Geistiger Erguss – Rays Blick auf die Zeit

Alles auf NULL

Oder so… 5,5 – Fünfeinhalb – Jahre ist es her, dass hier etwas geschrieben habe! In diesen Jahren ist viel passiert.
Nun beginne ich wieder meinen geistigen Erguss an dieser Stelle und für Euch zu hinterlassen. Alles ist auf Null gestellt. Alles ist im reinen, alles ist offen.
Wir sehen uns.

Von Auslastungsreporten und anderen Maschinellen Analogien

Medien, Agentur und Dienstleister… Wer in diesem Bereich arbeitet weiß wovon ich spreche.

Die Welt ist im Wandel und aus Angst vor Rezession und der Nichterreichung von Planzielen greifen die einst so coolen und hippen Manager auf industrielle Strategien zurück. Menschen und Mitarbeiter werden neu sortiert – von Pädagogik keine Spur & und Menschenkenntniss schon gar nicht – Gefühle und Meinungen sind nicht erwünscht und werden auch nicht geduldet. Kritik an Entscheidungen ausüben ist gefährlich in diesen Tagen und wird bestenfalls ignoriert.

Gehirnamputierte Manager züchten neue noch Gehirnabputiertere Manager heran die willenlos Ihren Befehlen folgeleisten. Die einst so freie Branche wird von Prozessen zerfressen und macht sich selber kaputt. Mitarbeiter machen nur noch Dienst nach Pflicht und füllen brav ihre Stundenzettel aus. Freiwillige Arbeit gibt es dann nicht mehr!

Es ist schon sehr traurig für jemanden wie mich, einem Idealisten der Produkte und seine Arbeit liebt. Identifikation gehört für mich zur Arbeit dazu, ist die Identifikation futsch sinkt auch die Arbeitsbereitschaft.

An die Gehirnamputierten Manager: Mach Euren Scheiß nur so weiter, wie Ihr es gerade tut. Ihr werdet nach und nach abgeschossen werden und die Idealisten stehen schon in den Startlöchern um Euch zu zeigen, dass man nicht immer jedem anderen Gehirnamputierten-Vollidiot-Manager folgen sollte. Menschen ohne Herz, Meinung und Gefühl gehören auf den Müll und da landet ihr auch bald wieder.

Fuck You, Ray!

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Neuer Tag, neues Glück…

Es ist Frühling! Endlich! Die Sonne lacht, das Gemüt macht einen kräftigen Sprung.

Wir können wieder den Motor unserer Maschinen aufheulen lassen und an den Motorradtreffs in unserer Region ist endlich wieder was los und es bleibt Zeit für einen kleinen Schnack unter Bikern!

Wisst ihr was ich so am Motorradfahren liebe? In Montur und unter dem Helm, sind wir alle gleich. Klar trägt der Leder und der andere Tex, der eine Weste und der Andere Kombi: Aber wir stehen alle auf einer Stufe. Ob alt ob jung, alle teilen eine Leidenschaft: Motorrad!

Während der Frühling Deutschland aus dem langen Winterschlaf erweckt, regt er also nicht nur die Hormone an. Der Frühling regt auch kräftig unsere Abenteuerlust und unseren Entdeckerdrang an. Wie Nomaden die übers Land ziehen kommen die Männer auf ihren Maschinen wieder auf die Straße und gehören irgendwie alle zusammen.

Ride On, Ray!

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Bäumchen wechsel dich…

…nein, ich möchte nicht den Tannenbaum zum Osterbaum umfunktionieren!

Ich schreibe in meiner Kolumne viel über Heimat, Wurzeln, Loyalität und Treue. Und trotzdem besteht immer wieder der Wunsch diese Werte zu durchbrechen. Ist es irgendwann einfach an der Zeit das Bäumchen zu wechseln? Sollte man nach zu lange andauernden und Energie zehrenden Kämpfen einfach den Hut nehmen, wenn man nicht mehr weiter kommt? Vielleich frei nach dem Motto: Der klügere gibt nach.

