Hands on: RESIDENT EVIL – Operation: Raccoon City

Gamer aufgepasst: Am 21.März2012 war es endlich soweit!

Resident Evil – Operation: Raccoon City

ist in den USA erschienen. Der Titel erscheint heute, den 23. März 2012 hier in Deutschland – Das Game erscheint auf der PS3 und der Xbox 360!

Die US-Dependance des Versandhändlers mit dem „a“ war extrem flink und hat mir zum VÖ-Tag mein Exemplar der PS3 US-Limited Edition zugeschickt. Verdammt, die Welt rückt immer näher zusammen.

Im Spiel allerdings nicht! Hier rücken die einzelnen Fraktionen so weit auseinander wie es nur irgendwie geht!

Kurz zur Geschichte:
September 1998: Wir befinden uns zurück in Raccoon City. Zurück in Raccoon City? Wurde das nicht vom Erdboden wegradiert?
Richtig – im Spiel befinden wir uns im Handlungsstrang von Resident Evil 3: Nemsis … und das spielte ja bekanntlich zwischenzeitig auch zur Storyline von Resident Evil 2. Junge, was verwirrend.

Ist aber egal!
In RE: ORC führen wir den geheimen Krieg, den die Welt bis dato noch nicht kannte. Und wir beeinflussen sogar die Storyline aller bekannten Resident Evil Nachfolger.

Wir sind Mitglied der USS: Umbrella Security Services, einem Aufräumkommando der Umbrella.
Unser Auftrag: Da das gefährlich T-Virus in Raccoon City ausgebrochen ist und alles und jeden in gefährliche Monster verwandelt, ist es an uns Beweise zu sichern bzw. zu vernichten, die auf Umbrella als Verursacher für die Katastrophe hinweisen könnten. Darüber hinaus gilt es diverse Zeugen aus dem Weg zu räumen. Allen voran der neue Police-Officer Leon S. Kennedy, er weiß einfach zu viel!
Da die Regierung allerdings ihrerseits ein Team in die Stadt geschickt hat, Hinweise, die zum Ausbruch der Seuche geführt haben, zu sichern, gilt es auch Jagd auf dieses Team zu machen.

Endlich schlüpfen wir im Resident Evil Universum in die Rolle der Bösen!

