Heute erscheint ein neuer, lohnenswerter Vampirfilm auf BluRay und DVD.
LET ME IN
Da der Film eine Vorgeschichte hat, wollen wir Euch diese natürlich nicht vorenthalten.
Im Jahr 2004 wurde in Schweden ein Roman mit dem Titel Låt den rätte komma in (in dt. ungefähr “Lass den Richtigen hinein”) veröffentlicht. Der Roman stammt aus der Feder von John Ajvide Lindqvist. Seine Geschichte spielt Anfang 1980 in Stockholm und handelt vom 12jährigen Oskar. Seine Eltern leben in Scheidung und in der Schule wir er von Mitschülern regelmässig gehänselt.
Als eines Nachts im Nachbarhaus die gleichaltrige Eli mit “ihrem Vater” Hakan einziehen, ahnt Oskar noch nichts von ihrem dunklen Geheimnis.
Die deutsche Ausgabe des Buches erschien im Jahr 2007. Ausserdem war der Roman mehrere Monate in den Bestsellerlisten von Stern und Spiegel vertreten.
2008 wird der Roman von Thomas Alfredson unter dem Originaltitel verfilmt.
Als Setting dient eine Wohnsiedlung im winterlichen Blackeberg (Stockhom). Hier lebt der 12jährige hellhäutige Oskar mit seiner Mutter. Da seine Eltern sich scheiden lassen und Oskar von seinen Mitschülern drangsaliert wird, kapselt er sich vollkommen ab. Bis weit nach Sonnenuntergang sitzt er auf dem Spielplatz im Hof der Siedlung und genießt Süssigkeiten, die er mit geklautem Geld von seiner Mutter ergaunert hat. Eines Nachts ziehen die gleichaltrige Eli und der Rentner Hakan ins Nachbarhaus ein.
Bei einem seiner abendlichen Besuche auf dem Hof, trifft Oskar auf die blasse und barfußige Eli. Oskar findet Elis Verhalten sehr seltsam, fühlt sich aber dennoch sofort zu ihr hingezogen und freundet sich mit ihr an. Eli erwidert die Freundschaft nach kurzem Zögern. Schon bald kommunizieren die beiden Kindern durch die Wand via Morsezeichen, während in der Nachbarschaft seltsame Morde geschehen …
Der Film war einer der Überraschungshits des Jahres und brachte neben diversen Festivalpreisen jede Menge positives Kritikerfeedback ein.
Daher wurde direkt Ende 2008 bekannt gegeben, dass Hollywood sich um ein passendes Remake bemüht und den Cloverfield-Regiesseur Matt Reeves wird mit der Umsetzung betraut.
Ein Aufschrei geht durch die Filmgemeinde: hat der Originalfilm sowohl Kritiker und Fans überzeugt, gelten Hollywoods Remakes in Fachkreisen doch eher als seelenlose Geldmaschinen, die für ein breites Publikum gestrickt werden. Häufig geht der Charme des jeweiligen Originals komplett verloren und bringt den wahren Filmfan fast zum weinen.
Im Remake aus dem Jahr 2010, wurde die Handlung natürlich nach Amerika verlegt. Die Story spielt Anfang der 80er Jahre, im verschneiten Los Alamos in New Mexico und handelt nun vom Aussenseiter Owen. Owen wird von seinen Mitschülern drangsaliert und flüchtet sich ebenso in seine eigene Welt mit Süssigkeiten, Rachegedanken und Traurigkeit. Eines Nachts ziehen Abby und ihr großväterlicher Begleiter in die Nachbarwohnung …
Als ich im letzten Jahr eher am Rand mitbekommen habe, dass der Film “Let me in” in den deutschen Kinos startet, war mir im ersten Moment gar nicht bewusst, um was für einen Film es sich handelt. Dann sah ich den ersten Trailer und ich dachte “Das kennst Du doch! Hat Hollywood es doch getan?!”
Ja, hatten sie. Ich hatte vollkommen aus meinem Kopf gestrichen, dass HW an einem Remake des schwedischen Meisterwerks “So finster die Nacht” arbeitete.
Aber da konnte der Film ja nichts für – also landete das US-Remake auch auf der Merkliste.
“Let me in“, so der Titel des US-Remakes, startete im letztenDezember (2011) in den deutschen Kinos und heute liegt uns die passende DVD vor.
Was kann man an dem Remake eines richtig guten Films, mit guter Idee, Erzählweise, düsteren und bedrückenden Bildern alles falsch machen? Richtig: so ziemlich alles!
“Let me in” macht es daher anders: er macht alles richtig! Denn: die oben aufgeführten Punkte wie Erzählweise, düstere und bedrückende Bilder werden auch im Remake sehr gut eingesetzt.
Ferner legt der Film wert darauf, den unterschwelligen Horror in den Vordergrund zu stellen. Sicher gibt es die ein oder andere Splattereinlage, aber alles dient dem Erzählfluss und wirkt in keiner Einstellung als Mittel zum Zweck! Das düstere Setting der Wohnsiedlung im tiefen Winter, die vorwiegend in der Dämmerung/ Nacht spielende Handlung und allen voran die beiden Darsteller von Owen und Abby machen den Film zu einem sehenswerten Genuss.
Die 15jährige Chloe Moretz spielt die junge Vampirin in beeindruckend realistischer Art und Weise. Geschickt umgarnt sie ihren Filmpartner, spielt die kindliche Naivität einer 12jährigen und gleichzeitig sagen ihre Augen “ich bin ein Monster”. Habe ich ihre Leistung bereits in KickAss bewundert, so muss ich jetzt sagen: DER WAHNSINN, die Kleine! Also wenn sie nicht die Rolle der Carrie im – TÄTÄTÄ – geplanten Remake bekommt, weiß ich es nicht! Aber auch Kodi Smit-McPhee spielt die Rolle des Aussenseiters hervorragend! Traurigkeit, Angst und Freude sind bei ihm nicht nur gespielt, sondern werden gelebt.
Beide zusammen ergeben eine neue Art von Coming-Of Age Darstellung, die ich so in noch keinem Hollywood-Schinken bewundern durfte. Gerade die Darstellung dieser jungen ersten Liebe, eingebettet in der Dramatik, dass diese Liebe eigentlich keine Zukunft haben kann, geben dem Film das gewisse Extra und heben ihn von anderen Filmen ganz klar ab.
Im Fokus der Bilder stehen eindeutig die beiden Charaktere und ihre langsam entwickelnde Beziehung zueinander. Der Film selber zeigt Erwachsene nur kurz, um die Geschichte voran zu treiben oder sogar komplett gesichtslos, um nicht von den beiden Hauptcharakteren abzulenken (Stichwort: Owens Mutter – auf gar keinen Fall das Gesicht zeigen, um nicht das Hauptaugenmerk auf Owens Hintergrundgeschichte zu legen).
Wer hier allerdings eine actionlastige Vampirerzählung erwartet, ist hier vollkommen falsch.
“Let me in” ist eine ruhige Erzählung über Aussenseiter, das Erwachsen-werden, die erste Liebe, eingebettet in einen Vampirmythos, der alles miteinander verbindet, was Vampirgeschichten ausmacht: Blut, übermächtige Kräfte, tödliches Sonnenlicht und natürlich die Tatsache, dass man einen Vampir ins Haus bitten muss. Er/ sie darf nicht ohne Aufforderung in die eigenen vier Wände … was passiert wenn er ungebeten über die Schwelle tritt: auch das sehen wir endlich mal in diesem Film!
Die vorliegende DVD macht einen grundsoliden Eindruck. Gerade auf wenn man die Bildqualität einer Blu gewöhnt ist, muss ich doch gestehen, dass das Bild auch hier sehr ausgewogen und scharf wirkt. Sprachausgabe ich wahlweise in deutsch oder englisch 5.1 Dolby Digital. Als zusätzliche Features bekommt der Käufer ein Making Of, Audiokommentare und wirklich sehenswerte, unveröffentlichte Szenen. Aber wie immer gilt: aller erst im Anschluss des 116 minütigen Hauptfilm ansehen. Die Features auf DVD und BluRay sind übrigens identisch. Der Film hat eine FSK 16 Freigabe, diese ist auch vollkommen legitim und in Ordnung.
Ach – einer der wichtigsten Punkte überhaupt!
Der Film erscheint unter der Schirmherrschaft der berühmten “Hammer-Films“!
Der Filmfan freut sich darüber umso mehr. Ist Hammer-Films doch seit den 30er Jahren eines der berüchtigten Film-Labels im Bereich der Horror-Gothic Filme. Zahlreiche Filmklassiker wie diverse Dracula-Filme mit Peter Cushing und Christopher Lee sind hier produziert worden. Im Jahr 79 erschien mit “Tödliche Botschaft” der letzte Film aus dieser legendären Filmschmiede.
Im Jahr 2007 wird das Produktionsstudio unter der Leitung des niederländischen Produzenten John de Mol mit dem einfachen Namen “Hammer” wieder reanimiert. “The Resident” war 2010 der erste Film aus dem Hause “Hammer” in dem auch Christopher Lee ins Traditionsstudio zurück kehrte.
Aber das nur so am Rande …
Schaut Euch jetzt erstmal “Let me in” an. Der Film lohnt sich!
Die DVD und BluRay erscheinen heute, am 19.April 2012.
