Dark Knight Rises: Mannster hat ihn gesehen!

Der Hype ist auf dem Höhepunkt. Das Warten hat fast ein Ende: Fans auf der ganzen Welt freuen sich auf den letzten Teil der Batman-Trilogie vom Meisterregiesseur Christopher Nolan. Nun, zumindest behauptet dieser Mann, dass dies sein letzter Batman-Film sein wird. Auch sein Hauptdarsteller Christian Bale sagt von sich, nie wieder in das Kostüm des Dunklen Ritters steigen zu wollen.

Nun denn, während im Büro noch diskutiert wird, wie die Story sein wird, war Mannster bereits am 18. Juli 2012 bei der Pressevorführung in Hamburg anwesend und durfte den Film vor allen anderen auf großer Leinwand sehen. Der große Saal des Kinos war bis fast auf den letzten Platz belegt. Eindeutig Indiz dafür, dass selbst die Fachpresse gespannt ist womit Nolan uns überraschen wird. Denn so voll waren Presse-Previews selten …!

Mit knapp 20minütiger Verspätung wird der Saal endlich dunkel und die versammelten Zuschauer verstummen. Auf der Leinwand erscheinen die Verleiherlogos und im Anschluss sehen wir Eis, das langsam aber sicher bricht … The Dark Knight Rises und uns läuft ein kalter Schauer den Rücken runter während Commissoner Gordon den Nachruf auf den jüngst verstorbenen Harvey Dent hält. Wir erinnern uns noch das Batman die Schuld für Harvey Dents aka Two Face auf seine Schultern genommen hat, nur um Gotham City nicht in Chaos versinken zu lassen.

Was folgt sind 2 Stunden und 45 Minuten Weiterführung der Geschichte um Batman und Gotham City.

Ich versuche die Geschichte wiederzugeben ohne große Spoiler zu geben.

Dark Knight Rises spielt insgesamt 8 Jahre nach den Ereignissen von Dark Knight. Die Strasse Gotham Citys sind vom Organisierten Verbrechen befreit und die Korruption wurde endlich beendet. Die Cops haben so gut wie nichts mehr zu tun. Dennoch ist Commissoner Gordon auf der Hut und traut der Ruhe nicht. Ausserdem plagen ihn Schuldgefühle nicht die Wahrheit über Harvey Dent und seine Taten als Two Face gesagt zu haben. Denn seitdem er und Batman diesen Pakt geschlossen haben, ist auch der Dunkle Ritter verschwunden.
Bruce Wayne indes hat sich auf seinem neu errichteten Wayne Manor zurückgezogen und fristet ein Dasein in tiefer Trauer, um seine große Liebe Rachel.
Selbst die jährliche Harvey Dent Gedenkfeier, die wie immer auf seinem Anwesen stattfindet, lockt ihn nicht aus dem Privatflügel seines riesigen Hauses. Nur eine junge gutaussehende Kellnerin darf ihm etwas zu Essen vorbeibringen. Doch die junge Dame entpuppt sich schnell als Meisterdiebin, die erst die Perlenkette von Bruces Mutter stiehlt und dann den eingerosteten Milliardär überrumpelt und flüchtet. Diese Frau fasziniert ihn …
Parallel dazu wird auf spektakuläre Art und Weise ein renommierter sowjetischer Physiker entführt. Der ehemalige Söldner und Terrorist Bane verfolgt seine ganz eigenen Pläne, um Gotham City ein und für alle Male dem Grund und Boden gleich zu machen.

Was lange währt wird endlich gut.

Nolan packt vor allen Dingen lose Fäden aus seinem Erstlingswerk Batman Begins zusammen und flechtet eine grandiose Story, um die Gesellschaft der Schatten und Raas‘ Pläne, Gotham in den Abgrund zu stürzen. Die Geschichte in Dark Knight Rises erstreckt sich im Gegensatz zum Vorgänger über mehrere Monate. Genug Zeit also um Chaos und Anarchie zu sähen.