Meine ersten Stunden im Game:
Endlich ist es da – endlich habe ich sogar ein paar freie Stunden um mich wieder nach Raccoon City zu begeben. Dieses Mal bin ich aber nicht der Held, der die Welt rettet. Dieses Mal bin ich die böse Macht, die alles daran setzt meine tödlichen Spuren zu beseitigen und meine böse Seite weiterhin vor der Öffentlichkeit zu verbergen. Ich gehe sogar so weit auf die „alten Helden“ Jagd zu machen!
Voller Vorfreunde schaue ich mir die diversen Logos an: Havok Engine, Capcom, Six Slant Games und schon erscheint die Röntgenaufnahme von einer Kreatur im embryonalen Zustand, daneben ein DNA-Strang, der gleichzeitig verschiedene Menü-Icons zeigt. Die Musik geht dabei ungefähr in die Richtung des Instrumentalsoundtracks des ersten Films damals. Also ein bißchen Elektro, Beats, Gitarre – cool.
Nach Bestätigung der START-Taste kommt der obligatorische „Resident Evil“ Sprecher.
Danach kann ich meinen Charakter aus dem sechsköpfigen Team der USS auswählen. Ich entscheide mich für Vector – schon alleine weil ich diesen Tarnanzug in Aktion sehen will. Daraus wird aber erstmal nix, den muss ich mit Erfahrungspunkten erstmal freischalten. Ebenso wie weitere Fähigkeiten wie „leises Laufen“ bzw. weiteres Aufleveln der Fähigkeiten oder aber Waffenkauf und deren Aufleveln; alles wird mit XP „bezahlt“. Was bin ich froh, dass in meiner Box ein Code für 8 weitere Waffen hatte. Sonst wäre meine Auswahl hier schon etwas mager ausgefallen.
So – alles fertig, los gehts:
Ein kurzer Textvorspann, wer ich bin, wo ich bin und was zu tun ist und schon mittendrin. Es gibt ein Wiedersehen mit einem alten RE2 Veteran: Hunk!
Ihn soll ich unterstützen William Birkin auszuschalten und eine Probe seines entwickelten G-Virus zu sichern. Kommt mir bekannt vor, ich weiß aber auch schon wie das ausgehen wird.
Die Regierung hat zwischenzeitig auch spitz gekriegt was Umbrella vorhat und hat ihrerseits eine Special Force in die Stadt geschickt, die mich aufhalten soll und Ihrerseits Beweise sicher soll. Das weiß ich natürlich zu verhindern und liefere mir wilde Feuergefechte in den sterilen Industriegängen der Umbrella-Labore.
Was hier sofort auffällt: Hmm, die Grafik ist ja doch nicht so prickelt. Im Gegenteil, ich muss mich ein wenig am Riemen reissen, damit mir nicht schlecht wird. Ich merke schon deutlich wie die Kanten flimmern. Gerade in schnellen Bewegungen und hektischen Feuergefechten nicht wirklich prickelnd. Aber entweder man gewöhnt sich dran oder im Laufe der ersten Minuten läßt das irgendwie nach. Auf jeden Fall komme ich gut voran.
Sobald mein Charakter an Ecken oder Kisten vorbeikommt, geht er erstmal automatisch in Deckung und ich kann aus der Deckung feuern oder die Lage sondieren.
Das Schiessen geht relativ gut von der Hand. Sobald sich meine Munition dem Ende neigt, kann ich mir entweder die Waffe eines gefallenen Gegners besorgen oder aber eine der Munitionskisten nutzen, die vereinzelt in der Gegend rumstehen. Aber auch wenn meine ausgewählte Waffe doch nicht die Durchschlagskraft bietet, die ich mir wünsche, schnappe ich mir einfach eine der Gegner.
Übrigens: die Leichen der Gegner lösen sich auch in der US-Version in Rauch auf. Find ich nicht wirklich gut aber wenigstens spritzt das Blut in Fontänen wenn ich im Nahkampf mit meinem Messer auf den Gegner eindresche!
Auf meinem Weg durch die Labore kann ich jede Menge Zeugs einsammeln: Granaten verschiedenster Art, leider immer nur ein Health-Spray und Anti-Virus auf einmal aber auch Goodies wie Akten, Notebooks, Tonbandaufzeichnungen etc. Ich habe zwar noch keinen Weg gefunden mir diese anzuhören/ anzuschauen, kann ja aber auch sein, dass diese nur dazu da sind meine Experience Points in die Höhe zu schrauben. Haltet hier immer schon Ausschau nach Laptops und Waschbär-Statuen: Das Finden solcher Specials gibt richtig viele XP-Punkte und schaltet zudem Galerien etc. im Menüpunkt „Specials“ frei.
Nach einer knappen Stunde bin ich durch das erste Kapitel durch. Habe sogar einmal richtig fies aufs Maul bekommen und bin drauf gegangen aber das hat sich schonmal gelohnt. Die Story ist mit diesem Kapitel eröffnet und nachdem ich meinen Charakter aufgelevelt, mir diesen optischen Tarnanzug besorgt und  meine Waffen ausgewählt habe, geht es mit Kapitel 2 weiter.

Hier finde ich mich endlich unter den Strassen von Raccoon City wieder. Alles düster und blutig von den Überfällen der Zombies. Kaum öffne ich die Tür zum nächsten Abschnitt werde ich auch schon von einem weiblichen Zombie überrascht und angefallen. Verdammt! Messer raus und in den Kopf gerammt. Das funktioniert, doch die weiteren Untoten im Raum sind auf mich aufmerksam geworden. Einige bewegen sich behäbig, andere stürmen auf mich zu. Mit vereinter Waffengewalt meines Teams schalte ich die Bedrohung zügig aus und mache mich weiter auf den Weg.
Das Rathaus ist mein vorläufiges Ziel. Ich treffe einen weiteren Bekannten aus dem RE-Universum während ich mich durch die Zombiemeute baller. Aber auch diesen muss/ soll ich nicht tötennoch nicht!

Die Story wird mir übrigens durch diverse Zwischensequenzen in gewohnt guter Capcom-Qualität erzählt. Mal in Spielgrafik, mal als pre-rendered Filmsequenzen, je nachdem wie es zur Action passt oder genutzt wird, um Gegner vorzustellen.