Es ist mal wieder kalt und nass draussen, das TV-Programm lässt Euch völlig kalt und auch die typische Videothekenkost lässt Euch das Blut in den Adern gefrieren?
Dann greift doch mal zu einer deutschen Produktion!
Da seid Ihr strikt gegen?
Oh Mann, ich hoffe ich kann Euch eines Besseren belehren! Denn selten habe ich bei einem deutschen Film so sehr lachen müssen aber auch das ein oder andere Mal schlucken müssen.
Ich rede von “Arschkalt”, dem ambitionierten neuen Film vom Nachwuchsregiesseur André Erkau.
Im Film geht es um den Einzelgänger Berg (Herbert Knaup), einem Lieferanten für Tiefkühlkost, der seine Kunden hasst, nachts nicht schlafen kann, ein Miesepeter vor dem Herren ist und alles und jeden ignorant behandelt. Früher hat er mal die Firma seines alten Herren übernommen und noch immer gaukelt er ihm den Besitz vor wenn er in einmal wöchentlich im Altersheim besuchen kommt.
Durch einen ungemein blöden Zufall und wegen der Forderung seiner neuen holländischen Chefin Lieke van der Stock (Elke Winkens), wird der Tollpatsch Moerer (Johannes Allmayer) sein neuer “Partner”. Und den wird er erst wieder los, wenn er ihn zu einem richtig guten Verkäufer gemacht hat. Ein nahezu unmögliches Unterfangen.
Doch nach und nach taut auch der eisigste Fisch auf und Berg beginnt über sein Leben und über seine Zukunft nachzudenken.
Ich bin nicht wirklich ein Freund deutscher Produktionen. Zum einen liegt es am Design, an Bildkomposition, schlechten Dialogen, die sich zu sehr nach “auswendig gelernt” anhören oder aber an dem ewig gleichen Gesichtern der deutschen Film- und Fernsehlandschaft.
Das mag auch bei “Arschkalt” der Fall sein und doch verhält es sich hier anders. Ich habe sofort den mies gelaunten Charakter Berg ins Herz geschlossen. Wie er mit Kunden umgeht, um seine Artikel zu verkaufen, wie er die Kollegen mißachtet oder immer einen trockenen, arroganten Spruch auf den Lippen hat, das gefiel mir einfach. Als ihm dann der Chaot Moerer zur Seite gestellt wird und damit seine Routine durcheinander gerät, macht es Spaß zu sehen wie er mit der neuen Situation umgeht.
Ausserdem sehen wir, dass Berg nicht der harte Knochen ist, der er auf den ersten Blick zu sein scheint. Er besucht regelmässig seinen alten Herren im Altersheim. Diesem gehörte eine Fabrik, die er seinem Sohn zum Antritt des Ruhestandes überlassen hat. Berg bringt es einfach nicht übers Herz seinem Vater die Wahrheit über den Verlust der Fabrik zu sagen. Nach wie vor gaukelt er ihm vor, Besitzer des gut laufenden Betriebes zu sein. Als sein Vater seinen Geburtstag in der Fabrik feiern will, steht also das nächste Problem für Berg an. Zu guter Letzt fängt es an zu knistern zwischen Berg und seiner Chefin. Damit ist das Chaos perfekt. Zum Glück ist die Situation durch die diversen Umstände absolut chaotisch – das rettet den Film vor der typisch deutschen Schnulzenmentalität der deutschen TV-Landschaft. Herbert Knaup verkörpert den Charakter Berg geradezu realistisch. Die Rolle scheint ihm auf den Leib geschrieben zu sein. Der Zynismus macht Riesenspaß und die Darstellung ist durch die Bank gut. Gerade auch die Beziehung zwischen Berg und seinem Vater wird glaubhaft wiedergespiegelt. Beide belügen sich gegenseitig, um den anderen nicht zu verletzen und trotzdem hatte man jederzeit das Gefühl, dass beide das Geheimnis des anderen genau kennt und hier einfach nur das Spiel mitspielt. Genau diese Szenen zwischen Vater und Sohn ließen mich das ein oder andere Mal schlucken … man sieht ja unweigerlich Parallelen zum eigenen Leben. Der Tollpatsch, Lebenskünstler und Chaot Moerer wird gespielt von Johannes Allmayer, der dem deutschen Fernsehpublikum, trotz seines jungen Alter, aus diversen TV-Produktion bekannt sein sollte. Ausserdem spielte er eine Rolle in dem von Kritikern gelobten “Vincent will meer”. Auch Allmayer scheint die Rolle auf den Leib geschrieben zu sein. Nicht selten konnte ich mit Berg mitfühlen und hätte Moerer gerne aus dem fahrenden Auto katapultiert. Und trotz seiner Leichtigkeit oder gerade deshalb, hat auch Moerer Probleme im Leben, die auch endlich mal glaubhaft rüber gebracht werden. Und glaubt mir: ich muss ne Menge deutschen Kram gucken, den ich nicht sehen will … Elke Winkens als holländische Chefin der beiden war auch durchaus sympathisch anzusehen. Trotzdem glaube ich im Nachhinein, dass dieser Charakter nur eingebaut wurde, um auf ein Happy End des Filmes hinzuarbeiten. Den nach den gut 85 Minuten heißt es typisch deutsch wieder “Ende gut, alles gut”.
“Arschkalt”spielt bei im hohen Norden auf dem platten Land. Es gibt zwischendurch schöne Landschaftsaufnahmen zu sehen und das niedliche Kleinbürgertum, mit allen Facetten des Lebens gibt es zu bestaunen. Das Bild der vorliegenden DVD ist dabei klar und schön scharf. Was hier besonders hervorzuheben ist: die Schauspieler wurden nicht wirklich beschönt. Es gibt kaum auffälliges Make-Up, was den Film vielleicht noch realistischer erscheinen lässt und die Personen glaubhafter macht. André Erkau, der ja bereits mit diversen Filmpreisen ausgezeichnet wurde, hat uns hier eine schöne, jederzeit realistische Komödie über Menschen, Ihr Leben und Verhalten, Ihre Beziehung und abstruse Lebenssituation geliefert, die mit jeder Minute Spaß macht, nie langweilig oder aufgesetzt wirkt und einfach irgendwie “schön” ist.
Mit produziert wurde der Film, neben bekannten deutschen Filmförderungen von ZDF und Arte. Den Vertrieb für die Heimkinoauswertung übernimmt hier Warner Home Video Germany
Die DVD enthält den Hauptfilm in sauberen Dolby Digital 5.1, ein Making Of mit Herbert Knaup, extrem witzige Outtakes, Kino- und TV-Trailer, das Musikvideo “Nur die Liebe lässt uns leben”, dem Titelsong des Films und zu guter Letzt ein informatives Interview mit dem Regiesseur André Erkau.
Veröffentlicht wurde der Film bereits am 30.03.2012 – gibt es also bereits überall zu kaufen oder in der Videothek Deiner Wahl!
Mannster sagt: Endlich wieder eine deutsche Produktion, die sich lohnt anzuschauen! Absolute Empfehlung! Unterstützt diese Produktion, die hat es verdient!
Wir haben euch ja bereits vorbereitet (siehehier und da): Heute ist es endlich soweit!
Die lang erwartete Fortsetzung des Sci-Fi Horrorklassikers “Das Ding aus einer anderen Welt” erscheint auf DVD und BluRay in den Läden.
THE THING
Sicherlich gibt es gerade in den englischsprachigen VÖ-Ländern ein klein wenig Irritationen mit dem Titel. Heißt er doch genauso wie der 82er Film im Original. Was solls … bei uns hieß Carpenters Thing damals anders.
Mannster hatte bereits Gelegenheit das fertige Produkt ausgiebig anzuschauen und für Euch zu testen.
Dank der zuständigen Promotionagentur Voll:Kontakt können wir Euch sogar ein schickes “The Thing” Gewinnpaket zur Verfügung stellen – dazu später mehr.
Jedem aufmerksamen “Ding”-Fan ist natürlich nicht entgangen, dass “The Thing” keine Fortsetzung des 82er “Thing” darstellt, sondern die Vorgeschichte zum Carpenter-Film erzählt.
Für diejenigen unter Euch, die nicht genau Bescheid wissen: 1982: irgendwo in der Arktis gibt es eine norwegische Forschungsstation. Einige der Norweger sind auf dem Weg eine unnatürliche Signalquelle zu erforschen, als das Unglück passiert. Die drei stürzen mitsamt Schneeraupe in eine Gletscherspalte. Doch der Sturz dauert nicht ewig und die Schneeraupe bleibt stecken. Was die drei im Scheinwerferlicht zu sehen bekommen, ist schier unglaublich: Sie finden tief im Eis verborgen eine riesengroßes Ufo.
48 Stunden nach diesem Fund bekommt die amerikanische Paläontologin Kate Lloyd Besuch von einem alten Freund, der mittlerweile für einen angesehenen Wissenschaftler arbeitet. Von ihm wird Kate überredet an einer einzigartigen Expedition und Forschung an einer Kreatur teilzunehmen. Kate überlegt nicht lange, nutzt die Chance und man macht sich auf den Weg.
