt klingelt’s: Rodriguez und Tarantinos „Planet Terror“ und „Deathproof“ sind dem Grindhouse und damit indirekt dem Exploitation-Kino gewidmet.

Im Exploitation gibt es jede Menge Subgenres – die schon im Namen vermuten lassen – worum es in den Filmen geht: Sexploitation, Nunsploitation, Naziploitation sind nur einige dieser Untergenres. Häufig vermischen sich die Genres auch untereinander und bieten noch mehr Unterhaltung 😉

Es gibt aber auch erfolgreiche Filme und Produzenten, die in der Ära des Exploitation bekannt geworden sind:
Shaft und Foxy Brown prägten in den 70er Jahren die Blaxploitation-Ära, das „schwarze Kino“ in der es um die schwarze US-Bevölkerung ging und eigene Helden hervorbrachte.
Auch die bekannten Titten-Filme von Russ Meyer gehören zum Exploitation-Genre.

In den letzten Jahren tauchten neben dem bereits genannten Planet Terror und Deathproof einige weitere Filme auf, die nach neuen technischen Maßstäben gedreht wurden, trotz allem dreckig wirkten und irgendwie nur ein Fan-Genre bedienten. Hier gilt es ein Bitch Slap oder ein Lesbian Vampire Hunters zu nennen.

Wenn Ihr was findet: schaut mal rein.

Fotocredits: darkportal, coverimages


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