Wir neigen oft dazu immer weiter zu machen, immer weiter zu kämpfen und unsere Energie an Stellen zu verschwenden wo wir schon längst hätten aufgeben sollen. Wir verrennen uns in negativen Dingen, obwohl die guten Dinge alle vor uns auf dem neuen Weg liegen der nur darauf wartet von uns begangen zu werden. Ohne große Anstrengung können wir diesen Weg gehen. Wir dürfen nur nicht zu lange warten, ein Weg der nicht begangen wird wächst irgendwann einmal zu und ist später kaum noch zu begehen. Verpassen wir die richtige Abzweigung, müssen wir auf die nächste warten und diese kann in sehr weiter Entfernung liegen.

Natürlich gehört eine gehörige Portion Mut dazu, einen Weg einzuschlagen von dem man das Ende noch nicht kennt. Aber wir kennen auch das Ende des Weges den wir gerade begehen nicht. Auch auf diesem kann eine Baustelle von anderen gebaut werden. Ungeplant und unangekündigt – einfach so. Vielleicht wird dieser weg, auf dem wir gehen, auch irgendwann einmal einfach abgerissen.

In Situationen – in denen wir neue Wege einschlagen können oder wollen – brauchen wir Verbündete, Freunde, Menschen die zu uns stehen und uns genau die oben genannten Werte Heimat, Wurzeln, Loyalität und Treue entgegen bringen und anbieten. Helfen diese Menschen und stärken uns den Rücken sind wir stark. Wenn wir stark sind haben wir keine Zweifel, wenn wir keine Zweifel haben sind wir sicher und wenn wir uns sicher sind in dem was wir tun kann uns nichts und niemand mehr aufhalten. Auf, auf! Auf neue Wege, neue Ziele und auch neues Glück. Pflanzen wir den Baum an einer anderen Stelle neu!

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Yuppieismus

Liebe Freunde meines geistigen Ergusses, ich war mal wieder kreativ und habe in meinem kranken Hirn ein neues Wort erfunden: Yuppieismus

Laut Google gibt es den Yuppieismus wirklich nicht. Dabei ist er Thema von Filmen, Politik, er wird beschrieben in Büchern und Zeitungen und er wird schon so lange besungen.

Der Yuppieismus beschreibt die voranschreitende Yuppisierung unserer Gesellschaft. Er umfasst die Stadtteilentwicklung und die Entwicklung unserer Gesellschaft. Im analogen sowie im digitalen Leben ist er zu finden und wächst unaufhaltsam weiter.

Der Yuppieismus lässt Mieten steigen und auch Stadtteile sterben, denn Yuppies sind ein Wandervolk.

Wollen wir mal sehen wann Wikipedia den Yuppieismus entdeckt und mich als Erfinder angibt.

Ray!

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Frühlingserwachen!

Die Temperaturen fallen Nachts nichts mehr unter den Gefrierpunkt und lässt sich die Sonne mal blicken, spürt man schon ihre Kraft.

Der Frühling kommt, ganz sicher!

Ich habe auch meinem Motorrad in der Garage schon einen Besuch abgestattet. Die Batterie wird diese Woche wieder eingebaut und dann geht’s zum TÜV, es hilft ja nichts 🙁

Dann kann der Frühling endlich voll durchstarten – und ich auch wieder. Ordentlich in die Sitzbank drücken lassen und den Angstrand an den Reifen verkleinern.

2012 – Mal schauen was Du uns bringst.

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Where I lay my head is home… oder doch nicht?

Alles ist in Bewegung! Ebbe und Flut, der Wind und die Wolken, die Vögel und die Fische. Nicht bleibt an seinem ursprungort. Es bleibt eben alles in Bewegung.

Dieser Tage hat der Winter uns fest im Griff und früh morgens oder spät abends, hat man den Eindruck die Welt steht still. Auf den Flüssen und Seen ruht das Wasser und ist zu Eis erstarrt. Doch auch der Winter zieht irgendwann weiter und weicht dem Frühling. Er hat kein Zuhause, oder hat es noch nicht gefunden.