Kaum in der Station angekommen geht es auch schon zur Ausgrabungsstätte wo die Norweger ihren Fund kaum fassen können. Unweit des Ufos ist ein nicht-menschlicher Körper im Eis eingefroren. Das Forscherteam entschließt sich einen Eisblock rund um die Kreatur auszuschneiden, damit die Kreatur in der sicheren Umgebung der Station ausgiebig untersucht werden kann.
Doch während die Wissenschaftler ausgelassen ihren Fund feiern, bricht der scheinbar tote Besucher aus dem Eisblock und entpuppt sich als äusserst feindseliger Artgenosse.
Jedem, der Carpenters Version gesehen, weiß natürlich wie alles enden wird – ich muss aber gestehen:
Ich habe den Film mit jemandem gesehen, der keinerlei Wissen über den “alten” Film hatte. Also überhaupt keine Ahnung hatte worauf er bzw. sie sich einlässt. Heraus kam ein Filmabend der Extraklasse: Neben mir jemand der die ganze Zeit zusammenzuckt, absolut mitgeht und die Spannung kaum aushält, ich dagegen die Spannung geniesse und darauf warte, das wirklich alles wasserfest mit dem 82er Film zusammenpasst.
Und da muss ich gestehen. Die Macher haben ihre Hausaufgaben gemacht.
Erinnert euch an Kleinigkeiten: zu Anfang des Prequels ist das Ufo tief unter dem Schnee begraben, bei Carpenter ist es mehr oder weniger freigelegt (siehe auch die Bilder aus unserm letzten Bericht), der total deformierte Körper, den die Amerikaner finden oder aber die totale Zerstörung der norwegischen Forschungsstation, die blutige Axt in der Wand. Alles wurde stimmig zusammengeführt und scheinbare Lücken doch zum Ende des Films geschlossen. Gerade wenn man die Filme kurz hintereinander schaut passt es wirklich zusammen. Schaut auf jeden Fall auch den Abspann an und achtet auf die Musik …
Gut, ich gebe aber auch zu: eine Kleinigkeit gibt es, die nicht zu 100% passt aber gut, das will ich mal stehen und durchgehen lassen.
Bei den Darstellern hatte ich häufig den Eindruck, dass sie nur als Mittel zum Zweck dienen. Selbst der Charakter von Kate, dargestellt von Mary Elizabeth Windstead (Scott Pilgrim) hat bei mir keine Verbindung aufgerufen. Bei den meisten Filmen dieser Art entwickelt man ja eine “Beziehung” zu den Charakteren aber hier irgendwie nicht. Das Geschehen läuft so schnell ab, dass die Charakterzeichnung und deren Beziehung zueinander nur angeschnitten wird, sich kaum entwickelt und man eigentlich auch gar nicht mitleidet wenn wieder einer abtritt.
Davon abgesehen fand ich die Darstellerin nicht wirklich gut ausgewählt. Ich kenne sie aus dem Film Scott Pilgrim, sehe sie daher in einem ganz anderen Charakterlicht, als wie sie hier darstellt. Scheint aber mein persönliches Problem zu sein, da mein Mitgucker wirklich mit ihr gelitten hat und sie durchaus glaubhaft umgesetzt empfand.
Von den weiteren Charakteren will ich gar nicht anfangen. Zu häufig geht eine Schublade auf, der Charakter wird reingesteckt und schafft es dann nicht wirklich zu überraschen und doch nicht der zu sein, den man vermutet. Gerade auch zu sehen bei dem Leiter der Forschungsgruppe: der war am Anfang des Film das Arschloch, war es den Film über und zum guten Schluss auch noch.
Kommen wir zum eigentlichen Star des Films: Das Ding Da haben sich die Macher mal so richtig ins Zeug gelegt! Schon im Jahr 19982 hat man hier Maßstäbe gesetzt in Puncto Design, Tricktechnik und selbstredend den Horror- und Gore-Effekten. Knapp 30 Jahre später legt man hier die Meßlatte wieder ein Stück höher. Das Team hat klassische Puppentechnik mit neuesten CGI-Effekten vermischt, um den bestmöglichen Horror zu garantieren. Die Rechnung geht auf. Das Ding ist in Metamorphosen furchteinflößender als jemals zuvor. Der Blut- und Ekelfaktor wurde nochmal höher geschraubt und grenzt wirklich an der Grenze zum guten Geschmack. Wirklich; bei diesem Horrordesign und diesen Ideen hat man ganze Arbeit geleistet. Dennoch schaffen die Macher niemals plump in ihrer Gewaltdarstellung zu sein und sich immer innerhalb der Vorgaben der Originals zu bewegen. Obwohl das Ding nicht zimperlich mit seinen Opfern umgeht konnte der Film eine FSK-Freigabe ab 16 Jahren erreichen. Wieder gilt hier meine Aussage: 16jährigen Bekannten würde ich den Film nicht zeigen, die 16jährigen Nachbarn werden darüber gähnen.
Ich war in den knapp 105 Minuten des Films angenehm überrascht: hat Carpenters Ding noch viele Filmmonster bzw. das Gegnerdesign in unzähligen Games inspiriert konnte ich in diesem Film so einige Monster aus Videogames wiedererkennen. Das war schon sehr spannend zu sehen und machte extrem Spaß.
Leider gibt es einen Wehrmutstropfen, den ich nicht ungenannt lassen möchte:
Ich hatte den dauerhaften Eindruck, dass es sich um mehr als “ein Ding” handelt. Hier ist einer befallen, da der nächste und parallel hier wieder einer. Das war in der alten Verfilmung schöner umgesetzt: hier “hüfpt” das Ding wirklich von einem zum nächsten Wirt und die Bedrohung breitet sich nur langsam aus. In diesem Film ist andauernd einer befallen und das mitunter auch parallel. Ich finde das passt nicht ganz so ins Konzept der “Serie”. Wenn ich allerdings auch noch das Game zum Film aus meinem Kopf krame: ja, da waren auch mehrere Viechern auf einmal unterwegs. Aussderdem kann diese “Mehrfachbedrohung” durch verschiedene Umstände im Film erklärt werden. Trotzdem fiel es auf.
Alles in allem ist die Story und der Verlauf von “The Thing” natürlich vorhersehbar bzw. bekannt und bietet kaum Potential für Neues.
Ich denke, darum ging es den Machern auch nicht. Sie wollten eher ein gelungenes Prequel schaffen und Fans neues Material liefern. Ich fühlte mich zumindest sehr unterhalten und hatte Spass mit dem Film. Vor allem wenn es um die vielen kleinen Hinweise an Carpenters “Thing” geht. Hier zaubert der Film ein Lächeln auf das Gesicht des Kenners.
Auch wenn Nicht-Kenner damit dann gerade nichts anfangen können.
Die uns vorliegende BluRay überzeugt mit knackig scharfen Bildern. Dachte ich beim Firmenlogo noch “Oh bitte, nicht so viel Filmkorn bitte!” wurde ich bei den ersten Schneelandschaften eines Besseren belehrt. Jederzeit können Details begutachtet werden und auch bei Standbildern kann das Material überzeugen. Auch beim Sound war ich angenehm überrascht. Auch bei geringer Lautstärke sind die Dialoge klar zu verstehen und wenn die Post abgeht muss ich nicht direkt zur Fernbedienung greifen, um die Lautstärke runter zu drehen. Sehr gelungen fand ich hier, dass die Norweger mitunter in ihrer Landessprache kommunizieren. Das macht den Film glaubwürdiger und überzeugt vom Setting.
Leider hatten wir keine Gelegenheit mehr die diversen Bonus-Features der Blu zu checken. Im Einzelnen handelt es sich hier um unveröffentlichte und erweiterte Szenen, diversen Features zur Entstehung des Dings und den Audiokommentaren des Regiesseurs Matthijs van Heijningen und dem Produzenten Eric Newman.
Hier hätte ich mir vielleicht noch ein Interview mit der alten Cast aus dem Jahr 82 und ihren Meinungen zum neuen Film gewünscht.
Universal veröffentlicht “The Thing” heute, dem 22.03.2012 auf DVD und BluRay. Die BluRay erscheint dazu in einem schicken schwarzen Steelbook – Mannsters Exemplar wurde direkt beim Versandhändler mit dem “a” gesichert und liegt bereits in der Packstation.
Dank der Jungs der Promotionagentur kann Mannster einem “Ding”-Fan was richtig Gutes tun:
Zu gewinnen gibt es ein fettes Ding – Inhalt:
DVD “The Thing” Kinoplakat “The Thing” Feuerzeug “The Thing” DVD “Das Ding aus einer anderen Welt” – Carpenters Film aus dem Jahr 1982
Alles was Du dafür tun musst ist folgende Frage zu beantworten:
Mary Elizabeth Windstead spielt die Rolle der Paläontologin Kate Lloyd. Kannst Du uns Mary Elizabeth Windstead Rollennamen im Film Scott Pilgram nennen?
Die richtige Lösung geht bitte per mail an gewinnspiel@mannster.de
Richtige Einsendungen werden bis 29.03.2012 beachtet und das Gewinnpaket unter allen richtigen Einsendungen verlost. Viel Glück dabei!
Mein Fazit zu “The Thing”: Daumen hoch: Rasant wie ein Videospiel, brutal wie eine Kneipenschlägerei und spannend wie eine Nacht im stockfinsteren Kachelkeller, wenn man mit dem Fuß am Heizungsrohr angekettet ist.
