Ab 21.Juni 2012 endlich im Kino: Chernobyl Diaries

Pripyat: eine Stadt in der Urkaine, unweit des ehemaligen Atomkraftwerk Tschernobyl
Pripyat: seit dem 26.April 1986 eine verlassene Geisterstadt
Pripyat: aufgrund der Strahlung bis heute unbewohnt … oder doch nicht?

Dieser Frage geht Oren Peli in seinem neuesten Schocker nach. Oren Peli – kennst Du nicht?

Aber „Paranormal Activity“ kennst Du, oder? Aus Orens Feder stammte Geschichte, Umsetzung und Produktion dieses innovativen Thrillers.

So auch die Geschichte zu „Chernobyl Diaries„:

Osteuropa, heute: Sechs junge Urlauber zwischen 20 und 30 Jahren suchen den aussergewöhnlichen Nervenkitzel und buchen eine „Extremtour“ ins ukrainische Pripyat.
Ihr Reiseleiter macht die Tour zu einem wirklich aussergewöhnlichen Trip in die Geisterstadt. In einem alten Bus, bewaffnet mit einem Geigerzähler treibt er ein Späßchen nach dem anderen mit ihnen und warnt sie jederzeit zusammen zu bleiben. Als es dann noch dunkel wird und der Bus nicht mehr mitmacht, wird aus Spaß bitterer Ernst. Denn ganz so verlassen wie Pripyat sein soll, ist es gar nicht und die Gruppe bemerkt sehr schnell: in den Ruinen der Stadt sind sie durchaus nicht allein.

Die Idee zu dieser Story kam Oren beim tgl. Surfen im Internet. Er schaute sich einen Foto-Blog einer Frau an, die mit dem Motorrad durch Pripyat fuhr und ihre Eindrücke festhielt. Die Natur und die wilden Tiere haben sich die Stadt zurückerobert und dennoch waren die Bilder unheimlich, wunderschön, packend und traurig zugleich. Sofort war Orlen klar: das Setting liefert ein wunderbares Ambiente für einen Gruselfilm.

Nach einem ersten Gespräch mit seinem Produzentenkollegen Brian Witten, machte man sich sofort an die Recherche zu Pripyat. Schnell stiessen die beiden auf das Gerücht, dass sich einige Bewohner strikt geweigert hatten den Ort zu evakuieren. Dieser Aspekt und die Einwirkung der Natur auf den Ort, der von jetzt auf gleich von den Menschen verlassen wurde, brachte die beiden Produzenten auf den Gedanken, was wohl auf einer „Extremtour“ durch die Stadt passieren könnte. „Chernobyl Diaries“ war geboren.

Nun ging es an die Auswahl des Teams.

Mit Brad Parker fand sich ein neuer Regiesseur, der bis dato nur bei den visuellen Effekten bei zahlreichen, großen Filmen wie „Figth Club“, „xXx“, „The Time Machine“ und „We own the night“ beteiligt war. Nach diversen Werbespots für adidas, ebay und Gatorade sollte „Chernobyl Diaries“ sein Spielfilmdebüt werden.
Morten Soborg, der in über 25 Jahren an mehr als 50 Spielfilmen, Dokus und Kurzfilmen hinter der Kamera stand, sollte mit seinen eindrucksvoll düsteren, echten und bedrohlichen Bildern dem Film Leben einhauchen.
Auch beim Produktionsdesign griff man auf erfahrene und alteingesessene Kollegen zurück. So hat Aleksandar Denic diverse internationale Auszeichnungen für seine Leinwand- und TV-Arbeiten erhalten und seine Erfahrungen aus den Filmen „Zone of the Dead“ und „Deatwatch“ prädestinierten ihn für das „Diaries“-Projekt. Zuletzt arbeitete er erfolgreich an der Ausstattung von John Stockewells Action-Komödie „Cat Run“, einem absoluten Geheim-Tipp für Liebhaber des Genres.
Die Leitung Visuelle Effekte übernahm Mark Forker, der auch wiederrum eine beeindruckende Vita vorlegen kann. So hat Forker ebenfalls über 25 Jahre Erfahrung aus den Bereichen Spielfilm, TV-Serie und Themenparks hinter sich. Als Leiter der Effekt Firma „Diva“ war er an Produktionen wie „Safe“ mit Jason Statham, „Die Legende von Aang“ oder auch „Let me in“ (wir berichteten) beteiligt.
Für die Musik zeichnet sich Diego Stocco verantwortlich. Als Komponist, Musik-Klangdesigner und Musiker kreierte er elektronische Musikstücke mit eigens entwickelten Instrumenten, gepaart mit Naturklängen und experimentellen Aufnahmetechniken. Zu seinen Arbeiten gehören u.a. die Musik zu „Sherlock Holmes“, „Assassins Creed: Brotherhood & Revelations“, als Klangdesigner war er beteiligt an den Spielfilmen „Krieg der Götter“, „Takers“, „Into the Blue“. Viele Musikstücke von Stocco wurden für diverse Trailer genutzt: u. a. „Tron: Legacy“, „Terminator Salvation“ oder auch Game-Trailer wie „Call of Duty: World at war“, „Soul Calibur 4“ u.w.

