Heute erscheint ein neuer, lohnenswerter Vampirfilm auf BluRay und DVD.
LET ME IN
Da der Film eine Vorgeschichte hat, wollen wir Euch diese natürlich nicht vorenthalten.
Im Jahr 2004 wurde in Schweden ein Roman mit dem Titel Låt den rätte komma in (in dt. ungefähr “Lass den Richtigen hinein”) veröffentlicht. Der Roman stammt aus der Feder von John Ajvide Lindqvist. Seine Geschichte spielt Anfang 1980 in Stockholm und handelt vom 12jährigen Oskar. Seine Eltern leben in Scheidung und in der Schule wir er von Mitschülern regelmässig gehänselt.
Als eines Nachts im Nachbarhaus die gleichaltrige Eli mit “ihrem Vater” Hakan einziehen, ahnt Oskar noch nichts von ihrem dunklen Geheimnis.
Die deutsche Ausgabe des Buches erschien im Jahr 2007. Ausserdem war der Roman mehrere Monate in den Bestsellerlisten von Stern und Spiegel vertreten.
2008 wird der Roman von Thomas Alfredson unter dem Originaltitel verfilmt.
Als Setting dient eine Wohnsiedlung im winterlichen Blackeberg (Stockhom). Hier lebt der 12jährige hellhäutige Oskar mit seiner Mutter. Da seine Eltern sich scheiden lassen und Oskar von seinen Mitschülern drangsaliert wird, kapselt er sich vollkommen ab. Bis weit nach Sonnenuntergang sitzt er auf dem Spielplatz im Hof der Siedlung und genießt Süssigkeiten, die er mit geklautem Geld von seiner Mutter ergaunert hat. Eines Nachts ziehen die gleichaltrige Eli und der Rentner Hakan ins Nachbarhaus ein.
Bei einem seiner abendlichen Besuche auf dem Hof, trifft Oskar auf die blasse und barfußige Eli. Oskar findet Elis Verhalten sehr seltsam, fühlt sich aber dennoch sofort zu ihr hingezogen und freundet sich mit ihr an. Eli erwidert die Freundschaft nach kurzem Zögern. Schon bald kommunizieren die beiden Kindern durch die Wand via Morsezeichen, während in der Nachbarschaft seltsame Morde geschehen …
Der Film war einer der Überraschungshits des Jahres und brachte neben diversen Festivalpreisen jede Menge positives Kritikerfeedback ein.
Daher wurde direkt Ende 2008 bekannt gegeben, dass Hollywood sich um ein passendes Remake bemüht und den Cloverfield-Regiesseur Matt Reeves wird mit der Umsetzung betraut.
Ein Aufschrei geht durch die Filmgemeinde: hat der Originalfilm sowohl Kritiker und Fans überzeugt, gelten Hollywoods Remakes in Fachkreisen doch eher als seelenlose Geldmaschinen, die für ein breites Publikum gestrickt werden. Häufig geht der Charme des jeweiligen Originals komplett verloren und bringt den wahren Filmfan fast zum weinen.
Im Remake aus dem Jahr 2010, wurde die Handlung natürlich nach Amerika verlegt. Die Story spielt Anfang der 80er Jahre, im verschneiten Los Alamos in New Mexico und handelt nun vom Aussenseiter Owen. Owen wird von seinen Mitschülern drangsaliert und flüchtet sich ebenso in seine eigene Welt mit Süssigkeiten, Rachegedanken und Traurigkeit. Eines Nachts ziehen Abby und ihr großväterlicher Begleiter in die Nachbarwohnung …
Als ich im letzten Jahr eher am Rand mitbekommen habe, dass der Film “Let me in” in den deutschen Kinos startet, war mir im ersten Moment gar nicht bewusst, um was für einen Film es sich handelt. Dann sah ich den ersten Trailer und ich dachte “Das kennst Du doch! Hat Hollywood es doch getan?!”
Ja, hatten sie. Ich hatte vollkommen aus meinem Kopf gestrichen, dass HW an einem Remake des schwedischen Meisterwerks “So finster die Nacht” arbeitete.
Aber da konnte der Film ja nichts für – also landete das US-Remake auch auf der Merkliste.
“Let me in“, so der Titel des US-Remakes, startete im letztenDezember (2011) in den deutschen Kinos und heute liegt uns die passende DVD vor.