Das ist “The Thing”, das Prequel zu Carpenters Film aus dem Jahr 82. Für Fans der absolute Spaß und Must-See – alle anderen, die mit dem Ding nie was am Hut hatten: viel Spaß bei einem spannenden aber auch schnell erzählten Sci-Fi Horrorfilm. Gewisse Grundkenntnisse sind allerdings von Vorteil und noch mehr Spass beim Schauen garantiert.
Haben die Horrorfans den heutigen Tag bereits seit Dezember BLUTROT in ihrem Kalender notiert?
Habt Ihr eigentlich eine Ahnung das am heutigen Tag Filmgeschichte in Deutschland geschrieben wird?
Nein – dann unbedingt und sofort weiterlesen, den hier wird eure Bildungslücke geschlossen!
Heuteerscheint erstmalig und nach über 30 Jahren Beschlagnahmung durch die deutsche Justiz, der Film “Texas Chain Saw Massacre”, deutscher Titel “Blutgericht in Texas”, offiziell und ungeschnitten in Deutschland!
Unsere österreichischen Nachbarn sind da besser dran. Bei denen ist der Film bereits seit längeren in der 35 Jahre Geburtstagsedition auf dem Markt. Die Beschlagnahmung in Deutschland machte diese VÖ bis heute absolut unmöglich!
Turbine Medien, die eigentlich auf Comedy-VÖs spezialisiert sind, haben hier ganze Arbeit geleistet. Die Kollegen haben ein Einsehen mit den deutschen Fans gehabt und eine einmalige Sonderedition veröffentlicht, die mit einer Ausstattung aufwartet, bei denen sich andere Großfirmen eine dicke, saftige Scheibe abschneiden können! Aber der Reihe nach.
Das Kettensägenmassaker ist eigentlich nichts anderes als ein typischer Teenie-Slasher Film nach dem “10-kleine-Negerlein”-Prinzip. Zum damaligen Zeitpunkt (Anfang der 70er Jahre!) was völlig Neues!
Für 5 Jugendliche endet der Ausflug durch das texanische Hinterland in den Fängen einer grausigen-sadistischen Familie, die bereits unzählige Menschen grausam umgebracht, das Menschenfleisch verspeist hat und die Haut ihrer Opfer für Lampenschirme und ähnliches Schmuckwerk benutzen. Ausgeführt werden die Morde meist von dem infantilen, riesenhaften Sohn der Familie, Thomas Hewitt. Da sein eigenes Gesicht deformiert ist, bastelt er sich neue Gesichter aus Menschenhaut – daher sein Name “Leatherface”. Leatherface bevorzugtes Mordwerkzeug sind ein Hammer, wie ihn Fleischer beim Metzger benutzen und eine übergroße Kettensäge, mit der er seine Opfer direkt in kleine Stücke schneiden kann. Wer wird überleben … und was wird von ihnen übrig bleiben?
So und ähnlich lauteten die Werbesprüche, als der Film 1978 in den deutschen Kinos startete.
Der Film hatte zu diesem Zeitpunkt bereits einen langen Weg hinter sich – und der Weg sollte noch viel steiniger werden.
Bereits Anfang der 70er Jahre beschloss Tobe Hooper einen Film zu produzieren, der auf einem authentischen Kriminalfall beruhen sollte. Gemeinsam mit Co-Autor Kim Henkel entwickelten die beiden ein Drehbuch, inspiriert von dem Massenmörder Ed Gein, der seine Opfer auch verspeiste.
Während der Dreharbeiten entwickelte die Story eine Eigendynamik und man entfernte sich immer mehr von den authentischen Ereignissen. Tobe lag viel daran sein Publikum duch extreme Gewaltdarstellung zu schocken. Nach diversen Absagen von Verleihfirmen fand sich erst im Jahr 1974, bei Bryanston Pictures, geführt von Louis Peraino (New Yorker Mafiamitglied!) ein Verleiher, der den Film in die Kinos brachte. Schnell sprach sich “der schreckenerregendste Film, den es je gab” in den Medien und beim Publikum rum.
Da der mafiageführte Verleiher keinerlei Aussagen über Einspielergebnisse etc. rausrücken wollte, überwarf man sich kurz über lang mit den Verantwortlichen. Nach einem Rechtsstreit im Jahr 1977 erhielt Hooper die Vertriebsrechte für seinen Film zurück. Kurz danach übernahm New Line Cinema die Rechte für Kinoauswertung.
Trotz diverser Filmfestspiele auf denen der Film zwischen 1975 und 1980 lief, hatte es der Film in den internationalen Kinos sehr schwer. Dank der Zensurbehörden wurde der Film zum Teil erst sehr viel später in den Kinos gezeigt, als wie es geplant war. In Großbritannien erst Ende der 90er Jahre – ausgenommen diverser Filmfestspiele).
Auch in Deutschland hatte es der Film extrem schwer. Schon für die Kinoauswertung im Jahr 1978 wurde der Film um mehrere Szenen gekürzt. Dann im Jahr 1982 der Supergau für den Film: obwohl bereits gekürzt wurde die Version indiziert und kurze Zeit später wegen “Menschenverachtung” und “Gewaltverherrlichung” deutschlandweit beschlagnahmt!
Es gibt zwar eine Videofassung, die ab 16 Jahren freigegeben ist aber um mehr als 10 Minuten gekürzt wurde. Ferner gibt es diverse DVD-Veröffentlichungen, die aber nie wirklich in großem Stil vertrieben wurden – in Deutschland schon gar nicht, nur im deutschsprachigen Ausland. Ich kann von mir sagen, ich habe bereits die 18er Fassung von “Blutgericht in Texas” aus dem Hause Laser Paradise im Schrank stehen.
In Österreich erschien im Jahr 2009 eine spezielle 35Jahre Geburtstagsedition des Films auf DVD und sogar mit neu abgetastetem Bildtransfer und erstmalig im deutschsprachigen Raum, auf BluRay Disc. Der Verleiher ist hier Turbine, die sich mittlerweile die Rechte an dem Film für den deutschsprachigen Raum gesichert haben.
Und eben diese Version sollte im August 2010 vom Landesgericht in Frankfurt auch wiedermal indiziert und beschlagnahmt werden. Doch Turbine hat sich dies nicht gefallen gelassen und ein Beschwerdeverfahren eingeleitet. Endlich, im September 2011 hat das Landgericht Frankfurt zugunsten der Kläger entschieden und die langjährige Beschlagnahmung von “The Texas Chain Saw Massacre” wurde aufgehoben.
Im Dezember 2011 wurde die Fassung vom Index gestrichen. Turbine legte den Film anschließend zur Prüfung bei der FSK vor. Hier erhielt die ungeschnittene Fassung die Kennzeichnung “Keine Jugenfreigabe”. Nach derzeit gültigem Recht kann der Film nun nie wieder in dieser Fassung indiziert, geschweige denn beschlagnahmt werden!
Für Turbine steht somit der Weg frei, den Film in Deutschland zu vermarkten.
Die Verantwortlichen haben sich die Geburtstagsedition aus Österreich vorgenommen und für den deutschen Markt nochmals optimiert. Das Set besteht aus insgesamt 4 Discs: 1 BluRay und 3 DVDs.
Die BluRay und die erste DVD beinhaltet dabei den Hauptfilm in ungeschnittener Fassung, wahlweise in deutsch oder englisch. Parallel dazu können Audiokommentare von Tobe Hooper, Gunnar Hansen (Leatherface!) und dem Kameramann Daniel Pearl ausgewählt werden. Der Film erstrahlt hier in nie da gewesener Bildqualität. Verloren geglaubte deutsche Tonsequenzen wurden hervorragend neu synchronisiert und passen 1A in die Gesamtvertonung. Selbst das ungeübte Auge kann im direkten Vergleich zwischen der vorliegenden BluRay und DVD die qualitativen Bildunterschiede der beiden Formate ausmachen.
Auf DVD Nr. 2 befinden sich diverse Special (“Shocking Truth about TCM”), Interviews, Dokumentationen, Outtakes und entfernte Szenen und jede Menge Trailer aus Kino, TV und Radio.
DVD Nr. 3 ist in dieser Zusammenstellung komplett neu und so noch nie dagewesen: Sie enthält die rare und lang gesuchte Dokumentation “A Family Portrait” mit einer Laufzeit von gut 60 Minuten in englischer oder deutscher Sprachfassung. Diese Doku besteht hauptsächlich aus Interviews mit Beteiligten des Film, vorrangig Mitglieder der Hewitt-Familie (daher der Name) und wie die Darsteller ihre Rollen sahen und heute rückblickend sehen.
Auf der Disc befindet sich außerdem eine gut zweistündige Podiumsdiskussion über die Filmzensur in Deutschland. U.a. sitzt hier der deutsche “Schockregiesseur” Jörg Buttgereit (“Nekromantik”) auf dem Podium.
Das kurze Feature “5 Minuten Massaker” zeigt einen kurzen Vergleich zwischen dem Original und seinem Remake aus dem Jahr 2003.
Da ich das Remake auch heute noch für einen der angsteinflössendsten Filme überhaupt halte, hätte so ein Feature auch länger ausfallen können.