Die Rolle des Uri, der unsere abentuerlustigen Reisenden auf den Trip ihres Lebens entführt wurde von Dimitri Diatchenko übernommen. Erstmalig aufgefallen ist Dimitri als Navy-Seal in Ridley Scott’s „Die Akte Jane“. Aufgrund seines astreinen russischen Dialekts wird er häufig als Synchronsprecher gebucht. So ist er Videospielfreunden aus diversen Blockbuster-Games wie „Uncharted 1 und 2“, sowie „Call of Duty: World at War“ als Synchronstimme das ein oder andere Mal bestimmt schon ins Ohr gegangen.

Die weitere Cast setzt sich aus diversen talentierten Jungschauspielern zusammen.
So sind mit Devin Kelley als Amanda und Olivia Taylor Dudley als Natalie zwei Schönheiten aus „Covert Affairs“ bzw. „CSI: Miami“ zu sehen.
In die Rolle der Zoe schlüpft die in Norwegen gefeierte junge Darstellerin Ingrid Bolsø Berdal. Sie ist dem Publikum jenseits von Norwegen aus Filmen wie „Cold Prey“ und die Fortsetzung „Cold Prey 2“ bekannt geworden. In ihrer Heimat ist sie darüberhinaus sehr erfolgreich am Osloer Theater und in Spielfilm und TV-Highlights bzw. in diversen Hörspielen im Radio vertreten.
Paul wird verkörpert von Jonathan Sadowksi, der bereits gelegentliche Rollen in „Terminator: The Sarah Connor Chronicles“ übernommen hat und war in diversen Kinofilmen wie „Stirb Langsam 4.0“ und „Friday the 13th“ zu sehen.
Nathan Phillips ist den Kinogängern bereits aus „Under The Radar“, „Wolf Creek“, „Dying Breed“ bekannt und glänzte neben Samuel L. Jackson in dem Action-Thriller „Snakes on a Plane“. Er spielt die Rolle von Michael.
Das ehemalige Boygroup Mitglied Jesse McCartney (Band: Dream Street) heißt im Film Chris. Erste Rollenerfahrung konnte er bereits in der quotenstarken WB-Serie „Summerland“, im Teen-Kultklassiker „Keith“ und in „Beware of the Gonzo“ sammeln. Übrigens schrieb Jesse zusammen mit Ryan Tedder den Durchbruch-Superhit „Bleeding Love“, der Leona Lewis zum Star gemacht hat.

Mannster konnte leider nicht an den geplanten Pressevorführungen teilnehmen – was aber leider an uns lag, nicht am Verleiher und der dazugehörigen Promoagentur!

Aber wir konnten zum Glück noch Tickets für die örtliche „Heroes-Night“ ergattern und den Film bereits am vergangenen Mittwoch schauen.

Mit großen Erwartungen sind wir dran gegangen und wurden glücklicherweise dieses Mal nicht enttäuscht.

Chernobyl Diaries“ ist ein grundsolider gruseliger Film geworden. Sicherlich geht die ein oder andere Charakterentwicklung ein wenig verloren aber das Setting rund um die Stadt Prypiat macht da so einiges wett! Die Macher haben hier eine aussergewöhnliche neue Idee genommen und fesselnd umgesetzt. Wer sich also mal wieder ein bißchen gruseln will ist hier gut aufgehoben. Ich hoffe nur für Euch, dass Euer Kinopublikum nicht ebenso nervig und laut ist, wie das unsere. Denn Leute, die sich nicht auf den Film und seine Story einlassen können und alles ins Lächerliche ziehen müssen, haben hier einfach nix verloren. Für alle Liebhaber des Genres lohnt sich wirklich ein Kinobesuch! Zumal hier wirklich mal wieder ein bißchen was Neues geboten wird. Leider ist der Gruselspaß doch schnell  und vor allem plötzlich vorbei.

Obwohl ich nun bereits das Ende des Films kenne, freue ich mich schon auf den BluRay Release. Dieser Spaß muss einfach nochmal im dusteren Eigenheim genossen werden.

Eindeutig „DAUMEN HOCH“ für „Chernobyl Diaries“!

Viel Spaß im Kino

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Fotocredits:  Alcon Entertainment, FilmNation Entertainment, Warner Bros.



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