NEU im Kino: Der Schutzengel – Von und mit Til Schweiger

Deutsche Film sind für mich persönlich ja so eine Sache für sich. Neben den ganzen Rosamunde Pilcher und Hansi Hinterseer Filmen gibt es „nur“ den Tatort, diverse Liebeskomödien, Ralf König Verfilmungen und natürlich jede Menge Selbstdarstellungsfilme so genannter Comedians aus deutschen Produktionsstätten. Ja, selbstverständlich übertreibe ich mit meiner Aussage – was dachtet Ihr denn? Ich bin da sehr subjektiv was den Deutschen Film betrifft. So bin ich aber umso erstaunter und vor allen Dingen, angenehm überrascht wenn mal wieder eine deutsche Perle das Kino bzw. den heimatlichen TV-Schirm besucht.

Und so eine Perle wird jetzt im Kino starten.

Die Rede ist natürlich von Till Schweigers Mammutprojekt „Der Schutzengel“.

Ich denke dieser Film hat wirklich Potential und man kann getrost von einem gelungenen deutschen Actionfilm sprechen.

Kurz zur Story:
Max, ein ehemaliger KSK, erhält den Auftrag die junge Vollwaisin Nina zu beschützen. Sie ist die einzige Zeugin eines grausamen Verbrechens und steht somit auf der Abschussliste des skrupellosen Geschäftsmann Thomas Backer. Dieser hat bereits einige Topp-Killer auf Nina angesetzt.
Trotz ihrer Differenzen, Max ist ein Einzelgänger und Nina hat noch nie einem Erwachsenen vertraut, halten die beiden zusammen und trotzen den Gefahren. Ihre gemeinsame Flucht schweißt die beiden zusammen und vertrauen können sie nur noch Max‘ Ex-Kameraden Rudi, der mittlerweile an einen Rollstuhl gefesselt ist. Aber auch Max‘ Ex-Freundin und Staatsanwältin Sarah, schließt sich den beiden an. Aber so schnell geben Thomas Backer und sein Killerkommando nicht auf …

Als ich den Trailer im Kino sah, dachte ich direkt „Ups, ein deutscher Film und dann noch mit Till Schweiger – ob das gut gehen kann“
Ja, das kann gut gehen und hebt sich überdeutlich von den deutschen Actionfilmen á la Clown oder Alarm für Cobra 11 ab!

Was Till Schweiger hier als Darsteller, Autor, Produzent und Regiesseur vollbracht hat ist eindeutig gut und realitätsnah gelungen. Hier macht sich seine gründliche Vorarbeit, seine Recherche, das Training und die Einbeziehung echter KSK-Kräfte eindeutig bemerkbar und ist von großem Nutzen für die Gesamtkonzeption des Filmes gewesen.
Seine eindeutig guten Beziehungen zu der deutschen Schauspielcast tut sein übriges. Schart er hier doch Leute wie Heiner Lauterbach, Moritz Bleibtreu und Karoline Schuch neben sich und wirklich alle spielen sich gekonnt die Bälle zu und überzeugen in ihren Rollen. Endlich mal wieder eine deutsche Produktion ohne inflationär genutzte Comedians und doch sind einige Szenen in denen Schweiger und Bleibtreu miteinander zu tun haben, witzig gelungen und ringen dem Zuschauer ein Lächeln ab, obwohl die Thematik des Films alles andere als zum Lachen ist.
Besonders hervorzuheben ist die Darstellung der Nina. Gespielt wird diese von Luna Schweiger, Tills ältester Tochter. Sicher, der ein oder andere mag ihm hier Vetternwirtschaft und Klüngel vorwerfen aber die Tochter spielt ihren Vater locker an die Wand. Hier ist ein Nachwuchstalent am Start, da kann man noch gespannt sein!

Also, man mag von Till Schweiger halten was man will: Der Mann ist fleissig, setzt sich für seine Familie ein, kümmert sich, ist detailliert, genau und kann wirklich sehr viel mehr, als man ihm vielleicht zutraut.
Und das Herr Schweiger sich hier wirklich, sprichwörtlich „den Arsch aufgerissen hat“, kann an folgender Meldung festgemacht werden:
Die Premiere seines Films in Zürich musste Till Schweiger leider absagen – die offizielle Aussage lautet auf Zusammenbruch. Aber spätestens seit Jenny Elvers-Elbertshagen wissen wir wie hart das Showgeschäft ist. Und in den Talkshows der letzten Woche und auf dem roten Teppich sah Herr Schweiger wirklich nicht gut aus. Ruhe, sollte er sich also mal gönnen und danach endlich von seinem arroganten Ross absteigen

Ich für meinen Teil bin zumindest von „Der Schutzengel“ überzeugt und freue mich auf spannende Kinounterhaltung – Start ist der 27.09.2012!

Mehr Infos zum Film auf der offiziellen Facebook-Site

Fotocredits: Warner Bros. 

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