Was kann man an dem Remake eines richtig guten Films, mit guter Idee, Erzählweise, düsteren und bedrückenden Bildern alles falsch machen? Richtig: so ziemlich alles!
“Let me in” macht es daher anders: er macht alles richtig! Denn: die oben aufgeführten Punkte wie Erzählweise, düstere und bedrückende Bilder werden auch im Remake sehr gut eingesetzt.
Ferner legt der Film wert darauf, den unterschwelligen Horror in den Vordergrund zu stellen. Sicher gibt es die ein oder andere Splattereinlage, aber alles dient dem Erzählfluss und wirkt in keiner Einstellung als Mittel zum Zweck! Das düstere Setting der Wohnsiedlung im tiefen Winter, die vorwiegend in der Dämmerung/ Nacht spielende Handlung und allen voran die beiden Darsteller von Owen und Abby machen den Film zu einem sehenswerten Genuss.
Die 15jährige Chloe Moretz spielt die junge Vampirin in beeindruckend realistischer Art und Weise. Geschickt umgarnt sie ihren Filmpartner, spielt die kindliche Naivität einer 12jährigen und gleichzeitig sagen ihre Augen “ich bin ein Monster”. Habe ich ihre Leistung bereits in KickAss bewundert, so muss ich jetzt sagen: DER WAHNSINN, die Kleine! Also wenn sie nicht die Rolle der Carrie im – TÄTÄTÄ – geplanten Remake bekommt, weiß ich es nicht! Aber auch Kodi Smit-McPhee spielt die Rolle des Aussenseiters hervorragend! Traurigkeit, Angst und Freude sind bei ihm nicht nur gespielt, sondern werden gelebt.
Beide zusammen ergeben eine neue Art von Coming-Of Age Darstellung, die ich so in noch keinem Hollywood-Schinken bewundern durfte. Gerade die Darstellung dieser jungen ersten Liebe, eingebettet in der Dramatik, dass diese Liebe eigentlich keine Zukunft haben kann, geben dem Film das gewisse Extra und heben ihn von anderen Filmen ganz klar ab.
Im Fokus der Bilder stehen eindeutig die beiden Charaktere und ihre langsam entwickelnde Beziehung zueinander. Der Film selber zeigt Erwachsene nur kurz, um die Geschichte voran zu treiben oder sogar komplett gesichtslos, um nicht von den beiden Hauptcharakteren abzulenken (Stichwort: Owens Mutter – auf gar keinen Fall das Gesicht zeigen, um nicht das Hauptaugenmerk auf Owens Hintergrundgeschichte zu legen).
Wer hier allerdings eine actionlastige Vampirerzählung erwartet, ist hier vollkommen falsch.
“Let me in” ist eine ruhige Erzählung über Aussenseiter, das Erwachsen-werden, die erste Liebe, eingebettet in einen Vampirmythos, der alles miteinander verbindet, was Vampirgeschichten ausmacht: Blut, übermächtige Kräfte, tödliches Sonnenlicht und natürlich die Tatsache, dass man einen Vampir ins Haus bitten muss. Er/ sie darf nicht ohne Aufforderung in die eigenen vier Wände … was passiert wenn er ungebeten über die Schwelle tritt: auch das sehen wir endlich mal in diesem Film!
Die vorliegende DVD macht einen grundsoliden Eindruck. Gerade auf wenn man die Bildqualität einer Blu gewöhnt ist, muss ich doch gestehen, dass das Bild auch hier sehr ausgewogen und scharf wirkt. Sprachausgabe ich wahlweise in deutsch oder englisch 5.1 Dolby Digital. Als zusätzliche Features bekommt der Käufer ein Making Of, Audiokommentare und wirklich sehenswerte, unveröffentlichte Szenen. Aber wie immer gilt: aller erst im Anschluss des 116 minütigen Hauptfilm ansehen. Die Features auf DVD und BluRay sind übrigens identisch. Der Film hat eine FSK 16 Freigabe, diese ist auch vollkommen legitim und in Ordnung.
Ach – einer der wichtigsten Punkte überhaupt!
Der Film erscheint unter der Schirmherrschaft der berühmten “Hammer-Films“!