So geht es auch uns! Uns Tieren der Spezies Mensch, auch wir ziehen oft weiter. Ob es nun tausende von Kilometern oder nur ein paar Kilometer sind, auch wir ziehen weiter.

Der Unterschied: Wir sind stets auf der Suche nach einem Zuhause!

Manchmal verlassen wir es und sind lange fort, doch kehren wir in unser Zuhause immer wieder zurück. Menschen ohne Heimat, ohne einen Ort den sie Zuhause nennen können einem leidtun. Man muss nicht immer in seinem Zuhause wohnen, aber man muss wissen wo es ist. Denn dann und nur dann, kann man zurückkehren, in den Ort den man sein Zuhause nennt.

Ihr fragt Euch sicher, was soll der scheiß? Gesabbel über Zuhause und Heimat. Ich sage es Euch! Diese Begriffe definieren Ziele und Wünsche, ohne die wir verlorene Seelen sind. Ziele und Wünsche definieren unseren Weg, den Weg den wir gehen werden. Wir müssen die Ziele und Wünsche erreichen wollen und sie uns vor unser geistiges Auge malen, dann werden wir sie auch erreichen!

Geht weiter, kämpft weiter und lasst Euch Eure Ziele und Wünsche niemals ausreden oder für unrealistisch erklären. Geht Ihr diesen Weg, kommt ihr irgendwann Zuhause an!

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Träume – Der Beginn der Traurigkeit

Junge, Du kannst alles haben und kannst alles sein was Du willst… Der Beginn der Träume und das Ende des Glücks. Die Ursache, dass wir so oft traurig sind liegt in den Wünschen und den Träumen die wir haben. Aber sind Wünsche falsch? Nein! Wir dürfen uns nur nicht darin verlieren.

Die Menschen in unserer heutigen Gesellschafft schuften und schaffen nur noch für ihr Ziele, die sie sich selber auferlegt haben, teils unerreichbar. Dabei tun die Politiker alles dafür, dass unsere Träume unerreichbar bleiben. Sämtliche Kosten steigen aber Gehälter nicht. Unternehmen geht es zunehmend schlechter und Mitarbeiter müssen ihre Arbeitszeit und somit ihren Lohn reduzieren. Hinzu kommt, dass die Staatskassen leer sind und diese wieder gefüllt werden müssen. Das Geld wird ins Ausland gepumpt und den Bürgern ziehen sie es aus der Tasche. Dies ist kein Stammtisch Geschwafel, das ist die Realität!

Ich für meinen Teil habe mit vielen Träumen abgeschlossen, zumindest temporär, denn die Hoffnung auf Veränderungen, auf Besserung stirb ja bekanntlich zuletzt. Gehalterhöhungen sind bei vielen Arbeitgebern ein Fremdwort und Ehre und Treue wird nicht mehr belohnt, sondern ausgenutzt. Leiste 180 Prozent, vernachlässige Deine Familie, vernachlässige Dich selbst aber wehe Du bist nicht gut drauf! Übernimm Verantwortung, damit ich meine abgeben kann.

Jeder schaut auf sich, jeder will gut dar stehen. NEIN, so ist nicht jeder! Und so werde ich auch niemals werden.

Wir müssen kämpfen und dürfen nicht aufgeben. Es gibt einen schönen Gedanke der seit Jahrzehnten durch die Hard Core und Oi! Szene getragen wird: UNITY! Wir stehen zusammen wenn es hart auf hart kommt. Hoffentlich ist nicht auch das nur ein Traum.

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Man muss nicht sterben um in der Hölle zu sein

Im Leben geht es nun einmal bergauf und bergab, dass ist Fakt.  Ich bin nicht gläubig und habe somit keine Angst vor der Hölle, noch freue ich mich auf das Paradies falls es mit mir einmal zu ende geht. Aber da komme ich ja eh  nicht hin. Es ist vielmehr das Leben das zugleich die Hölle und das Paradies für uns bereit hält. Man muss also versuchen jederzeit das Beste daraus zu machen. Leider ist das Leben eines jeden vielen äußeren Einflüssen unterlegen und manchmal befindet man sich eben in der Hölle. Der Druck von außen wird so groß, dass er einen zu zerquetschen droht.