Turbine plante die VÖ als Mediabook, was leider aus produktionstechnischen Gründen nicht mehr hingehauen hat. Macht aber nichts: auch als Digipack macht diese Sammleredition einiges her. Ausserdem wird der Fan mit einem 64seitigen Buch über die Zensurgeschichte des Films, Wendecover und einem Familienporträt entlohnt.
Ihr großen Studios da draussen:
Turbine hat hier megamässig was auf die Beine gestellt und eine 1a Sonderedition zu einem Stück Filmgeschichte rausgebracht. Nehmt Euch ein Beispiel daran und schaut in Eure Rechtearchive … da gibt es noch mehr Klassiker, die darauf warten veröffentlicht zu werden!
Turbine: vielen Dank für Euren Einsatz, Eure Ausdauer und Euren Mut diesen Klassiker einem mündigen Publikum verfügbar zu machen. Und das noch in so einer geilen Edition! Habt Dank! Fotocredits: Turbine Medien GmbH
John Carpenters Sci-Fi Horrorklassiker “Das Ding aus einer anderen Welt” wird von der FSK neu geprüft und in ungeschnittener Version mit einer Altersfreigabe “ab 16 Jahren” freigegeben. Nachdem der Film in dieser Form im Jahr 1984 mit einer Freigabe “ab 18 Jahren” versehen und danach umgehend indiziert wurde, ist dies ein historischer Tag in der Geschichte dieses Films: endlich uncut, offiziell und das sogar noch in jedem gut sortierten Kaufhandel in Deutschland erhältlich!
Dieser Film ist ein Fest und für jeden Sci-Fi/ Monster Fan ein MUSS!
Wie im Original aus dem Jahre 1951 (siehe hier), geht es auch in diesem Film um amerikanische Wissenschaftler in einer abgelegenen Forschungsstation in der Arktis, die sich plötzlich mit einer ausserirdischen Lebensform konfrontiert sehen. Wo im Jahr 51 noch Reporter im Cashmere-Mänteln in der Arktis rumliefen, fällt dieser Film doch ein wenig realistischer aus was Ausstattung und Verhalten der Charaktere betrifft.
In einer abgelegenen amerikanischen Forschungseinrichtung in der Arktis herrscht gähnende Langeweile. Jeder geht seiner gewohnten Arbeit nach, keinerlei Abwechslung durchbricht die öde Tristes. Das alles ändert sich schlagartig als sich ein Hubschrauber nährt. Es hat den Anschein das die Piloten hier Jagd auf einen harmlosen Schlittenhund machen. Verängstigt sucht das Tier Schutz bei den Amerikanern. Doch die hysterischen Norweger an Bord des Hubschraubers sind alles andere als zurückhaltend. Weiter versuchen sie das verängstigte Tier zu töten, schießen wild um sich und sprengen versehentlich auch noch ihren eigenen Hubschrauber. Der andere verletzt versehentlich einen der amerikanischen Forscher und wird daraufhin in Notwehr erschossen.
Der verängstige Hund wird aufgenommen und den benachbarten Norwegern ein Besuch abgestattet. Dort muss man leider erkennen, dass die Station vollständig zerstört ist und es keine Überlebenden gibt. Stattdessen finden die Forscher einen deformierten und verbrannten Körper, den sie zur Untersuchung in die eigene Station mitnehmen … doch das Grauen ist bereits unter ihnen.
Entgegen dem Ding der 50er Jahre kommt Carpenters Ding nicht als menschenähnlich her. Dieses Ding kann sich in jede Kreatur verwandeln, mit der es irgendwie in Körperkontakt geraten ist. Und damit ist Carpenters Ding näher an der Romanvorlage. Auch hier kann das Ding jede Form annehmen.
Die beklemmende Atmosphäre des Films liegt darin, dass jeder “Das Ding” sein kann … jederzeit. Auf dem engen Raum der Forschungseinrichtung absolut beängstigend.
Carpenter setzte mit diesem Film neue Maßstäbe in Gore und Splatter-Effekten im Sci-Fi Genre. In “Das Ding” hält die Kamera in extremen Szenen voll drauf. Da werden Gedärme fein säuberlich sortiert, das Blut spritzt in hohen Fontänen, Hundekörper werden zerfetzt und menschenähnliche Wesen in Brand gesetzt. Aber sollte das wirklich die Begründung für die jahrelange Indizierung sein? Gerade erwachsene Zuschauer sollten hier in der Lage sein zwischen Tricktechnik und Wirklichkeit zu unterscheiden. Sicher setzte Carpenter neueste Trick- und Puppettechnik für seinen Film ein, dennoch war immer klar und deutlich zu erkennen, dass es sich um künstlich-geschaffene Körper handelt. Ein Umstand der heute wohl zur Freigabe von “ab 16 Jahren” für die ungeschnittene Version geführt hat. Held des Films ist der Hubschrauberpilot MacReady, dargestellt von dem charismatischen Kurt Russell. Bereits in “Die Klapperschlange” haben Carpenter und er zusammen gearbeitet. Eine sehr gute Wahl. Russell liegen die starken Einzelkämpferrollen und auch hier kann er durchaus überzeugen. Bis zum Schluss liefert er sich mit dem Ding ein Katz und Maus Spiel.
Trotz der guten Besetzung floppte Carpenters Film dennoch an den Kinokassen. Warum? Die harten Splatterelemente waren einfach nicht gefragt in diesem Gerne, hinzu kommt die Tatsache, dass kurze Zeit später Spielbergs E.T. in den Kinos anlief. Dieser Ausserirdische entsprach mehr dem damaligen Zeitgeist und durch seine Freigabe, zog er ganze Familien ins Kino.
Dennoch hat sich Carpenters Ding im Laufe der Jahre zu einem Genreklassiker gemausert, wird von den Fans geliebt und dient vielen kreativen Film- und vor allem Game-schaffenden als Vorlage für ihre Monster (siehe z.Bsp. Dead Space).
Ich habe diesen Film erstmalig unerlaubter Weise irgendwann Ende der 80er Jahre angeschaut. Damals noch als VHS-Kassette mit ganz schlechter Bildqualität. Junge, was war das ein ekliger Film. Und fies. Und spannend. Hab ich damals Ärger gekriegt weil ich nachts nicht schlafen konnte!
Irgendwann in den 90er Jahren habe ich mir dann die VHS von “The Thing” in UK besorgt. OK – die Bildqualität war um einiges besser, der Film allerdings noch immer blutig, spannend und ungeheuer bedrohlich.
Da das gute Stück in Deutschland nach wie vor auf dem Index stand, leistete ich mich im DVD-Zeitalter die passende UK-DVD. Der Sci-Fi Schocker in 1A Bildqualität und selbstredend uncut. Dennoch fühlte man sich in Deutschland immer mal wieder wie ein Verbrecher, nur weil man diesen Film besaß und auch noch gut findet.
Mittlerweile ist diese Perle endlich von der Indizierung befreit und wie bereits mehrfach erwähnt, in der ungeschnittenen Fassung ab 16 Jahren freigegeben.
Gut, auch darüber läßt sich streiten: wenn ich mich im Bekanntenkreis umsehe, würde ich diesen Film einigen 16 jährigen nach wie vor nicht zeigen. Wenn ich allerdings die abgeklärten 13 jährigen aus meiner Nachbarschaft anschaue; die wird der Film wahrscheinlich nicht hinterm Ofen vorlocken.
Wie dem auch sei, ich war auch nicht volljährigen, als ich den Film das erste Mal gesehen habe. Selber schuld, tagelang nachts nicht schlafen können und trotzdem was draus geworden.
Die mir eigene BluRay ist das offizielle deutsche VÖ. Hier dampfen die Gedärme in glasklaren Bildern, da besticht der Ton in räumlichen Dimensionen.
Als Extras gibt es unter anderem diverse Outtakes, ein Making of, ein Special zum “Blair”-Monster etc. Alles sehr informativ und ein Muss für jeden Fan.
So muss dieser Schocker angeschaut werden: Nachts im Dunkel, Fenster weit auf – damit die Kälte gespürt wird und die 5.1 Anlage auf Anschlag drehen. Bei der Soundkulisse haben auch die Nachbarn was davon.
Aber beeilt Euch! Das lang erwartete Prequel hat sich zur baldigen Homekino-Auswertung angekündigt!
Erinnert Ihr Euch noch an den Sci-Fi Klassiker “Das Ding aus einer anderen Welt“?
Was hab ich mich damals vor diesem Film gefürchtet!
Ich habe den Film letztens aus meinem Regal gezogen, um mich auf das bald, auf BluRay bzw. DVD erscheinende Prequel, einzustimmen. Will doch mal sehen ob am Ende wirklich alles zusammenpasst – außerdem bin ich ein Fan der “Ding”-Reihe. Zeit für einen kurzen Überblick.
Gibt es unter Euch eigentlich Leute, die den Klassiker aus dem Jahre 1951 kennen?
Der Film handelt von einer amerikanischen Forschungseinrichtung in der Arktis. Die Wissenschaftler haben den Absturz eines Flugzeuges mitbekommen und rufen das Militär um Hilfestellung bei der Bergung. Als die handvoll Soldaten und die Wissenschaftler am Absturzort eintreffen, finden sie heraus, dass dort ein UFO abgestürzt ist. Bei dem Versuch das Fluggerät zu bergen, wird selbiges leider zerstört. Dennoch finden die Männer ein Mitglied der Besatzung in einem Eisblock eingefroren und entschließen sich, diesen mitzunehmen.
