The Thing – Passendes Prequel?

Wir haben euch ja bereits vorbereitet (siehe hier und da): Heute ist es endlich soweit!

Die lang erwartete Fortsetzung des Sci-Fi Horrorklassikers „Das Ding aus einer anderen Welt“ erscheint auf DVD und BluRay in den Läden.

THE THING

http://youtu.be/iXgHljVT-5M

Sicherlich gibt es gerade in den englischsprachigen VÖ-Ländern ein klein wenig Irritationen mit dem Titel. Heißt er doch genauso wie der 82er Film im Original. Was solls … bei uns hieß Carpenters Thing damals anders.

Mannster hatte bereits Gelegenheit das fertige Produkt ausgiebig anzuschauen und für Euch zu testen.

Dank der zuständigen Promotionagentur Voll:Kontakt können wir Euch sogar ein schickes „The Thing“ Gewinnpaket zur Verfügung stellen – dazu später mehr.

Jedem aufmerksamen „Ding“-Fan ist natürlich nicht entgangen, dass „The Thing“ keine Fortsetzung des 82er „Thing“ darstellt, sondern die Vorgeschichte zum Carpenter-Film erzählt.

Für diejenigen unter Euch, die nicht genau Bescheid wissen:
1982: irgendwo in der Arktis gibt es eine norwegische Forschungsstation. Einige der Norweger sind auf dem Weg eine unnatürliche Signalquelle zu erforschen, als das Unglück passiert. Die drei stürzen mitsamt Schneeraupe in eine Gletscherspalte. Doch der Sturz dauert nicht ewig und die Schneeraupe bleibt stecken. Was die drei im Scheinwerferlicht zu sehen bekommen, ist schier unglaublich: Sie finden tief im Eis verborgen eine riesengroßes Ufo.
48 Stunden nach diesem Fund bekommt die amerikanische Paläontologin Kate Lloyd Besuch von einem alten Freund, der mittlerweile für einen angesehenen Wissenschaftler arbeitet. Von ihm wird Kate überredet an einer einzigartigen Expedition und Forschung an einer Kreatur teilzunehmen. Kate überlegt nicht lange, nutzt die Chance und man macht sich auf den Weg.
Kaum in der Station angekommen geht es auch schon zur Ausgrabungsstätte wo die Norweger ihren Fund kaum fassen können. Unweit des Ufos ist ein nicht-menschlicher Körper im Eis eingefroren. Das Forscherteam entschließt sich einen Eisblock rund um die Kreatur auszuschneiden, damit die Kreatur in der sicheren Umgebung der Station ausgiebig untersucht werden kann.
Doch während die Wissenschaftler ausgelassen ihren Fund feiern, bricht der scheinbar tote Besucher aus dem Eisblock und entpuppt sich als äusserst feindseliger Artgenosse.

Jedem, der Carpenters Version gesehen, weiß natürlich wie alles enden wird – ich muss aber gestehen:
Ich habe den Film mit jemandem gesehen, der keinerlei Wissen über den „alten“ Film hatte. Also überhaupt keine Ahnung hatte worauf er bzw. sie sich einlässt. Heraus kam ein Filmabend der Extraklasse: Neben mir jemand der die ganze Zeit zusammenzuckt, absolut mitgeht und die Spannung kaum aushält, ich dagegen die Spannung geniesse und darauf warte, das wirklich alles wasserfest mit dem 82er Film zusammenpasst.

Und da muss ich gestehen. Die Macher haben ihre Hausaufgaben gemacht.

Erinnert euch an Kleinigkeiten: zu Anfang des Prequels ist das Ufo tief unter dem Schnee begraben, bei Carpenter ist es mehr oder weniger freigelegt (siehe auch die Bilder aus unserm letzten Bericht), der total deformierte Körper, den die Amerikaner finden oder aber die totale Zerstörung der norwegischen Forschungsstation, die blutige Axt in der Wand. Alles wurde stimmig zusammengeführt und scheinbare Lücken doch zum Ende des Films geschlossen. Gerade wenn man die Filme kurz hintereinander schaut passt es wirklich zusammen. Schaut auf jeden Fall auch den Abspann an und achtet auf die Musik
Gut, ich gebe aber auch zu: eine Kleinigkeit gibt es, die nicht zu 100% passt aber gut, das will ich mal stehen und durchgehen lassen.