Was man dagegen tun kann? Aufstehen, weiter kämpfen. Nur Sieger stehen da auf wo Verlierer liegen bleiben, denn Du bist was Du denkst und Du wirst sein was Du willst! Wir können nicht beeinflussen, wann es in unserem Leben bergab geht. Doch wir können bestimmen, wann es wieder bergauf geht.

Stay Brutal, Ray.

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Das Ziel ist klar, oder nicht?

Was tue ich und warum tue ich es eigentlich? Warum verbringe ich so viel Zeit damit meine Gedanken, Ideen und Erfahrungen auf Mannster nieder zu schreiben. Warum teile ich meine Lieblings Musik und Filme mit Euch? Die Antwort: Es macht mich glücklich!

Mein Antrieb ist nicht finanzieller Natur, sondern reiner Idealismus. Es macht mich glücklich wenn ich sehe, dass Menschen das hier lesen und Menschen auf dieses Portal kommen, weil sie nach Bands suchen die ich ebenso mag. Mal ganz ehrlich, dass ist doch Rock’n’Roll!

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Eine Liebeserklärung an die Heimat

Nichts ist schöner als sie

Keine ist so treu wie sie

Sie fängt mich auf wenn ich falle

Und tröstet mich wenn ich traurig bin

Sie schenkt mir Licht wenn es dunkel ist

Und auf ihrem Kiez regiert noch das Wort Ehre

Die Schiffe und die Kräne im Hafen

Haben niemals Zeit zum schlafen

Klar, liebe ich auch die Seen und die Berge

Aber Hamburg, mein Hamburg! Du bist die Stadt In der ich sterbe!

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Rennen, nicht laufen!

Heute früh an der Ampel begegnete mir ein wunderschöne Analogie zu Thema Leistung. Ich stand an der roten Ampel und neben mir tauchte plötzlich eine Aprilia Tuono RSV 4 auf. Die Ampel wurde grün und der Fahrer rauschte quasi davon. Als ich mit meiner XT auf 50 km/h war, brause er schon mit 80 km/h über die Reeperbahn. Ich möchte noch einmal erwähnen, dass ich sehr sportlich fahre 😉

Den Vergleich könnte man auch mit einem Ferrari und einem Opel Astra durchführen, das Ergebniss ist das Gleiche und jeder Motorrad Fahrer würde sagen, dass man nicht Apfel mit Birnen vergleichen kann. Absolut richtig! Ich möchte nicht vergleichen, sondern Bildlich darstellen wie es im Leben ist: Stimmt das Werkzeug – Stimmt die Leistung. Stimmern die Voraussetzungen – Stimmt das Ergebniss.

Nicht dass wir nicht selbst etwas daran ändern können, aber der Weg ist deutlich länger und steiniger.

Im Leben und im Job begegnen uns diese Aufgaben und Aufträge immer wieder und man muss sich fragen, was denn nun zuerst war. Die Henne oder das Ei. Soll ich mir erst eine Konserve kaufen damit ich was zu fressen habe und versuchen diese mit einem Löffel zu öffnen und verhungern, weil ich es nicht schaffe? Oder sollt ich mir erst einen Dosenöffner kaufen und eine kleine Konserve die mich gerade so am Leben hält?

Und denkt bitte dran, wenn Ihr das nächste mal an der Ampel neben mir steht, seid nett zu mir 😉

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Vertrauen, eins der wertvollsten Güter unserer Zeit

In großen Hollywood Blockbustern sehen wir immer wieder Filmhelden, die Einzelgänger sind, niemandem vertrauen und sich nur auf sich selbst verlassen. Aber im echten Leben , bei uns Normalos sieht es ganz anders aus. Meiner Meinung nach erteilen wir zu vielen Leuten, viel zu schnell unser Vertrauen.