Durch einen unglücklichen Zufall taut der Ausserirdische auf und zieht eine blutige Spur der Verwüstung durch die Station.
Die Wissenschaftler finden heraus, dass die Lebensform Blut benötigt, um am Leben zu bleiben. Damit nicht genug, gründet die Lebensform auf einem pflanzenähnlichen Grundaufbau und kann mit Hilfe von Blutabgetrennte Gliedmaßen nachwachsen lassen und neue Sporen sähen. Eine Vernichtung des Ausserirdischen ist dadurch nahezu unmöglich. Erst durch einen Zufall entdecken die Männer, dass Strom die Lebensform verletzen, sogar zerstören kann.
Selbstverständlich locken die Soldaten das Wesen in eine Falle und bezwingen es, bevor ihm die ganze Station zum Opfer fällt.
Was mir vor knapp 30 Jahren noch so richtig Angst gemacht hat, unterhält mich selbst heute noch über nostalgische Gründe hinaus.
Nach wie vor liebe ich den Charme dieses alten schwarz-weiß Klassikers. Sicher wirken heute einige Seitenhiebe auf den kalten Krieg (“Was ist das für ein Flüggerät? Ist es russisch?”) oder die damalige Annahme, alle Ausserirdischen kämen vom Mars, nur noch unfreiwillig komisch aber bitte: der Film wurde 1951 gedreht! Noch immer ist die Story spannend, die Charaktere glaubhaft (das waren noch Macho-Zeiten damals – ein Fest!!) und die wissenschaftliche Erklärung für den Ausserirdischen einfach gut durchdacht. Selbstverständlich gibt es auch Szenen in dem Film, an dem eindeutig zu erkennen ist, die Darsteller bewegen sich im Studio, zwischen Pappmaché und Windmaschine. Gerade in diversen Aussenszenen durch Eckkanten der Wände stark zu sehen. Hat jemand die Setkante entdeckt, als das Raumschiff in die Luft fliegt?
Egal, dem guten Gesamteindruck des Films tut dies keinen Abbruch.
Der einzige, der mir nach den ganzen Jahren doch auf den Keks ging: dieser Reporter! Wer zum Henker hat den bitte zu dieser Party eingeladen? Was ein Nervsack!
Faust aufs Auge für den damaligen Zeitgeist ist auch die machomässige Darstellung des Cpt. Patrick Hendry und seine Liebeleien zu der weiblichen Wissenschaftsgehilfin. Also wenn ich mich heute Abend so zu Hause aufführe, muss mich jemand bei sich wohnen lassen!
Auf der vorliegenden DVD von Kinowelt gibt es den Film in englischer und deutscher Sprachfassung. Für das Alter des Films sogar recht annehmbare Qualität was Bild und Ton betrifft.
Als besonderes Schmankerl gibt es den Film sogar erstmals ungeschnitten zu sehen! Die Original-Fassung ist immerhin knapp 87 Minuten, die bis dato im TV ausgestrahlte Fassung “nur” 82 Minuten lang. Noch nie gezeigte Szenen sind in der deutschen Version in englischer Sprache, mit deutschen Untertiteln enthalten. Fehlende Szenen beschränken sich hierbei auf diverse Dialoge und den nicht ganz unwichtigen Schlussdialog des Reporters. “Keep watching the sky!” … gerade im Hinblick auf den im April startenden Film, recht witzig.
Übrigens beruht der Film auf einer Kurzgeschichte von John W. Campbell Jr (unter dem Pseudonym Don A. Stewart) aus dem Jahre 1938. Dieser Roman wurde von den Science Fiction Writers of America zum besten Kurzroman vor 1965 ausgezeichnet.
Um den Ausseridischen besonders bedrohlich wirken zu lassen, hat man sich was besonderes einfallen lassen: es sollte ein richtig großer Darsteller in die Rolle schlüpfen. In den 50er Jahren waren solche Darsteller leider nicht an jeder Ecke zu finden. Entgegen der viel verbreiteten Meinung Boris Karloff würden den Ausserirdischen spielen, hatten sich die Produzenten damals für den 2,01m großen James Arness entschieden. Dem deutschen TV-Publikum ist James eher als Marshall Matt Dillon aus der Serie “Rauchende Colts” ein Begriff.
Für Nostalgiker und Science-Fiction Fans ist der Film ein Muss! Dieser Film hat Maßstäbe des Genres gesetzt und steht als Synonym für anderer Titel ähnlicher Thematik. Wie sonst erklärt Ihr Euch Filme wie “Die Körperfresser kommen”?
Sie sind eigentlich schon Legende und ein fester Bestandteil der deutschen Oi! Szene: Krawallbrüder
Seit 1993 existier die Band (inklusive Vorläufer) und die vier Saarländer können eine riesige Fangemeinde vorzeigen. Das nicht ohne Grund! Mir fällt auf Anhieb keine andere Deutschsprachige Rockband ein die durchweg gute Kritiken bekommt. Im Ernst: Eine Oi! Band die von diversen Rock und Metal-Magazinen für ihre Musikalischen Leistungen gelobt wird, gab’s das schon mal? Nein!
Wer sich mal das letzte Album Das 11. Gebot mal anhört, der hört sofort dass hier Musiker und keine Knüppelhauer am Werk sind. Es ist eben Oi, aber auf sehr hohem Niveau. Das letzte Studio-Album kam bereits 2009 auf den Markt. Seit dem veröffentlichten Krawallbrüder ein Album für den US Markt, ein Live Album, eine Live DVD und ein Best of Album in 2011 Bis in alle Ewigkeit.
Das neue Album Blut, Schweiss & keine Tränen kommt am 30.03.2012 in den Handel. Die Messlatte ist sehr hoch gelegt und selten war ich so gespannt auf ein neues Werk.
Direkt im Anschluss startet dann die Tour.
29.03. Saarbrücken
30.03. Rostock
31.03. Leipzig
01.04. Berlin
05.04. München
06.04. Wien
07.04. Innsbruck
08.04. Zürich
12.04. Immenhausen
13.04. Sulzbach a. d. Murr
14.04. Gunzendorf
15.04. Frankfurt
19.04. Memmingen
20.04. Erfurt
21.04. Dresden
22.04. Hamburg
26.04. Magdeburg
27.04. Gosheim
28.04. Oberhausen
29.04. Bremen
Ich hoffe Euch ein weiteres Juwel empfohlen zu haben und vielleicht sieht man sich auf dem ein oder Anderen Konzert.
Unsere erste offizielle Review des neuen Jahres – wieder mit Hilfe der freundlichen Promotion-Werft aus Hamburg – handelt über einen neuen Actionfilm aus dem Hause WVG-Medien:
Tactical Force mit „Stone Cold“ Steve Austin
Na, Trailer schaut geil aus – nicht wahr?? Zumindest habe ich einen kurzweiligen Party-Trash-Film erwartet.
Bevor ich loslege, ein kurzer Rückblick in die 90er Jahre: da war ich absoluter Wrestling-Fan. Selbstverständlich nur die World Wrestling Federation, kurz WWF, mittlerweile geändert auf World Wrestling Entertainment, WWE.
Das waren noch Zeiten damals: eingestiegen zum Höhepunkt des Ultimate Warrior, Legion of Doom, Macho Man, das muss kurz nach dem Höhepunkt des legendären Hulk Hogan gewesen sein, der tauchte nur noch ab und an auf. Ja, ich kann von mir behaupten, dass ich im TV dabei war, wie der Million Dollar Man, seinen „vierten Mann“ bei den Survivor Series vorstellte: The Undertaker … und der Typ ist noch immer in der Profiliga am Start!!! Ich mein, das ist über 20 Jahre her!!!
Wenn man mich nach meinen Lieblingswrestlern dieser Zeit fragt fallen mir eindeutig, mit weitem Abstand nur zwei ein, die ich immer wieder gern gesehen habe. Dabei war es egal ob sie gerade Publikumsliebling oder die Schweine der Liga waren. Die waren einfach nur saucool!
Zum einen wäre das Diesel – geilster WWF-Titelgewinn ever! Und leider viel zu früh wieder degradiert in die „billige“ WCW und dort als Kevin Nash unterwegs.
Und zum anderen ist das „Stone Cold“ Steve Austin – the Rattlesnake gewesen. Absolute „Fuck You“-Attitude gegen alles und jeden, knallharter Stil und verdammt nochmal; Bierdosen im Ring? Wer hat sowas bitte vorher gemacht??? Vorher war doch alles schön schillernd, bunt, etc. Seine Auseinandersetzungen mit Dwayne „The Rock“ Johnson waren einfach nur legendär. Zu diesem Zeitpunkt war The Rock alles andere als beliebt. Oder zurück erinnert an die knallharten Matches gegen den über alles beliebten Bret Hart. Wurde Zeit, dass dieser Kanadier mal eins auf die Mütze kriegt! Die beiden haben sich gegenseitig wirklich nichts geschenkt!
Aber ich schweife ab und schwelge in Erinnerungen. Zurück zum Topic.
Wir haben uns am vergangenen Wochenende den Film „Tactical Force“ reingezogen.
Bumm Bumm - Supermarkt zerlegen!