Bei den Darstellern hatte ich häufig den Eindruck, dass sie nur als Mittel zum Zweck dienen. Selbst der Charakter von Kate, dargestellt von Mary Elizabeth Windstead (Scott Pilgrim) hat bei mir keine Verbindung aufgerufen. Bei den meisten Filmen dieser Art entwickelt man ja eine „Beziehung“ zu den Charakteren aber hier irgendwie nicht. Das Geschehen läuft so schnell ab, dass die Charakterzeichnung und deren Beziehung zueinander nur angeschnitten wird, sich kaum entwickelt und man eigentlich auch gar nicht mitleidet wenn wieder einer abtritt.
Davon abgesehen fand ich die Darstellerin nicht wirklich gut ausgewählt. Ich kenne sie aus dem Film Scott Pilgrim, sehe sie daher in einem ganz anderen Charakterlicht, als wie sie hier darstellt. Scheint aber mein persönliches Problem zu sein, da mein Mitgucker wirklich mit ihr gelitten hat und sie durchaus glaubhaft umgesetzt empfand.
Von den weiteren Charakteren will ich gar nicht anfangen. Zu häufig geht eine Schublade auf, der Charakter wird reingesteckt und schafft es dann nicht wirklich zu überraschen und doch nicht der zu sein, den man vermutet. Gerade auch zu sehen bei dem Leiter der Forschungsgruppe: der war am Anfang des Film das Arschloch, war es den Film über und zum guten Schluss auch noch.

Kommen wir zum eigentlichen Star des Films: Das Ding
Da haben sich die Macher mal so richtig ins Zeug gelegt! Schon im Jahr 19982 hat man hier Maßstäbe gesetzt in Puncto Design, Tricktechnik und selbstredend den Horror- und Gore-Effekten. Knapp 30 Jahre später legt man hier die Meßlatte wieder ein Stück höher. Das Team hat klassische Puppentechnik mit neuesten CGI-Effekten vermischt, um den bestmöglichen Horror zu garantieren. Die Rechnung geht auf. Das Ding ist in Metamorphosen furchteinflößender als jemals zuvor. Der Blut- und Ekelfaktor wurde nochmal höher geschraubt und grenzt wirklich an der Grenze zum guten Geschmack. Wirklich; bei diesem Horrordesign und diesen Ideen hat man ganze Arbeit geleistet. Dennoch schaffen die Macher niemals plump in ihrer Gewaltdarstellung zu sein und sich immer innerhalb der Vorgaben der Originals zu bewegen. Obwohl das Ding nicht zimperlich mit seinen Opfern umgeht konnte der Film eine FSK-Freigabe ab 16 Jahren erreichen. Wieder gilt hier meine Aussage: 16jährigen Bekannten würde ich den Film nicht zeigen, die 16jährigen Nachbarn werden darüber gähnen.
Ich war in den knapp 105 Minuten des Films angenehm überrascht: hat Carpenters Ding noch viele Filmmonster bzw. das Gegnerdesign in unzähligen Games inspiriert konnte ich in diesem Film so einige Monster aus Videogames wiedererkennen. Das war schon sehr spannend zu sehen und machte extrem Spaß.

Leider gibt es einen Wehrmutstropfen, den ich nicht ungenannt lassen möchte:
Ich hatte den dauerhaften Eindruck, dass es sich um mehr als „ein Ding“ handelt. Hier ist einer befallen, da der nächste und parallel hier wieder einer. Das war in der alten Verfilmung schöner umgesetzt: hier „hüfpt“ das Ding wirklich von einem zum nächsten Wirt und die Bedrohung breitet sich nur langsam aus. In diesem Film ist andauernd einer befallen und das mitunter auch parallel. Ich finde das passt nicht ganz so ins Konzept der „Serie“. Wenn ich allerdings auch noch das Game zum Film aus meinem Kopf krame: ja, da waren auch mehrere Viechern auf einmal unterwegs. Aussderdem kann diese „Mehrfachbedrohung“ durch verschiedene Umstände im Film erklärt werden. Trotzdem fiel es auf.