Und genau an diese Stelle liegt auch der wirklich einzige Knackpunkt.
Da Nolan allem Anschein nie wirklich damit gerechnet hat eine komplette Trilogie umzusetzen, legt er sich in den knapp drei Stunden richtig ins Zeug neue Charaktere einzuführen, Fäden zusammenzufügen und dem Zuschauer ein glaubhaftes Ende für „seine“ Batman Reihe zu präsentieren.
Das Konzept geht schon auf, auch wenn man oftmals den Eindruck jeder Menge Hast und Eile hat, haben wir es bei DKR mit einem guten Film zu tun. Den direkten Vorgänger in den Schatten stellt er in meinen Augen allerdings nicht. Ich will hier gar nicht schon wieder auf den Joker eingehen und diese Darstellung in den Himmel loben aber Bane kommt einfach nicht so groß raus wie der Erzfeind. DKR hat eine Freigabe ab 12 Jahren bekommen und das merkt man dem Film einfach an. Die „Härte“ seines Vorgängers hat DKR bei weitem nicht. Dabei hätte gerade auch ein wenig mehr Härte dem Bane Charakter gut getan. Doch leider fehlt es hier an Zeit und auch der offiziellen Freigabe. Schade eigentlich …
Dazu kommt noch eine – in meinen Augen – schlimme deutsche Stimme für Bane. Ja, es ist Tom Hardys Synchronstimme aber ein Typ unter einer Maske hört sich doch nicht so an … Bei seinem ersten Kommentar wußte ich wirklich nicht ob ich lachen oder weinen soll! Nee Leute, da freue ich mich auf einen erneuten Kinobesuch, diesmal in englischer Sprachausgabe!

Was leider auch unglücklich gelöst ist, ist die Tatsache wie Nolan mit dem Charakter Alfred umgeht. Das hat er nun wirklich nicht verdient. Michael Caine meistert diese Rolle zwar meisterhaft aber halt nur in dem Maße, wie die Geschichtenerzähler es wollen. Aber das ist nicht Alfred …!

Überhaupt sind die Figuren in diesem Batman sehr viel emotionaler, als noch in den Vorgängern.

Aber das ist wirklich Jammern und Nörgeln auf hohem Niveau. DKR ist für Batman Fans ein absolutes MUSS im Kino! Nolan kriegt es wirklich hin und kann einen glaubhaften Bogen zu seinem Erstling schlagen und findet ein passendes Ende für seine Batman-Reihe und den wirklich passenden Ausstieg für alle Beteiligten seiner Cast. Und als passendes Bonbon serviert er seinen Nachfolgern einen guten Einstieg in ein paar Jahren einen neuen Batman-Film machen zu können. Wer weiß, wer sich hier findet und wie Batman dann ausschauen wird.

Ich für meinen Teil war begeistert von Dark Knight Rises. Der heimliche Liebling in diesem Film ist mit weitem Abstand Batmans neues Spielzeug, „The Bat“.

Ganz bewusst will ich hier gar nicht auf die neuen Charaktere eingehen. Denn nur so kann ich Euch wirklich den ein oder anderen Spoiler ersparen! Die Darsteller sind aber allesamt wieder auf hohem Niveau – hier hat Nolans Casting absolut sicher gesessen. Hier passt jeder Darsteller wie Faust aufs Auge. Selbst Skeptiker werden von Catwoman überzeugt sein. Sicher ging mir alles viel zu schnell und ich persönlich bin nicht zu 100% zufrieden mit dem Ende aber da blieb Nolan einfach nichts anderes übrig. Sagen wir also einfach: ich bin zu 90% zufrieden mit dem Ende.

Freut Euch auf Eure bereits geplanten Kinobesuche!

Freut euch auf Eure Double/ Tripple Features!

Freut Euch, denn Batman macht Spass und ist dabei keine typische Comic-Verfilmung.

Bereits in Dark Knight katapultierte uns die Handlung in ein glaubhaftes echtes Szenario – in Dark Knight Rises geht man doch wieder einen kleinen Schritt zurück ins Comicfach. Gerade was Zerstörung und medizinische Abwegigkeiten betrifft. Aber schaut Euch das bitte selber an und entscheidet Euch selber.

Dark Knight Rises wird die Gemüter spalten – bei dem Hype im Vorfeld ist das so gut wie vorprogrammiert!

Ich stehe auf der Seite, die ihn gut finden. Nicht Topp – aber immer noch gut!

Von daher bleibe ich auch bei meiner Karte für die Preview-Vorstellung am 25.Juli 2012!

… und dann kann ich mich auch endlich mit Menschen austauschen, die den Film bis dato noch nicht sehen konnten.

Dark Knight Rises startet offiziell am 26.Juli 2012 in unseren Kinos.

Mannster sagt: REIN MIT DIR INS KINO!

Fotocredits: Warner Bros. 


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