Darum geht’s: das vierköpfiges SWAT-Team rund um Captain Tate (Austin) hat zwar wiedermal einige Geiseln vor dem sicheren Tod bewahrt aber nebenbei auch den entsprechenden Tatort (einen Supermarkt) in ein Schlachtfeld verwandelt und alle Geiselnehmer getötet. Scheint nicht das erste Mal gewesen zu sein; denn statt der erhofften Medaille gibt es wiedermal eine Standpauke für das Team. Strafversetzt ins Trainingslager müssen die Männer und ein Mädel zurück auf die Schulbank und Theorie pauken. Damit nicht genug, geht es in einen stillgelegten Flugzeughangar, um mit Gummigeschossen auf Pappgangster zu schießen.
Ungefähr zur gleichen Zeit treffen im Erdgeschoß der Halle zwei rivalisierende Gangsterbosse aufeinander und streiten sich um eine ihrer Geiseln. Anscheinend hat der Typ dem italienischen Boss einen Koffer geklaut, in dem sich ein sehr wertvoller Gegenstand befinden soll. Der Koffer sollte an den russischen Gangsterboss übergeben werden aber die Geisel hat den Koffer vorher auf dem Gelände oder sogar in dem Hangar versteckt. Als es zum Streit zwischen den Rivalen kommt, fallen natürlich Schüsse.
Einer des Teams schaut sich die Sache mal genauer an und als er erschossen wird, geht es für das Team ums nackte Überleben. Zum Glück können sich die drei im ersten Geschoß der Halle verschanzen – sicher fürs Erste. Aber ohne scharfe Munition, ohne Kontakt zur Außenwelt müssen sie nun einen Ausweg aus dieser Situation finden. Zu allem Überfluss bekommen die Gangster auch noch Verstärkung. Und dieser Killer ist mit allen Wassern gewaschen …
Tschuldigung, hat einer die Action gesehen?
Was uns hier erwartet ist ein Actionfilm der B-Klasse. Gut, auf meiner persönlichen Skala vielleicht sogar ein D oder E-Siegel. Von der Story hatte ich eh nicht wirklich mehr erwartet, bei dem Cast hatte ich allerdings wirklich auf einen recht soliden und gut gemachten Action-Film gehofft. Trotz FSK18-Logo knallt es nicht wirklich richtig. Gerade mal ein Gehirn verabschiedet sich in Großaufnahme aus dem Schädel aber ansonsten gähnend-langweilige Action-Szenen, strunzdumme Dialoge und wirklich blöde Sprüche. Als Stilmittel benutzten die Macher häufig Slow-Motion Einstellungen.
Meist in Szenen, wo Steve Austin in feinster Wrestling Manier über die fiesen Schergen herfällt. Just in solchen Momenten denkt der Austin-Fan: Meine Fresse, ist der alt geworden.
Auch diese typischen Klischées gingen mir gehörig auf die Nerven. Swat-Team ist super, macht aber immer alles kaputt, Chef total überlastet davon, kurz vorm Herzinfarkt, böse „dreckige“ Russen, durchgestyle Italiener, nur so als Stichworte.
Oder diese ganzen Logikfehler. Versteht mich nicht falsch, ich will in einem Actionfilm auch keine abgrundtief wasserfeste Story haben aber wenn zwei verfeindete Gangstergruppen in einem Flugzeughangar stehen und eine Etage höher eine Spezialeinheit ihr Training absolviert … da stelle ich mir schon die ein oder andere Frage. Solche Momente gibt es in dem Film leider viele. Will ja aber auch nicht alles spoilern … wer Bock drauf hat, soll ja auch noch seinen Spaß haben.
Nach seinen ersten Filmrollen (u.a. in Stallones „Expendables“) ist dies Steve Austins fünfte Rolle. Leider hat es mein Freund mit einer Hauptrolle wieder nur in einen B-Film geschafft. Liegt vielleicht auch am Alter, die Filmrollen hätten einfach eine Dekade früher kommen müssen.
Wen ich auf der ersten Blick nicht erkannt hatte: Michael Shanks, seines Zeichens Dr. Daniel Jacksons in der TV-Serie Stargate. Kann aber auch daran liegen, dass ich die Serie eigentlich nicht verfolgt habe. Aber Red Riding Hood musste ich doch vor kurzem sehen. Da war er doch auch dabei. Egal, die Rolle des russischen Bosses macht er eigentlich ganz gut. Und hinter den Kulissen hat es sogar geschafft seine Frau Lexa Doig mit in den Cast zu kriegen. Sie spielt die einzige weibliche Frau in dem SWAT-Team.
Apropos Red Riding Hood: Da kannte ich auch den italienischen Gangster her: Adrian Holmes.
Klein ist die Welt … denn Keith Jardine, der seine Karriere als „Techno Viking“ startete, zwischendurch Ultimate Fighter war, besticht in seinen Rollen hauptsächlich als Fiesling. Das kann er allerdings sehr gut, in Gamer war er aber besser.
Leider genauso „verfeuert“ wird schon seit Jahren Michael Jai White. Der Kerl wird auch nur in schlechteren Actionfilmen gebucht, jaja … eigentlich war er das wirklich schon immer, sein Debut hatte er ja bereits in Troma-Produktionen. Aber gerade nach Spawn (DAS war ein Party-Film!) dachte ich wir haben einen neuen Action Star. Dachte ich aber auch schon bei Marc Dacascos.
Ein weiteres i-Tüpfelchen auch die zweite weibliche Rolle im Film. Diese wird verkörpert von Candance Elaine. Wann sie genau Geburtstag hat weiß ich nicht aber sie schaut schon ein wenig älter aus. Ist ja eigentlich auch egal – aber Ihr Rollenname in diesem Film lautet – Achtung, festhalten: Ilya Kalashnikova. Nein, Leute, das ist kein Scherz!
Ganz ehrlich: ich hab den Film in insgesamt 3 Teilen gesehen weil ich ständig eingenickt bin und entsprechend wieder Kapitel zurückspringen musste. Ich habe selten einen langweiligeren Action-Film gesehen, als diesen hier!
Die größte Katastrophe der BluRay ist mit weitem Abstand die Menüführung. Wenn ich von mir spreche, meine ich ein Flimarchiv von knapp 1.200 DVDs und BluRays. Ich habe also schon das ein oder andere Startmenü gesehen und komme auch klar damit.
Leute; ich hab die Blu insgesamt dreimal mit französischem Menü gestartet weil einfach nicht ersichtlich wird welchen Punkt ich gerade ausgewählt hatte!
Fuck the Set-Up! Wer braucht ein Set-Up?!
Jetzt der absolute Kracher: als Sprachausgabe kann ich zwischen 5.1 deutsch und englisch auswählen. Soweit so gut. Untertitel auch auswählbar, an oder aus – jetzt kommts: egal was ich ausgewählt habe: ich habe ständige Untertitel im Film! Also die ganzen 85 Minuten! Weder per Auswahl im Menü, noch während des laufenden Films liessen sich die Untertitel deaktivieren. Hä?? What the fuck???
„Operation not available at the moment“. Gleiches gilt für den Knopf “Audio”! Um die Sprache zu ändern muss ich ins Hauptmenü wechseln. Leute: ist das noch Standard im Jahr 2012 für ein Kaufprodukt im Vollpreissegment?
Die Bildqualität schwankt zwischen gut und böse. Einen großen Unterschied zwischen der DVD und der vorliegenden BluRay wird es nicht geben.
Selbstverständlich habe ich mir zum Vergleich einige andere User-Reviews des Filmes durchgelesen. Ich weiß nicht ob wir hier unterschiedliche Produkte vorliegen haben: Einer spricht wirklich von einem perfekten Bild für eine BluRay, höchstes Niveau, Schärfe … Oh Mann, der verarscht Euch gewaltig! Ich habe extreme Artenfakte und Unschärfen in meinem Bild gehabt. Und ja, mein Player hat ein aktuelles Update.
Ähnliches gibt es zum Ton zu sagen: meine Kinoanlage fühlte sich ein klein wenig gelangweilt … sicher, die Dialoge konnte ich immer gut verstehen aber bei einer Studioaufnahme mit überschaubarer Atmo erwarte ich auch nichts anderes. Selbst als Partyfilm oder als übertrieben unfreiwillig komisch kriege ich den Film einfach nicht in ein positives Licht gestellt.
Aber so ein vernichtendes Urteil hat Steve Austin nicht verdient – daher order ich mir die 12 stündige BluRay Doku „The Bottom Line“ mit seinen besten Fights, Interviews etc. Da wird mein Herz wieder aufgehen.
Tactical Force DVD und BluRay Cover
Zum Glück sind die Geschmäcker verschieden und so lasse ich jedem das Seine. Meins war’s nicht …
In dem Sinne: schlechte Kritiken sind auch Kritiken und machen aufmerksam. Auf die Art und Weise bin ich damals auf die Cannibal Corpse gestoßen: schlechtestes Album des Monats mit nur einem Punkt im Metal Hammer, ich liebe das Album „Butchered at birth“ heute noch …
Für alle, die einen extrem geringen Tele5-Anspruch an Action-Filmen hegen oder einfach nur offener sind als ich, der Film „Tactical Force“ erscheint morgen, am 27.01.2012 auf DVD und BluRay.
Steve Austin Fans sollten sich allerdings alte Fights anschauen – die machen mehr Spaß.