Alles in allem ist die Story und der Verlauf von „The Thing“ natürlich vorhersehbar bzw. bekannt und bietet kaum Potential für Neues.
Ich denke, darum ging es den Machern auch nicht. Sie wollten eher ein gelungenes Prequel schaffen und Fans neues Material liefern. Ich fühlte mich zumindest sehr unterhalten und hatte Spass mit dem Film. Vor allem wenn es um die vielen kleinen Hinweise an Carpenters „Thing“ geht. Hier zaubert der Film ein Lächeln auf das Gesicht des Kenners.
Auch wenn Nicht-Kenner damit dann gerade nichts anfangen können.

Die uns vorliegende BluRay überzeugt mit knackig scharfen Bildern. Dachte ich beim Firmenlogo noch „Oh bitte, nicht so viel Filmkorn bitte!“ wurde ich bei den ersten Schneelandschaften eines Besseren belehrt. Jederzeit können Details begutachtet werden und auch bei Standbildern kann das Material überzeugen.
Auch beim Sound war ich angenehm überrascht. Auch bei geringer Lautstärke sind die Dialoge klar zu verstehen und wenn die Post abgeht muss ich nicht direkt zur Fernbedienung greifen, um die Lautstärke runter zu drehen. Sehr gelungen fand ich hier, dass die Norweger mitunter in ihrer Landessprache kommunizieren. Das macht den Film glaubwürdiger und überzeugt vom Setting.
Leider hatten wir keine Gelegenheit mehr die diversen Bonus-Features der Blu zu checken. Im Einzelnen handelt es sich hier um unveröffentlichte und erweiterte Szenen, diversen Features zur Entstehung des Dings und den Audiokommentaren des Regiesseurs Matthijs van Heijningen und dem Produzenten Eric Newman.
Hier hätte ich mir vielleicht noch ein Interview mit der alten Cast aus dem Jahr 82 und ihren Meinungen zum neuen Film gewünscht.

Universal veröffentlicht „The Thing“ heute, dem 22.03.2012 auf DVD und BluRay. Die BluRay erscheint dazu in einem schicken schwarzen Steelbook – Mannsters Exemplar wurde direkt beim Versandhändler mit dem „a“ gesichert und liegt bereits in der Packstation.

Dank der Jungs der Promotionagentur kann Mannster einem „Ding“-Fan was richtig Gutes tun:

Zu gewinnen gibt es ein fettes Ding – Inhalt:

DVD „The Thing“
Kinoplakat „The Thing“
Feuerzeug „The Thing“
DVD „Das Ding aus einer anderen Welt“ – Carpenters Film aus dem Jahr 1982

Alles was Du dafür tun musst ist folgende Frage zu beantworten:

Mary Elizabeth Windstead spielt die Rolle der Paläontologin Kate Lloyd. Kannst Du uns Mary Elizabeth Windstead Rollennamen im Film Scott Pilgram nennen?

Die richtige Lösung geht bitte per mail an gewinnspiel@mannster.de
Richtige Einsendungen werden bis 29.03.2012 beachtet und das Gewinnpaket unter allen richtigen Einsendungen verlost. Viel Glück dabei!

Mein Fazit zu „The Thing“:
Daumen hoch: Rasant wie ein Videospiel, brutal wie eine Kneipenschlägerei und spannend wie eine Nacht im stockfinsteren Kachelkeller, wenn man mit dem Fuß am Heizungsrohr angekettet ist.
Das ist „The Thing“, das Prequel zu Carpenters Film aus dem Jahr 82. Für Fans der absolute Spaß und Must-Seealle anderen, die mit dem Ding nie was am Hut hatten: viel Spaß bei einem spannenden aber auch schnell erzählten Sci-Fi Horrorfilm. Gewisse Grundkenntnisse sind allerdings von Vorteil und noch mehr Spass beim Schauen garantiert.

Wann kommt jetzt endlich ein gutes Sequel??

Fotocredits: Universal Pictures

 

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