Der Filmfan freut sich darüber umso mehr. Ist Hammer-Films doch seit den 30er Jahren eines der berüchtigten Film-Labels im Bereich der Horror-Gothic Filme. Zahlreiche Filmklassiker wie diverse Dracula-Filme mit Peter Cushing und Christopher Lee sind hier produziert worden. Im Jahr 79 erschien mit “Tödliche Botschaft” der letzte Film aus dieser legendären Filmschmiede.
Im Jahr 2007 wird das Produktionsstudio unter der Leitung des niederländischen Produzenten John de Mol mit dem einfachen Namen “Hammer” wieder reanimiert. “The Resident” war 2010 der erste Film aus dem Hause “Hammer” in dem auch Christopher Lee ins Traditionsstudio zurück kehrte.
Aber das nur so am Rande …
Schaut Euch jetzt erstmal “Let me in” an. Der Film lohnt sich!
Die DVD und BluRay erscheinen heute, am 19.April 2012.
Da bin ich noch im Resident Evil – Operation: Raccoon City Fieber, da überschlagen sich die Infos zum offiziellen Nachfolger der Serie!
Zuerst einmal wurde die VÖ vom November 2012 auf den 02.Oktober 2012 vorgezogen!
Sogar ich habe bereits eine entsprechende Mail von der US-Dependance des großen Internetversandhandels mit dem “a” bekommen.
Das hört sich doch schon richtig gut an.
Dann wurden auch einige neue Fakten auf den Tisch gebracht:
Das Game ist auf drei Charaktere aufgeteilt. Jeder Charakter besteht Abenteuer in unterschiedlichen Szenarien aber treffen zwischendurch auch aufeinander.
Die Spielzeit pro Charakter beträgt mindestens 10 Stunden – kommen wir also auf eine Gesamtspielzeit auf gute 30 Stunden. Für Resident Evil Games absolute Spitze!
Zu guter Letzt wurde auch noch ein neuer Story-Trailer präsentiert, den mannster Euch nicht vorenthalten will:
In Japan wird es übrigens eine ultra-streng limitierte und megageile Special Edition geben! Neben diversen In-Game Inhalten enthält diese Edition eine Replika der Lederjacke, die Hauptcharakter Leon S.Kennedy im Game trägt. Diese Ausgabe ist nur über den japanischen Capcom Store erhältlich und schlägt mit knapp 1.000 € eine tiefe Kerbe in die Geldbörse des Fans.
Aber selbst mir ist diese Edition einfach too much! Ansonsten sagt mannster: SUPERGEILE EDITION!
Gamer aufgepasst: Am 21.März2012 war es endlich soweit!
Resident Evil – Operation: Raccoon City
ist in den USA erschienen. Der Titel erscheint heute, den 23. März 2012 hier in Deutschland – Das Game erscheint auf der PS3 und der Xbox 360!
Die US-Dependance des Versandhändlers mit dem “a” war extrem flink und hat mir zum VÖ-Tag mein Exemplar der PS3 US-Limited Edition zugeschickt. Verdammt, die Welt rückt immer näher zusammen.
Im Spiel allerdings nicht! Hier rücken die einzelnen Fraktionen so weit auseinander wie es nur irgendwie geht!
Kurz zur Geschichte: September 1998: Wir befinden uns zurück in Raccoon City. Zurück in Raccoon City? Wurde das nicht vom Erdboden wegradiert?
Richtig – im Spiel befinden wir uns im Handlungsstrang von Resident Evil 3: Nemsis … und das spielte ja bekanntlich zwischenzeitig auch zur Storyline von Resident Evil 2. Junge, was verwirrend.
Ist aber egal!
In RE: ORC führen wir den geheimen Krieg, den die Welt bis dato noch nicht kannte. Und wir beeinflussen sogar die Storyline aller bekannten Resident Evil Nachfolger.
Wir sind Mitglied der USS: Umbrella Security Services, einem Aufräumkommando der Umbrella.
Unser Auftrag: Da das gefährlich T-Virus in Raccoon City ausgebrochen ist und alles und jeden in gefährliche Monster verwandelt, ist es an uns Beweise zu sichern bzw. zu vernichten, die auf Umbrella als Verursacher für die Katastrophe hinweisen könnten. Darüber hinaus gilt es diverse Zeugen aus dem Weg zu räumen. Allen voran der neue Police-Officer Leon S. Kennedy, er weiß einfach zu viel!
