Neue Sounds am Start: Boys Noize – Out Of The Black

Heute mal was ganz anderes: Hamburgs Techno-DJ und Produzent Alexander Ridha aka Boys Noize veröffentlich sein neues Album „Out Of The Black“

Der ’82 geborene Hamburger ist seit 2004 eine feste Größe im deutschen Elektro. Zu seinen Kunden als Remixer zählen Größen wie Bloc Party, Depeche Mode, Feist, Kaiser Chiefs und andere. Im Jahr 2005 gründete er das in Berlin ansässige Plattenlabel „Boys Noize Records“.
Unter seinem Synonym Boys Noize hat er mittlerweile zwei Studioalben veröffentlicht: 2007 „Oi Oi Oi“ und 2008 „Power“. Zählen wir alle Remix-Aufnahmen dazu kommen wir auf insgesamt acht Studio-Releases.

In der Zwischenzeit hat Ridha sich einen guten Namen in der Szene gemacht, ist als Produzent fest etabliert und mit 29 Jahren dort angekommen, wo andere Kollegen im Genre erst anfangen.

„Es war gar nicht so einfach ein neues Album zu machen, weil ich im Grunde genommen immer unterwegs bin und ununterbrochen spiele.“ so Ridha in seiner aktuellen Bio.

Gut, dass er die Zeit nach 2jähriger Tour, Produktion für andere, doch noch Zeit für seine eigenen Dinge gefunden hat. Denn „Out Of The Black“ wurde von einem Topp-DJ arrangiert, für den Club produziert und da gehört das fette Ding auch hin. Die Sounds sind in allerbester Boys Noize Tradition produziert und vermischen altbekanntes mit immer neuen Richtungen und Arrangements. Kaum denkt man, das kennt man schon, belehrt uns der Künstler eines besseren und dreht die Sounds wieder um. Auf diese Art und Weise entsteht der typisch schizophrene Sound, der bereits bei den Vorgänger so lieb gewonnen wurde. „Oi Oi Oi“ und „Power“ werden hier also konsequent weitergeführt und schlagen ein neues Kapitel der Boys Noize Historie auf.

Die Single-Auskopplungen „What you want“ und „XTC“ bilden dabei den grandiosen Auftakt dieses Albums. Mein persönlicher Anspieltipp bildet allerdings Track 7 „Conchord“ – ein 6minütiges Effektfeuerwerk feat. Siriusmo, welches jederzeit in einem Horrorfilm Platz finden würde, wenn ich denn mal einen machen würde. Aber auch Track 6 „Circus Full Of Clowns“ weckt die ein oder andere Erinnerung an diverse Clowns, die nicht wirklich zum Lachen waren! Willkommen bei der musikalischen Neuverfilmung von Stephen Kings ES!

Die beiden siebenminüter „Reality“ und „Merlin“ finde ich indes nicht ganz so stark gelungen und lassen das Album ein wenig hinplätschern. Grundsätzlich dennoch aber keine schlechten Songs! Zum Ende wird gemeinsam mit Snoop Dogg nochmal richtig die Feierlaune ausgepackt. „Got It“ ist der Cliffhanger von „Out Of The Black“ und lässt uns einfach nach mehr gieren!

Wie Alex Ridha selbst von seinen Sounds behauptet: er ist immer auf der Suche nach was Neuem. Die Sounds müssen sich immer neu erfinden und wieder von neu verdrehen lassen. Der Mann macht einfach keine Kompromisse bei seinen Soundexperimenten und genau das ist es, was Boys Noize ausmacht und spannend ist.
Ridha arbeitet dabei vorrangig in den Abendstunden und bei Nacht. Herausgekommen sind Songs direkt aus der Dunkelheit – halt „Out Of The Black“!

Überhaupt sieht man der VÖ eindeutig an, dass sie von einem Independant Label veröffentlicht wird: der Fan bekommt ein sichtlich schönes DigiBook, in edlem schwarz mit kaum merklich-silbernem Covermotiv. Sehr schick gelungen. Auch der Umfang mit knapp 65 Minuten kann sich sehen lassen.

Hier das Tracklisting:

1. What You Want
2. XTC
3. Missile
4. Ich R U
5. Rocky 2
6. Circus Full Of Clowns
7. Conchord
8. Touch It
9. Reality
10. Merlin
11. Stop
12. Got It

Ich persönlich bin ja eigentlich eher der Anhänger des Death Metal – Six Feet Under u.ä. lassen grüßen aber Boys Noize hat es mir eindeutig angetan. Dafür laufe ich auch gerne wieder in den Plattenladen um die Ecke. Für Boys Noize „Out Of The Black“, welches heute, Freitag, den 05.10.2012 veröffentlicht wird, geht der Mannster-Elektro-Daumen ganz klar nach oben!

Mensch Boys Noize! Lass uns nicht wieder so ewig auf das nächste Album warten!
Aber halt … gut Ding will Weile haben! Außerdem können wir Dich ja in der Zwischenzeit auf Tour erleben:

06.10. Berlin, Columbiahalle (D)
09.10. Glasgow, O2 ABC (GB)
11.10. Dublin, Academy (IRL)
12.10. Manchester, WHP (GB)
13.10. London, Coronet (GB)
17.10. Zurich, Maag Halle (CH)
18.10. Thônex/Geneva, Salle des Fêtes (CH)
19.10. Lille, Fantastic Festival (F)
20.10. Nantes, Stereolux (F)
23.10. Oslo, Rockefeller (N)
24.10. Stockholm, Arenan (S)
25.10. Copenhagen, Vega (DK)
27.10. Vienna, Gasometer (A)
28.10. Bologna, Link (I)
31.10. Milan, Limelight (I)
01.11. Lyon, La Sucriere (F)
02.11. Paris, La Cigale (F)
03.11. Toulouse, Le Bikini (F)
04.11. Nimes, Paloma (F)
07.11. Barcelona, Razzmataz (E)
08.11. Madrid, Arena (E)
10.11. Ghent, I Love Techno (BE)
13.11. Amsterdam, Paradiso (NL)
14.11. Cologne, E-Werk (D)
15.11. Hamburg, Docks (D)
17.11. Munich, Kesselhaus (D)

Und hier im Web zu finden!

Fotocredits: Boys Noize Records


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