Alles in allem beende ich meinen Ausflug nach Raccoon City nach guten zwei Stunden. Ich freue mich wenn es endlich weitergeht … vor allem auf Unterstützung via Online-Gaming. Mein Headset ist aufgeladen …

Zur Limited Edition:
Ich war schon überrascht einen dünnen Luftpolsterumschlag überreicht zu bekommen. Also schnell aufgerissen, was finde ich darin: Eine PS3/ BluRay große Gamehülle im geprägten Pappschuber. Im Pappschuber befindet sich das Game-Case: ein schickes schwarz gehaltenes Steelbook mit den Hauptcharakteren auf der Front und dem großen Umbrella-Logo auf der Rückseite. Ich liebe ja Steelbooks, daher kann ich hier nichts negatives sagen. Ausser vielleicht das mir die Prägung des Schubers und entsprechender Innendruck fehlt. Aber das passt schon so.
Inhalt der Special Edition ist auf jeden Fall ein Download-Code für insgesamt sechs neue Outfits für unsere Umbrella-Söldner. Daneben finden sich nach dem Download auch noch acht weitere und durchschlagskräftige Waffen in unserem Inventar, die Käufer der Standard-Edition mühsam erspielen müssen. Schick, schick – Arbeit gespart.
Die beiden Aufnäher mit jeweils dem Umbrella-Söldner Emblem bzw. des der US Spec Unit sind ganz niedliche Fan-Items, lassen mich aber eher schmunzeln, als freudig erregt mit dem Schwänzchen wedeln.
Alles in allem bin ich froh früh genug bestellt zu haben und die Special Edition aus den Staaten bekommen zu haben. Im Endeffekt hat mich das jetzt mit Versand und Zoll nur 10 Euro mehr gekostet, als wenn ich mir die Standard-Edition heute im Saturn geholt hätte. Und da ist sie heute im Angebot. Ich bin Sammler, von daher gefällt mir diese Version ganz klar besser.

Mein Fazit:
Was habe ich mich schon auf das Game gefreut. Erste Trailer machten Lust und Laune und versetzten in totale Vorfreude. Endlich wieder ein richtige Zombie-Setting im Resident Evil Universum!
Trotz des actionlastigem Gameplay fühlt sich der Resident Evil Fan recht schnell wieder heimig. Sei es wegen der bekannten Locations, die aber gerade wegen neuer Wege frisch und unbekannt wirken oder aber wegen der Zombies und Kreaturen aus den Umbrella-Laboren. Der Fan grinst von einer Seite zur nächsten. Gerade auch in engen und dunklen Räumlichkeiten macht sich das bekannte Gruselgefühl breit. Auch wenn man nicht wirklich Stress hat wegen akuter Munitionsarmut.
Da man unter mindestens 6 Charakteren auswählen und Waffen, Fähigkeiten aufleveln kann gibt es hier auch eine gewisse Langzeitmotivation mit dem Titel.
Hauptaugenmerk ist definitiv die Möglichkeit den Titel online mit Freunden zu zocken! Ein Spass für mindestens 4 Player – leider konnte ich hier noch keinen Blick drauf werfen.
Es gibt aber leider auch ein paar negative Aspekte, die bereits in den ersten Stunden zu merken ist:
Der Titel bleibt grafisch und soundmässig weit hinter den Erwartungen bzw. den Standards der aktuellen Konsolengeneration zurück. Erwartet hier bitte bloß keine Grafikgranate á la Uncharted oder Gears of War. Da kann REORC bei weitem nicht mithalten. Zu matschig  wirken häufig die Texturen, mitunter gibt es ein leichtes „Flimmern“ zu bemängeln oder aber die Steuerung reagiert gerade nicht so wie sie soll. Aber auch hier gilt: das Game ist wohl eher für den Fan gedacht, als Serienneulinge anzusprechen. Dafür sind wir auch viel zu schnell in der Story wieder und Neulinge werden ihre Verständnisschwierigkeiten haben.
Ich zocke auf jeden Fall weiter, um zu sehen wie die Geschichte sich entwickelt. Für den April wurde bereits ein Gratis-Download Paket angekündigt:
Dieses Mal hat man die Chance als US Spec Op in den Krieg gegen die Umbrella Söldner zu spielen. Dieser Part war auch vor langer Zeit als Bestandteil des Games angekündigt (da schau her), warum das nun als Download kommt ist mir ein kleines Rätsel. Mal schauen was die Zukunft so bringt.

Sollte sich das Game dann doch nicht so positiv entwickeln, wie ich es nach wie vor hoffe, ist es ja auch nicht mehr so lange bis zum 20. November 2012 … hier steht die Pre-Order aus den USA auch schon in den Startlöchern, warte quasi nur noch auf den Aussand oder die Ankündigung der Special Edition.



Fotocredits: Capcom

 


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