Da die Regierung allerdings ihrerseits ein Team in die Stadt geschickt hat, Hinweise, die zum Ausbruch der Seuche geführt haben, zu sichern, gilt es auch Jagd auf dieses Team zu machen.
Endlich schlüpfen wir im Resident Evil Universum in die Rolle der Bösen!
Meine ersten Stunden im Game:
Endlich ist es da – endlich habe ich sogar ein paar freie Stunden um mich wieder nach Raccoon City zu begeben. Dieses Mal bin ich aber nicht der Held, der die Welt rettet. Dieses Mal bin ich die böse Macht, die alles daran setzt meine tödlichen Spuren zu beseitigen und meine böse Seite weiterhin vor der Öffentlichkeit zu verbergen. Ich gehe sogar so weit auf die “alten Helden” Jagd zu machen!
Voller Vorfreunde schaue ich mir die diversen Logos an: Havok Engine, Capcom, Six Slant Games und schon erscheint die Röntgenaufnahme von einer Kreatur im embryonalen Zustand, daneben ein DNA-Strang, der gleichzeitig verschiedene Menü-Icons zeigt. Die Musik geht dabei ungefähr in die Richtung des Instrumentalsoundtracks des ersten Films damals. Also ein bißchen Elektro, Beats, Gitarre – cool.
Nach Bestätigung der START-Taste kommt der obligatorische “Resident Evil” Sprecher. Danach kann ich meinen Charakter aus dem sechsköpfigen Team der USS auswählen. Ich entscheide mich für Vector – schon alleine weil ich diesen Tarnanzug in Aktion sehen will. Daraus wird aber erstmal nix, den muss ich mit Erfahrungspunkten erstmal freischalten. Ebenso wie weitere Fähigkeiten wie “leises Laufen” bzw. weiteres Aufleveln der Fähigkeiten oder aber Waffenkauf und deren Aufleveln; alles wird mit XP “bezahlt”. Was bin ich froh, dass in meiner Box ein Code für 8 weitere Waffen hatte. Sonst wäre meine Auswahl hier schon etwas mager ausgefallen.
So – alles fertig, los gehts:
Ein kurzer Textvorspann, wer ich bin, wo ich bin und was zu tun ist und schon mittendrin. Es gibt ein Wiedersehen mit einem alten RE2 Veteran: Hunk! Ihn soll ich unterstützen William Birkin auszuschalten und eine Probe seines entwickelten G-Virus zu sichern. Kommt mir bekannt vor, ich weiß aber auch schon wie das ausgehen wird.
Die Regierung hat zwischenzeitig auch spitz gekriegt was Umbrella vorhat und hat ihrerseits eine Special Force in die Stadt geschickt, die mich aufhalten soll und Ihrerseits Beweise sicher soll. Das weiß ich natürlich zu verhindern und liefere mir wilde Feuergefechte in den sterilen Industriegängen der Umbrella-Labore.
Was hier sofort auffällt: Hmm, die Grafik ist ja doch nicht so prickelt. Im Gegenteil, ich muss mich ein wenig am Riemen reissen, damit mir nicht schlecht wird. Ich merke schon deutlich wie die Kanten flimmern. Gerade in schnellen Bewegungen und hektischen Feuergefechten nicht wirklich prickelnd. Aber entweder man gewöhnt sich dran oder im Laufe der ersten Minuten läßt das irgendwie nach. Auf jeden Fall komme ich gut voran.
Sobald mein Charakter an Ecken oder Kisten vorbeikommt, geht er erstmal automatisch in Deckung und ich kann aus der Deckung feuern oder die Lage sondieren.
Das Schiessen geht relativ gut von der Hand. Sobald sich meine Munition dem Ende neigt, kann ich mir entweder die Waffe eines gefallenen Gegners besorgen oder aber eine der Munitionskisten nutzen, die vereinzelt in der Gegend rumstehen. Aber auch wenn meine ausgewählte Waffe doch nicht die Durchschlagskraft bietet, die ich mir wünsche, schnappe ich mir einfach eine der Gegner.
Übrigens: die Leichen der Gegner lösen sich auch in der US-Version in Rauch auf. Find ich nicht wirklich gut aber wenigstens spritzt das Blut in Fontänen wenn ich im Nahkampf mit meinem Messer auf den Gegner eindresche!
