Comic-Ecke: Anti-Held „LOBO“

Heute möchte ich Euch einen Comic-Helden vorstellen, der abseits der gesamten Superhelden-Riege steht:

Lobo, der letzte Czarniadier
(Nein, nicht Kanadier ;-))

Lobo wurde auf dem friedlichen Planeten Czarnia geboren. Aber bereits vor der Geburt war Lobo ein absolut brutaler Dreckskerl. Er spiegelte das genaue Gegenteil der Planetenbewohner wieder und genau das ging Lobo so richtig auf die Nerven. Im Alter von 16 setzt er schließlich seinen Plan um, sämtliche Bewohner von Czarniar zu vernichten, damit er endlich ungestört seinen Heavy Metal genießen kann. Leider zerstört er dabei versehentlich seinen Heimatplaneten.
Seitdem zieht er als Kopfgeldjäger durch die Galaxis.

Sein Name stammt, lt. eigener Aussage aus dem khundischen, einer ausserirdischen Sprache und bedeutet soviel wie „Der, der deine Gedärme verschlingt und es genießt“.
Lobo trinkt Bier in Massen, raucht fette Zigarren, flucht, hört Heavy Metal, will den Weibern immer nur unter die Wäsche und bewegt sich auf einem durch-den-weltraum-düsenden Motorrad fort.

Ein richtiger Mannster also!

Ausserdem ist Lobo mittlerweile in Himmel und der Hölle unerwünscht, daher also unsterblich. Was noch dazu kommt: aus jedem einzelnen Blutstropfen kann er einen Klon von sich selber erschaffen. Ziemlich hilfreich in ausweglosen Situationen.

Lobo ist ein Anti-Held, weil er sich mit allem und jedem anlegt. So ziemlich jeden Superhelden aus dem DC-Universum hat er nach Strich und Faden verkloppt, vor allem gerne Superman und Konsorten, denn die gehen ihm gehörig auf den Nerv und gehören „gefräggt“! Aber auch der Weihnachtsmann und der Osterhase sind vor ihm nicht sicher. Obwohl: der Weihnachtsmann hat es echt verdient!

Seinen ersten Comic-Auftritt hatte der Meister des Frägg bereits 1983, bei weitem nicht in dem Leder und Nieten-Outfit, welches er mittlerweile trägt.
Nach kurzen Gastauftritten gegen Ende der 80er/ Anfang 90er im DC-Universum und einigen eigenen kurzen Serien, bekam Lobo dann endlich 1993 eine eigene monatliche Serie, die es auf mittlerweile 64 Ausgaben gebracht hat. Sogar der deutsche Dino Entertainment Verlag (den es ja so nicht mehr gibt) hat es geschafft diese Serie zu veröffentlichen. Und da bin ich dann eingestiegen und sofort auf Lobo abgefahren. Nach der eingestellten Serie gab es nochmal vereinzelte Special und Crossover. Seit ca. 2005 ist es aber ruhig um den Charakter geworden, was ich persönlich sehr schade finde.

Gerüchte um eine Lobo-Verfilmung wollen einfach nicht abreißen. Clancy Brown soll dem Charakter Leben einhauchen und Guy Ritchie soll das Ganze verfilmen. Aber letzterem kam wohl Sherlock Holmes dazwischen …

Bis dahin gibt es einen kurzen Independent Film zu bestaunen, der die Geschichte von „Paramilitärische Weihnachten“ wiedergibt: der Osterhase heuert Lobo an, um den Weihnachtsmann ein für alle Male auszuradieren. Aber Santa ist leider nicht der nette Mann im roten Mantel, der Geschenke bringt und leicht zu erledigen ist …

Hab ich natürlich bei der Röhre gefunden:

Teil 1

Bringt nur leider nicht viel, Teil 2 ist aus Copyright-Gründen für DE-User gesperrt. Der ganze Film läuft hin und wieder auf diversen Comic-Cons.

Fotocredit: DC Comics


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