Kleiner, feiner Geheimtipp: Headhunters

Heute habe ich was ganz Feines für Euch: die Verfilmung von Jo Nesbo’s Bestseller „Headhunters“!

Die Geschichte:

Roger Brown hat alles was ein Mann seines Alters erreichen kann: er ist erfolgreicher Personal-Headhunter in einer renommierten Firma, hat eine wunderschöne blonde Gattin, die im Kunstgeschäft tätig ist, eine wunderschöne Bauhaus Villa und eine immergeile Geliebte! Eigentlich alles was man(n) sich wünschen kann!
Einziger Haken an der Sache: Roger ist nur 1,68m groß und das muss ja irgendwie kompensiert werden …
Sein teurer Lebensstil, die Geschenke für seine Frau Diana und die damit verbundene Unterstützung ihren Lebenstraum von einer eigenen Galerie zu erfüllen – das alles muss finanziert werden.
Selbst ein so guter Headhunter wie Roger verdient nicht so viel, dass er das alles so ohne weiteres finanzieren kann. Alles gar nicht schlimm, denn Roger vermittelt nur hochklassige Führungskräfte und die sind häufig bekannt für ihren guten Kunstgeschmack. Wenn Roger alle Informationen zusammen hat, räumt er ihnen die Bude leer und tauscht die teuren Kunstgemälde gegen Fälschungen aus. Da kommt schon einiges zusammen und mit Hilfe seines Kumpels beim Wachdienst auch noch idiotensicher und kinderleicht!
Sein neuester Klient, der smarte Geschäftsmann Clas Greve scheint nicht nur perfekt für den Geschäftsführerposten eines namhaften GPS-Herstellers zu sein – Nein, Greve ist auch im Besitz eines sündhaft wertvollen Gemäldes von Rubens, Wert ungefähr 100 Mio Euro. Damit wären Rogers Geldprobleme ein für allemal Geschichte. Also klaut er ohne Umschweife das teure Gemälde und will es wie immer zu Geld machen.
Aber irgendwie hatte Roger nicht auf dem Schirm, dass Clas Greve ein ehemaliger Elite-Soldat ist, einen äußerst aggressiven Kampfhund sein eigen nennt und auch noch – im Gegensatz zu Roger – größer als seine Frau Diana ist …

Headhunters ist ein Film über Ehrgeiz, Betrug, Eifersucht und Rache, eingepackt in ein spannendes Action-Format, welches rund 96 Minuten zu unterhalten weiß.

Der arme Roger stolpert von einem Mißgeschick ins nächste, den mordlustigen Greve immer dicht auf den Fersen. Da hilft auch das Abtauchen im Plumpsklo nicht mehr viel. Selten habe ich mit einem Hauptcharakter so mitfühlen müssen wie mit Roger. Aksel Hennie spielt diesen Charakter einfach genial! Seine Mimik macht einfach Spass anzuschauen. Egal wie, ich kann Euch einfach kein Beispiel nennen, ohne irgendwas von der Story und ihrem Verlauf zu spoilern. Und das wäre einfach zu schade! Alles was ich Euch raten kann: Schaut Euch diese gnadenlos Verfolgungsjagd an – am besten mit Eurer Frau zusammen. Denn gerade für die Damen ist Rogers Gegenspieler Clas Greve, also eigentlich Nikolaj Coster-Waldau, eine Augenweide und bei der Entwicklung im Film werden sie wieder froh sein, dass ihr auf der Couch neben ihr sitzt.
Sie wird zwar das ein oder andere Mal stöhnen und angeekelt wegschauen, denn der Film geizt nicht wirklich mit Headshots, blutigen Gedärmen oder ekligen Situationen. Aber nie im Übermaß, immer als Mittel zum Zweck und gut dosiert. Die FSK-Freigabe ab 16 Jahren ist mehr als gerechtfertigt.

Als Sprachen stehen Deutsch und Norwegisch zur Verfügung und neben den Trailern steht noch ein rund 20minütiges Making of (Norw. mit Dt. UT) zur Auswahl. Selbst das Bild der vorliegenden DVD machte einen grundsoliden Eindruck und braucht sich dabei nicht vor der BluRay zu verstecken.

Headhunters steht bereits seit einigen Wochen in den Videotheken und Händlerregalen – DVD und BluRay sind am 21.09.2012 erschienen. Das tut dem Tipp aber keinen Abbruch – diesen Film müsst Ihr Euch wirklich anschauen!

Headhunter Online

Fotocredits: Warner Bros. Pictures Germany

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