Burnout

Burnout

(c) Gerd Altmann /pixelio.de

Kaum ein anderes Thema hat die Medien dieses Jahr so sehr beherrscht wie die Krankheit Burnout. Allein der Focus hatte in 2011 vier- bis fünfmal das Titelthema Burnout. Kein Wunder, die erste Ausgabe zum Thema Burnout hat dem Focus eine Rekordauflage beschert.

Einerseits legt dieser Zustand offen, dass das Thema Burnout gerade zu ausgeschlachtet wird, andererseits auch das öffentliche Interesse an dem Thema. Aber was ist Burnout eigentlich? Gibt es ein eindeutiges Krankheitsbild? Die Antwort: Es gibt kein eindeutiges Krankheitsbild!

Terminstress

(c) Gerd Altmann /pixelio.de

Vorweg sei gesagt, ein Burnout ist nichts Gutes und nichts Cooles. Es ist eine Krankheit. Für viele Personen die sich für Führungspositionen bewerben ist der Burnout quasi ein Pflichtpunkt im Lebenslauf. Die Menschen die so etwas denken, oder gar schreiben hatten garantiert KEINEN Burnout! Ein Mensch der wirklich einen Burnout hatte, wird dies maximal zur Rechtfertigung von Ausfallzeiten mitteilen. Viel zu schlimm ist dieser Zustand, als dass man sich damit brüsten möchte.

Die Symptome von Burnout sind sehr, sehr unterschiedlich. Sicher ist jedoch, dass sich sehr viele körperliche Schäden auf einen Burnout zurückführen lassen. Rücken- und Gelenkschmerzen sind keine seltenen Symptome für einen Burnout. Genauso wenig wie Schwindelanfälle und plötzliche Erschöpfung. Betroffene können oft nicht genug schlafen und ihnen fehlt somit die Regenerationsphase während der Nacht. Die Betroffenen befinden sich also in einem Teufelskreis aus dem man alleine kaum noch heraus kommt.

Burnout - Stecker raus

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Wege aus dem Burnout gibt es viele, aber ob man sein Ziel, aus dem Burnout heraus zu kommen, erreicht ist fraglich. Ein Punkt in dem sich alle einig sind: Die Betroffenen müssen Ladestationen für ihren Akku finden. Patienten mit Burnout sagen oft, dass ihnen der Stecker raus gezogen wurde und so ähnlich kann man das auch sehen. Die Energie ist leer und eine Ladestation ist nicht in Sicht. Deshalb müssen Betroffene eine Ladestation für sich finden, die sie während ihrer Wachphase nutzen können. Viele tendieren zur Meditation und Yoga, andere erfreuen sich an Dingen die sie einfach glücklich machen. Schafft man eine Regenaration während der Wachphase, funktioniert es auch wieder mit dem Schlaf.

Wer seinen Burnout nicht selber behandelt oder behandeln lässt, macht einen großen Fehler. Entweder es tritt die totale unheilbare Erschöpfung ein oder der Burnout wird zur Depression.

Die Ursachen von Burnout liegen oft im Berufsleben, können aber auch privaten Ursprungs sein. Da man aber die Sorgen von dem einen mit in den anderen Bereich nimmt verschwimmen die Grenzen irgendwann einfach. Psychologen sehen die Ursache oft auf der Arbeit und der zu geringen Wertschätzung und Bezahlung der Angestellten. Das Leben wird immer Teurer und Löhne steigen kaum. Die Sorgen in der kaum noch vorhandenen Freizeit nehmen zu und Erholungsphasen nehmen somit ab.

Burnout ist DIE neue Volkskrankheit und das Schlimme ist, sie ist selbstgemacht von der Regierung, der Wirtschaft und den Arbeitgebern.

Lassen wir uns weiter ausbeuten!

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