Wir vertrauen auf die Loyalität von Freunden und Kollegen, wir vertrauen auf Können und Wissen, wir vertrauen auf Verschlossenheit und Treue. Aber wie oft wird man von diesen Leuten enttäuscht? Wie oft wird das Vertrauen, dass man einem entgegenbringt, missbraucht. Vielleicht sind wir selber Schuld, dass wir enttäuscht werden, denn unser Gegenüber hat nie gesagt dass wir ihm vertrauen sollen. Ich für meinen Teil glaube immer an das Gute im Menschen und vertraue sehr schnell, weil ich jedem eine Chance geben will und unbefangen sein möchte. Man muss sich aber eine Deadline setzen an der das entgegengebrachte Vertrauen noch einmal überprüft und überdacht wird, das vergesse ich zu gerne.

Vertrauen, Loyalität und Freundschaft ist ein so wichtiges und seltenes Gut unserer Zeit geworden, dass man es immer wieder prüfen und bewerten muss. Wer diese Werte nicht ausfüllt, hat nichts in meinem Umfeld zu suchen. Finde ich jemanden der diese Werte erfüllt, bin ich dankbar dafür ihn zu kennen.

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Urlaubszeit heißt Freizeit

Es ist Sommer und Sommerzeit heißt Urlaubszeit. Doch bedeutet Urlaub auch Freizeit? Für viele ist der Urlaub heilig und das ist auch richtig so. Nicht umsonst wird vom Gesetzgeber vorgeschrieben, dass ein Arbeitnehmer mindestens einmal im Jahr zwei Wochen am Stück Urlaub nehmen muss. Doch kann man im Zeitalter von Handy, iPhone und Laptop wirklich noch ausschalten? Also wirklich ausschalten? Dieses Knöpfchen mit dem roten Kreis am Handy und am Laptop drücken? Das Wichtigste ist, diesen Knopf im Kopf zu finden! Es ist jetzt 04:17 Uhr, ich habe Urlaub und kann nicht mehr schlafen. Nicht weil ich aus meinem Rhythmus nicht rauskomme, sondern weil mein Kopf voll mit Arbeit und Sorgen ist. Kommt Euch das bekannt vor?

So geht es vielen Menschen unserer Zeit. Es ist nicht entscheidend wo und mit wem Ihr physisch Urlaub macht, sondern wo Euer Kopf Urlaub macht. Bleibt dieser Zuhause, wird das Abschalten sehr schwer.

Wie steht es um Euer Handy im Urlaub? Ist es aus? Habt Ihr zwei Handys? Eines für den Urlaub und eines für die Arbeit? Wäre schon sinnvoll, denn leider ist man immer erreichbar und überall. Der Arbeitgeber erwartet dies ja sogar. Der verantwortungsvolle Arbeitnehmer hört auch im Urlaub mindestens einmal am Tag seine Mailbox ab. Sonst lässt er seine Kollegen ja im Stich! Das Abhören wiederum muss schon fast heimlich passieren, damit die Familie das nicht mitbekommt, denn die mag es gar nicht, dass der Herr nicht abschalten kann.

Teufelskreis, würde ich sagen.

Ich habe noch nie so oft wie dieses Jahr gehört, dass Leute zumindest zeitweise, einfach mal aussteigen. Mal mindestens einen Monat ohne Handy, Computer, Twitter, Facebook und E-Mail auskommen. Sich selber zwingen weder den Status und die Aktivitäten der anderen zu lesen, noch seinen eigenen Status und derzeitigen Aufenthaltsort in die Welt hinaus zu blasen. Einfach mal an einen Ort fahren an dem einen niemand erwartet oder vermutet. Neue Menschen treffen, die einen nicht kennen und vielleicht mal eine ganz neue Seite an sich selber erkennen. Das täte sehr vielen Menschen mal wirklich gut, leider schaffen diesen Schritt nur die wenigsten.

Um einmal komplett auszuklinken, benötigt man natürlich auch eine gefüllte Geldbörse. Leider ist diese auch nicht jedem gegeben. Denn auch wenn man nur mit dem Auto, Zug oder Motorrad umher fährt und im Zelt übernachtet muss man sich verpflegen und wenn man im Urlaub über Geldsorgen zu plagen hat, ist die Erholung auch schnell wieder dahin und man wird gewaltsam in den Alltag zurückgerissen.