Morgen ist Nikolaus-Tag. Und Ihr könnt von Glück reden, dass wir keine Vollmondnacht haben! Wir können das bestätigen, wir haben es gesehen! Das Grauen trägt einen langen roten Umhang und einen Rauschebart, ist also nicht Superman, sondern der Nikolaus himself!
Mit dankbarer Unterstützung von der Promotion-Werft, Frau Lehman, durften wir vor VÖ einen Blick auf Dick Maas‘ neuestes Filmwerk „Saint“ werfen. Leider hat es unser Eindruck nicht mehr rechtzeitig zur VÖ am 25.11.2011 geschafft, sind uns aber sicher, mit dem Nikolaus-Tag eine gute Verbindung zu schaffen.
Der Nikolaus ist hier ein fieser, grimmiger alter Kauz, der mit seinen ebenso fiesen Schergen mordend und brandschanzend durch die Dörfer im Jahr 1492 zieht. Aber damit nicht genug: die miesen Kerle rauben den Familien auch noch die Kinder und entführen diese auf ihr Schiff – ich will jetzt mal nicht wissen was da so abgeht.
Die Dorfbewohner eines Dorfes lassen sich das allerdings nicht mehr so einfach gefallen. Sie machen sich auf den Weg, verfolgen den Miesepeter und zünden ihn dann mitsamt Mannschaft und Schiff an. Schreiend verbrennt der Kerl …
Ab ins Jahr 1968: ein kleiner Bauernsohn entkommt mehr oder weniger zufällig einem grausigen Überfall auf dem heimischen Hofe. Seine Eltern wurden auf übelste Art und Weise abgeschlachtet und die Geschwister geraubt. Der Nikolaus ist aus dem Reich der Toten zurückgekehrt und treibt in jeder Nikolausnacht mit Vollmond sein Unwesen. Glücklicherweise kommt diese Vollmondnacht nur ca. alle 36 Jahre vor …
Doch just im Jahre 2010 ist es wieder soweit: Die Vollmondnacht zum Nikolaustag und der Nikolaus kommt zurück.
Liest sich gut, oder?
Fand ich auch, gerade auch nachdem wir dem Trailer das interne Prädikat „Wird-Ne-Partygranate“ verliehen hatten – die komplette Mannster-Redaktion wollte sich diesen Spass nicht entgehen lassen. Unser Rezensionsexemplar trudelte ein und sofort haben wir uns das gute Stück Film reingezogen. Mit seinen knapp 88 Minuten ist der Film ja auch nicht so megalang.
Was uns erwartet hat war ein niederländischer Teenie-Horrorfilm der Marke „Zehn kleine Negerlein“. Die Charaktere sind dabei jederzeit austauschbar und ohne nennenswerten Wiedererkennungswert. Die Story ist vom Grunde her ganz okay, wollte ich doch schon immer mal wieder einen fiesen Nikolaus sehen. Warum der greise Kerl allerdings mal wieder kleine Kinder entführen muss, ist und bleibt mir ein Rätsel …
Was ich persönlich auch ganz cool fand ist die Vermischung alter Horrorfilmelemente; das Grauen kommt im Nebel, fiese Untotenschergen und jede Menge Splatter. Der Film ist freigegeben ab 16 Jahren, obwohl das Blut in hohen Fontänen spritzt. Und damit meine ich wirklich; es spritzt. Wahrscheinlich haben die Kollegen der FSK wegen der cartoonhaften Darstellung der Gewalt keine höhere Altersfreigabe bestimmt.
Kommen wir zu den negativen Punkten:
Der Film wirkt wie eine TV-Produktion. Gut, das haben Low-Budget Produktionen so an sich. Dennoch hatte ich z.Bsp. beim Genrevetter „Dead Snow“ ein besseres Filmgefühl, als bei diesen „Gute Zeiten, Schlechte Zeiten“-Bildern. Die Geschichte zwischen den gut gemachten „Kills“ von Nickylaus, ist laaaaangweilig erzählt und leider Gottes, auch dargestellt. Für einen Partyfilm agieren die Darsteller einfach viel zu ernsthaft. Leider kommt die Ernsthaftigkeit nicht wirklich an, dafür ist der Film an sich wieder zu unernst. Ein Teufelkreis in dem uns Dick Maas knappe 90 Minuten gefangen hält.
Who the fuck is Dick Maas?
Der Filmkenner kennt und liebt ihn für seine Kulthits „Fahrstuhl des Grauens“ (1983), „Verfluchtes Amsterdam“ (1988) oder der Trilogie rund um „Familie Flodder“ Ja, solche Perlen hat uns der Regiesseur geliefert – leider mit „Saint“ nicht. Allerdings bleibt er seinem persönlichen Lieblingsschauspieler und Freund „Huub Stapel“ treu, spielt dieser doch den fiesen Nikolaus.
Lange Rede, kurzer Sinn: „Saint“ ist ein Film, der die Lager spalten wird. Viele halten ihn jetzt schon für einen Kultfilm, sehen viele doch die Parallelen zu John Carpenters „The Fog“ und die guten alten Gruselfilme. Ich sehe leider nur einen gut produzierten TV-Film (der er aber nicht ist!!!), mit extrem guten Splattereffekten, einem gelungenen Score aber mit schlechter Darstellung der Figuren, langweiligem Story-telling und relativ unspektakulären CGI-Effekten.
Die uns vorliegende Blu-Ray überzeugt mit einem klaren Bild und schön abgestimmten Soundgewand. Wahlweise in Deutsch, Französisch oder Niederländisch. Letzteres ist echt mal cool und macht Spaß. Neben einigen Trailern gibt es noch ein passendes Making Of. Dieses läßt den Film wieder in einem ganz anderen Licht stehen. Sobald man sieht/ merkt, wieviel Arbeit in so einem Film steckt und wieviel Spaß alle Beteiligten haben, ist ein schlechter Film fast wieder vergeben. Für die maue Ausstattung wird zum Glück auch nur ein geringer Startkaufpreis von ca. 13 € für die Blu-Ray fällig.
Wenn ihr „Saint“ bei Gelegenheit in die Finger bekommt, greift mal zu aber vergesst das Six-Pack nicht. Uneingeschränkt empfehlen, geschweige denn für einen Blindkauf, kann ich den Film leider nicht.
Nun ist der 1. Advent bereits verstrichen, ohne dass wir so schnell mit ihm gerechnet hätten und Weihnachten kommt mit sehr schnellen Schritten auf uns zu. Jahr für Jahr machen wir uns Gedanken um die Geschenke mit denen wir unsere Lieben beglücken wollen. Aber was wollen wir? Die Männer, Brüder, Onkel und Väter? Oft vergessen wir uns selbst und wollen allen anderen den Stress ersparen sich etwas für uns ausdenken zu müssen und sagen, wenn wir gefragt werden, dass wir nichts brauchen. So ist das aber nicht, wir haben nur keine Zeit uns auch noch darum Gedanken zu machen.
Mannster möchte Euer Gehirn ein wenig in Schwung bringen und Euch inspirieren, damit Ihr Heiligabend nicht leer ausgeht. Diese Vorschläge müsst ihr nicht 1:1 umsetzen, wenn ihr sie ganz schlecht findet so hoffe ich doch Euch auf ein paar Ideen gebracht zu haben. Und vielleicht, kommt Euch ja auch der ein oder andere Herzenswunsch aus Eurer Kindheit wieder ins Gedächtnis. Für die Sofa-Fürsten – Einen neuen Film. Am besten etwas besonderes! Keine Standard DVD in der dünnen Hülle, sondern die Lieblingsserie, oder der Lieblingsfilm in der Special-Box oder der Collectors Edition. Hier sind ganz besonders ausgefallene Inhalte gefragt. Der neue Film mit Ashton Kutcher läuft bald im Fernsehen. Nein, es sollten Horrorfilme oder auch Live Mitschnitte der Lieblingsband machen richtig Spaß. Der Gamer – Der Herbst / Winter hat uns wieder viele neue spitzen Games für die Konsolen und PCs gebracht. Klar, die Publisher wollen ihre Top-Titel im Weihnachtsgeschäft platziert wissen.
(c) Warner Bros. Entertainment
Neben den Dauerbrennern wie Batman – Arkham City
oder Need for Speed – The Run kam auch ein neuer Teil der Elder Scrolls heraus: Elder Scrolls V – Skyrim (Alle Titel im Test)! Mein Gott, war ich süchtig nach Teil IV Oblivion. Ein super Spiel, aber Ihr seid anschließend für ein paar Wochen nicht mehr ansprechbar
Der Musikliebhaber – Ohne Musik geht nichts? Ganz Deiner Meinung! Falls Deine liebsten nicht wissen was Du schon hast oder nicht, lass Dir einen Gutschein schenken. Aber keinen für iTunes oder Amazon, einen für ein echtes Geschäft in das Du hinein gehen musst. Stöber durch die Regale und halte am Ende eine CD in der Hand die anschließend einen festen Platz in Deinem Regal bekommt.
Das war noch lange nicht alles und es werden noch weitere Tipps folgen. Insgesamt kann man aber feststellen, dass der Trend wieder zu einfachen physischen Gütern zurück führt. Eine Wertigkeit, welche man in den Händen halten kann ist doch etwas feines.