Das Ding aus einer anderen Welt – Sci-Fi Klassiker

Erinnert Ihr Euch noch an den Sci-Fi Klassiker „Das Ding aus einer anderen Welt„?

Was hab ich mich damals vor diesem Film gefürchtet!

Ich habe den Film letztens aus meinem Regal gezogen, um mich auf das bald, auf BluRay bzw. DVD erscheinende Prequel, einzustimmen. Will doch mal sehen ob am Ende wirklich alles zusammenpasst – außerdem bin ich ein Fan der „Ding“-Reihe. Zeit für einen kurzen Überblick.

Gibt es unter Euch eigentlich Leute, die den Klassiker aus dem Jahre 1951 kennen?

Der Film handelt von einer amerikanischen Forschungseinrichtung in der Arktis. Die Wissenschaftler haben den Absturz eines Flugzeuges mitbekommen und rufen das Militär um Hilfestellung bei der Bergung. Als die handvoll Soldaten und die Wissenschaftler am Absturzort eintreffen, finden sie heraus, dass dort ein UFO abgestürzt ist. Bei dem Versuch das Fluggerät zu bergen, wird selbiges leider zerstört. Dennoch finden die Männer ein Mitglied der Besatzung in einem Eisblock eingefroren und entschließen sich, diesen mitzunehmen.
Durch einen unglücklichen Zufall taut der Ausserirdische auf und zieht eine blutige Spur der Verwüstung durch die Station.
Die Wissenschaftler finden heraus, dass die Lebensform Blut benötigt, um am Leben zu bleiben. Damit nicht genug, gründet die Lebensform auf einem pflanzenähnlichen Grundaufbau und kann mit Hilfe von Blut abgetrennte Gliedmaßen nachwachsen lassen und neue Sporen sähen. Eine Vernichtung des Ausserirdischen ist dadurch nahezu unmöglich. Erst durch einen Zufall entdecken die Männer, dass Strom die Lebensform verletzen, sogar zerstören kann.
Selbstverständlich locken die Soldaten das Wesen in eine Falle und bezwingen es, bevor ihm die ganze Station zum Opfer fällt.

Was mir vor knapp 30 Jahren noch so richtig Angst gemacht hat, unterhält mich selbst heute noch über nostalgische Gründe hinaus.

Nach wie vor liebe ich den Charme dieses alten schwarz-weiß Klassikers. Sicher wirken heute einige Seitenhiebe auf den kalten Krieg („Was ist das für ein Flüggerät? Ist es russisch?“) oder die damalige Annahme, alle Ausserirdischen kämen vom Mars, nur noch unfreiwillig komisch aber bitte: der Film wurde 1951 gedreht! Noch immer ist die Story spannend, die Charaktere glaubhaft (das waren noch Macho-Zeiten damals – ein Fest!!) und die wissenschaftliche Erklärung für den Ausserirdischen einfach gut durchdacht. Selbstverständlich gibt es auch Szenen in dem Film, an dem eindeutig zu erkennen ist, die Darsteller bewegen sich im Studio, zwischen Pappmaché und Windmaschine. Gerade in diversen Aussenszenen durch Eckkanten der Wände stark zu sehen. Hat jemand die Setkante entdeckt, als das Raumschiff in die Luft fliegt?

Egal, dem guten Gesamteindruck des Films tut dies keinen Abbruch.

Der einzige, der mir nach den ganzen Jahren doch auf den Keks ging: dieser Reporter! Wer zum Henker hat den bitte zu dieser Party eingeladen? Was ein Nervsack!

Faust aufs Auge für den damaligen Zeitgeist ist auch die machomässige Darstellung des Cpt. Patrick Hendry und seine Liebeleien zu der weiblichen Wissenschaftsgehilfin. Also wenn ich mich heute Abend so zu Hause aufführe, muss mich jemand bei sich wohnen lassen!

Auf der vorliegenden DVD von Kinowelt gibt es den Film in englischer und deutscher Sprachfassung. Für das Alter des Films sogar recht annehmbare Qualität was Bild und Ton betrifft.
Als besonderes Schmankerl gibt es den Film sogar erstmals ungeschnitten zu sehen! Die Original-Fassung ist immerhin knapp 87 Minuten, die bis dato im TV ausgestrahlte Fassung „nur“ 82 Minuten lang. Noch nie gezeigte Szenen sind in der deutschen Version in englischer Sprache, mit deutschen Untertiteln enthalten. Fehlende Szenen beschränken sich hierbei auf diverse Dialoge und den nicht ganz unwichtigen Schlussdialog des Reporters. „Keep watching the sky!“ … gerade im Hinblick auf den im April startenden Film, recht witzig.

Übrigens beruht der Film auf einer Kurzgeschichte von John W. Campbell Jr (unter dem Pseudonym Don A. Stewart) aus dem Jahre 1938. Dieser Roman wurde von den Science Fiction Writers of America zum besten Kurzroman vor 1965 ausgezeichnet.

Um den Ausseridischen besonders bedrohlich wirken zu lassen, hat man sich was besonderes einfallen lassen: es sollte ein richtig großer Darsteller in die Rolle schlüpfen. In den 50er Jahren waren solche Darsteller leider nicht an jeder Ecke zu finden. Entgegen der viel verbreiteten Meinung Boris Karloff würden den Ausserirdischen spielen, hatten sich die Produzenten damals für den 2,01m großen James Arness entschieden. Dem deutschen TV-Publikum ist James eher als Marshall Matt Dillon aus der Serie „Rauchende Colts“ ein Begriff.

Für Nostalgiker und Science-Fiction Fans ist der Film ein Muss!
Dieser Film hat Maßstäbe des Genres gesetzt und steht als Synonym für anderer Titel ähnlicher Thematik. Wie sonst erklärt Ihr Euch Filme wie „Die Körperfresser kommen“?

Viel Spaß beim Schauen!

Fotocredits: Kinowelt


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