Ihr seht, unsere Zeit bietet viele Tücken und Fallen und so leicht kann man ihnen nicht entkommen.

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Letzten Endes geht es doch immer ums Geld

Wie war das? Was meinte der Schrauber meines Vertrauens letztens in der Werkstatt zu mir als ich sagte auf die paar Mark kommt es nun auch nicht mehr an? Er meinte: Doch, letztendlich kommt es immer aufs Geld an! Und was soll ich sagen, er hat Recht behalten. Es gibt gib dieses Jahr also keine Premium-Reifen für mein Motorrad und sogar die Wartung für Bremsen und Flüssigkeiten steht zur Zeit zur Disposition. Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt, wie wahr. Vorgestellt hatte ich mit das eigentlich anders!

Aber wie soll man(n) auch so klarkommen? Netto gibt es immer weniger und Gehaltserhöhungen sind auch nicht drinnen. Ich frage mich immer ob die dafür verantwortlichen Personen sich immer klar über Ihre Verantwortung sind? Ich meine nicht die Luxusprobleme die jeder hat. Ich meine alltägliche Probleme, Situationen in denen der monatliche Geldfluss einfach nicht mehr reicht und dass obwohl man Vollzeit arbeitet :-o! Kann sowas sein? Darf sowas sein? Die ganze Welt spricht von Altersvorsorge und Zusatzversicherungen, aber wer kann sich eine gute Vorsorge noch leisten?

An Luxus ist in diesen Tagen nicht mehr zu denken, wir müssen froh sein den Alltag bestreiten zu können.

Aber, was ist der Ausweg? Noch mehr Arbeiten? Lotto spielen? Kriminell werden? Keine Ahnung! Ich habe noch nie in meinem Leben Lotto gespielt und, by the way, kriminell war ich auch noch nie. Mehr Arbeiten ist leider auch nicht möglich, es wird dieser Tage eh verlangt, dass jeder Arbeitnehmer auf 180% Leistung läuft und Urlaub bitte nie länger als eine Woche am Stück und dass auch nur, wenn Du dein Handy am Start hast!

„Wenn Du sagst, Du kannst mit gutem Gewissen in den Urlaub gehen, dann ist alles ok!“

Ein Bekannter von mit (Soziologe) sagt dann dazu, dass ist Neo-Liberalismus! Eigenverantwortung, Leistung. Der sichere Pfad zum Burnout!

Neben all dem Ganzen beruflichen Trouble, gibt es ja noch ein Privatleben. Privatleben??? Ach ja, dass war das wo ich selber Probleme habe. Die habe ich ja bei all dem Business-Stress, ganz vergessen. Geldprobleme? Ups! Wie geht denn das? Ich arbeite mindestens 50 Std pro Woche, spiele mit Hunderttausend-Euro-Deals herum, lasse mich feiern und jetzt kommt dieses miese, private Leben noch dazu. Hopp, hopp: Von Leben zu Leben, von Welt zu Welt. Die Verantwortung beider Welten erdrückt mich, zum Glück meistens abwechselnd. Hoffentlich bleibt es dabei!

Solange man jeden Tag, Morgens und Abends noch aufdrehen und Energie bereitstellen kann läuft es so weiter. Irgendwann wird es schon wieder besser…

Und so muss ich dem Schrauber meines Vertrauens wieder einmal zustimmen: Letzten Endes geht es doch immer ums Geld!

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Heimweh vs. Fernweh

Die große weite Welt liegt vor uns. Die schönsten Seen, Meere und Berge sind über die schönsten Straßen der Welt erreichbar. Manchmal zieht es einen in die Ferne, einfach den Motor anlassen und ab richtung Freiheit. Landschafts- und Luftwechsel tuen einfach mal gut. Doch irgendwann zieht es einen wieder in die Heimat. Der Ort, den man Heimat nennt, zieht einen immer wieder zurück und auch als reisender weiß man wo seine Basis liegt. Die sichere Basis die jeder Mensch braucht. Heimat gibt uns stärke und stärkt unser Selbstvertrauen.

