First Look: L.A.Noire auf der PS3

Heute, am 20.Mai 2011 erscheint in Europa offiziell Rockstars neues Mammut-Game „L.A. Noire

Mannster hat sein Exemplar bereits gestern in die Hände bekommen und kann Euch was über die ersten Spielstunden dieses neuen Topp-Titels erzählen.
Insgesamt haben wir uns den Titel so ca. vier Stunden angeschaut. Die Erfahrungen und Erlebnisse aus diesen Stunden wollen wir Euch nicht vorenthalten.

Worum geht’s?
Ihr spielt den Polizisten Cole Phelps, der sich in Los Angeles im Jahr 1947 langsam aber sicher innerhalb des LAPD vom Streifenpolizisten zum Detective hoch arbeitet.
Durch die Auflösung kniffliger Fälle wird der Charakter immer wieder neu  befördert und in den nächsten Rang im LAPD gehoben.

Das Spiel beginnt mit einem stimmungsvollen Intro, begleitet von 40er Jahre Mucke. Dabei bringt Euch ein Off-Sprecher der Stadt der Träume, Los Angeles näher. Schön werden die Bilder der aufstrebenden Stadt gezeigt, der Aufschwung und der „American Dream of Life“ einprägsam festgehalten.
Und schon wechselt die Ansicht: die Stadt in der Nacht. Das Verbrechen, die Korruption, der Moloch kriecht aus seinen Löchern und umklammert die Stadt mit eisernem Griff.
Unser Hauptcharakter Cole Phelps ist mit seinem Partner unterwegs in einem Streifenwagen, als sie einen Funkspruch über eine Schießerei, einige Block von ihnen entfernt, erhalten. Natürlich machen sich die beiden Streifenpolizisten auf den Weg. Der Spieler übernimmt dabei die Kontrolle über das Fahrzeug. Via kleiner Map auf dem Screen können wir ungefähr ausmachen, wo wir hinmüssen. Zum Glück funktioniert die Steuerung der Fahrzeuge ähnlich wie beim großen Bruder GTA4, daher kein großes Problem für uns. Am Tatort angekommen, kriegen die beiden Partner den (un)freundlichen aber bestimmten Befehl den Tatort nach Spuren zu untersuchen. Sogleich kommen wir auch zu einem der Kernpunkte des Gameplays: Am Tatort müssen Spuren gesichert, Beweismittel gesammelt und ausgewertet, sowie kleine Auffälligkeiten gefunden werden. Ganz verloren steht man dabei aber nicht in der Open-World Gegend: Sobald die Spielfigur einem verdächtigen Gegenstand näher kommt, beginnt die typische Krimimusik zu dudeln und das Pad fängt an zu vibrieren. Da geht doch was? Der aufgehobene Gegenstand wird kontrolliert, für das Vorankommen wichtige Ermittlungen automatisch im Notizblock notiert. Auf diese Weise rückt man verdächtigen Personen oder gar dem Täter unaufhaltsam näher.
Aufgespürte Personen werden sogleich von Euch verhört. Hier gilt es besonderes Augenmerk auf das Verhalten des Gegenüber zu achten. Schaut Euch seine Mimik genau an, hört genau zu was gesagt wird, denn nach seiner Aussage müsst Ihr entscheiden: hat derjenige die Wahrheit gesagt, hat er gelogen oder seid Ihr Euch nicht sicher. Vorsicht: wenn Ihr den Zeugen einen Lügner nennt, müsst Ihr dies auch durch gefundene Beweise belegen. Sonst ist die Befragung schneller vorbei als Euch lieb ist, Euer Boss ist dann extrem stinkig mit Euch und die Kollegen lachen Euch aus. Bis dato musste ich die Befragungen bei falscher Vorgehensweise wiederholen und nach der richtigen Möglichkeit suchen. Ob das später weiterhin so funktionieren wird, kann ich derzeit noch nicht sagen. Auf jeden Fall machen die Ermittlungen einen Riesenspaß!

L.A. Noire spielt sich dabei erfrischend anders. Sicher: Einflüsse von GTA kann dieser Titel auf keinen Fall leugnen. Zu oft fühle ich mich bei diversen Straßenzügen an ein Liberty City der 40er Jahre erinnert aber was macht das schon?! GTA4 war ein Topp-Titel!
Anderseits überzeugt mich das Gameplay: Tatorte absuchen, Zeugen verhören, zwischendurch auch mal eine Verfolgungsjagd zu Fuß (später auch mit dem Auto) oder kurze aber knackige  Schußwechsel. Das macht mir Freude.

Mittlerweile bin ich Detective (nun gut, eine Stufe nach dem Tutorial-Level), im Kopf hab ich den Fall auch schon gelöst, jetzt muss ich nur noch die Beweise sammeln.
Zur Abwechslung gibt es in der Riesenstadt verteilt, diverse „Street Crimes“, die man vor Ort lösen kann. Bis dato handelte es sich dabei um Verfolgungsjagden und Geiselnahmen, die durch schnelle Reaktionen und Waffengewalt schnell zu lösen sind. Ob es irgendwas ausmacht wenn ich dem Kidnapper mal nicht direkt in den Kopf schieße? Vielleicht gibt es ja Extrapunkte wenn ich Street Crimes mal ohne Todesopfer löse … werde ich mal ausprobieren.  Anderseits auch Quatsch: Ab in den Kopf mit der virtuellen Kugel!

Ich habe auf jeden Fall jederzeit das Gefühl, das in der Stadt die Korruption und das falsche Spiel regieren. Bin gespannt was die Story noch so alles hergibt und was die Rückblenden in meine Marine Corps Zeiten zu bedeuten haben …

Sauer aufgestoßen sind mir zwischendurch allerdings kleinere Steuerungsprobleme. Wie bei ziemlich allen Rockstar-Games ist die Steuerung von Fahrzeugen ein klein wenig schwammig geraten. Außerdem ist die Abfrage bei Dursuchung eines Tatorts mitunter recht fummelig und ein wenig ungenau. Darüber kann ich aber hinwegsehen.

Die Grafik ist durch die Bank auf extrem hohen Niveau. Alles in Echtzeit berechnet, die Charaktere alle sehr unterschiedlich gestaltet und gerade bei den Verhören wurde sehr großen Wert auf realitätsnahe Wiedergabe von Verhalten und Gefühlen gelegt.
Anderseits habe ich meinen Wagen auch schon in einer eigentlich festen Wand eines Hauses geparkt. Bei einer Tatortbegehung schwebte mein Partner plötzlich halb in einer geschlossenen Tür. Schön war auch wo der Himmel plötzlich zum Boden wurde und die Stadt nur noch aus diversen Bausteinen bestand.
Naja, ist doch egal, ein kurzer Neustart des Levels und alles ist wieder okay. Ich sehe das jetzt nicht unbedingt so eng, es wird bestimmt früher oder später einen Patch für diese Probleme geben.
Ich finde bei Spielen wichtiger, dass das Gameplay, der Spannungsbogen und die eingesetzte Gewalt im Einklang stehen.

So, genug erzählt, zurück nach L.A.!

L.A. Noire ist ab 20.Mai 2011 im Handel erhältlich. War der Titel erst exklusiv für die PS3 angekündigt, hat man sich mittlerweile auch dazu entschlossen zeitgleich eine X-Box360 Fassung rauszubringen.

Allen Gamern: viel Spaß damit!

Zum Trailer

Fotocredits: Rockstar Games

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