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Von ganz unten nach oben und wieder zurück

Im Leben geht es mal Bergauf und mal Bergab. Manchmal hat man selbst den Eindruck es geht mehr abwärts als aufwärts. Vor kurzen schrieb ich, es ist „Alles eine Sache der Einstellung“. Hab ich mich da selber überlistet? Oder war das der aufflammende Optimismus? Auf jeden Fall möchte ich meine Aussage an dieser Stelle wiederrufen, die Einstellung kann nicht alles wieder gerade Biegen.

Wir verbiegen uns doch selbst täglich. Sei es auf der Arbeit für den Chef, Zuhause für die Frau oder am Party-Wochenende für die Freunde. Ganz treu sind wir uns alle nicht mehr. Warum haben wir Menschen immer den Eindruck wir müssen ein vorgefertigtes Leben führen? Als Kind und Jugendlicher hat man doch gemacht was man wollte, alle konnten einen mal am Arsch lecken. Aber irgendwann beginnen wir auf die gerade Bahn zu geraten und werden „normal“, wir wollen sogar „normal“ werden. Warum verdammt? Träume werden bei Seite geschoben und irgendwann verliert man sich selbst und tut nur noch Dinge, die Andere von einem erwarten. Warum? Sind wir glücklich dabei? Bist Du glücklich dabei? Bin ich glücklich dabei? Die Antwort habe ich noch nicht gefunden, vielleicht werde ich diese Antwort auch erst an meinem letzten Tag finden, vielleicht aber auch nicht.

Bis es soweit ist, will ich versuchen wieder etwas mehr ICH zu sein und nicht der, oder besser die (plural), der/die ich sein soll.

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Genie, Multitalent oder doch nur Mädchen für alles?

Manch Einem wird sein Talent oder besser, werden seine Talente zum Verhängnis. Schnell werden diejenigen, die einfach viel können zum Mädchen für alles. Dabei sollte man gerade bei denen, wo man merkt dass sie irgendwie alles können, Möglichkeiten zur Weiterentwicklung bieten.

Heutzutage gibt es für jeden Scheiß Fachkräfte. Es gibt Manager jeglicher Art, Direktoren, Techniker, Geschäftsführer, Vorarbeiter, Programmierer, Grafiker und, und, und… Und dann gibt es noch jene, die fast alles können und Ihre feste Rolle nie wirklich finden können.

Ist dass eigentlich schlecht oder gut? Kommen diese Menschen irgendwie weiter oder werden sie ewig ausgenutzt? Sind diese Menschen vielleicht selber an ihrer Misere Schuld?

Fragen über Fragen und sie können schwer beantwortet werden! Fest steht, wie auch immer wir diese Spezies nennen, ob nun Genie, Multitalent oder Mädchen für alles, sie hat echte Qualitäten zum alleinigen Herrscher über Unternehmen. Nehmen wir Steve Jobs, er ist ein gutes Beispiel wie solche Menschen auch Erfolg haben können. Steve Jobs kann von allem etwas und vertraut und glaubt nur sich selbst. Er ist sein eigener Berater in Sachen Design und Technik, Funktionalität und Wirtschaftlichkeit. Er ist ein echtes Multitalent und wäre in einem anderen Unternehmen vielleicht nur das Mädchen für alles geblieben…

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Alles eine Frage der Einstellung

Wird der Tag Heute gut, wird er schlecht? Würde mich jetzt jemand fragen, würde ich wohl antworten: Ich weiß es nicht! ABER, stimmt das? Ich bin fest der Überzeugung, es ist alles eine Sache der Einstellung. Natürlich gibt es immer mal wieder Ereignisse, die uns aus der Bahn oder der geplanten Routine werfen können, aber im großen und ganzen kann man die Tagesform selbst bestimmen.

Deshalb liebe Mannster: Heute wird ein spitzen Tag!

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