Auf meinem Weg durch die Labore kann ich jede Menge Zeugs einsammeln: Granaten verschiedenster Art, leider immer nur ein Health-Spray und Anti-Virus auf einmal aber auch Goodies wie Akten, Notebooks, Tonbandaufzeichnungen etc. Ich habe zwar noch keinen Weg gefunden mir diese anzuhören/ anzuschauen, kann ja aber auch sein, dass diese nur dazu da sind meine Experience Points in die Höhe zu schrauben. Haltet hier immer schon Ausschau nach Laptops und Waschbär-Statuen: Das Finden solcher Specials gibt richtig viele XP-Punkte und schaltet zudem Galerien etc. im Menüpunkt “Specials” frei. Nach einer knappen Stunde bin ich durch das erste Kapitel durch. Habe sogar einmal richtig fies aufs Maul bekommen und bin drauf gegangen aber das hat sich schonmal gelohnt. Die Story ist mit diesem Kapitel eröffnet und nachdem ich meinen Charakteraufgelevelt, mir diesen optischen Tarnanzug besorgt und meine Waffen ausgewählt habe, geht es mit Kapitel 2 weiter.
Hier finde ich mich endlich unter den Strassen von Raccoon City wieder. Alles düster und blutig von den Überfällen der Zombies. Kaum öffne ich die Tür zum nächsten Abschnitt werde ich auch schon von einem weiblichen Zombie überrascht und angefallen. Verdammt! Messer raus und in den Kopf gerammt. Das funktioniert, doch die weiteren Untoten im Raum sind auf mich aufmerksam geworden. Einige bewegen sich behäbig, andere stürmen auf mich zu. Mit vereinter Waffengewalt meines Teams schalte ich die Bedrohung zügig aus und mache mich weiter auf den Weg.
Das Rathaus ist mein vorläufiges Ziel. Ich treffe einen weiteren Bekannten aus dem RE-Universum während ich mich durch die Zombiemeute baller. Aber auch diesen muss/ soll ich nicht töten … noch nicht!
Die Story wird mir übrigens durch diverse Zwischensequenzen in gewohnt guter Capcom-Qualität erzählt. Mal in Spielgrafik, mal alspre-rendered Filmsequenzen, je nachdem wie es zur Action passt oder genutzt wird, um Gegner vorzustellen.
Alles in allem beende ich meinen Ausflug nach Raccoon City nach guten zwei Stunden. Ich freue mich wenn es endlich weitergeht … vor allem auf Unterstützung via Online-Gaming. Mein Headset ist aufgeladen …
Zur Limited Edition: Ich war schon überrascht einen dünnen Luftpolsterumschlag überreicht zu bekommen. Also schnell aufgerissen, was finde ich darin: Eine PS3/ BluRay große Gamehülle im geprägten Pappschuber. Im Pappschuber befindet sich das Game-Case: ein schickes schwarz gehaltenes Steelbook mit den Hauptcharakteren auf der Front und dem großen Umbrella-Logo auf der Rückseite. Ich liebe ja Steelbooks, daher kann ich hier nichts negatives sagen. Ausser vielleicht das mir die Prägung des Schubers und entsprechender Innendruck fehlt. Aber das passt schon so.
Inhalt der Special Edition ist auf jeden Fall ein Download-Code für insgesamt sechs neue Outfits für unsere Umbrella-Söldner. Daneben finden sich nach dem Download auch noch acht weitere und durchschlagskräftige Waffen in unserem Inventar, die Käufer der Standard-Edition mühsam erspielen müssen. Schick, schick – Arbeit gespart.
Die beiden Aufnäher mit jeweils dem Umbrella-Söldner Emblem bzw. des der US Spec Unit sind ganz niedliche Fan-Items, lassen mich aber eher schmunzeln, als freudig erregt mit dem Schwänzchen wedeln.
Alles in allem bin ich froh früh genug bestellt zu haben und die Special Edition aus den Staaten bekommen zu haben. Im Endeffekt hat mich das jetzt mit Versand und Zoll nur 10 Euro mehr gekostet, als wenn ich mir die Standard-Edition heute im Saturn geholt hätte. Und da ist sie heute im Angebot. Ich bin Sammler, von daher gefällt mir diese Version ganz klar besser.
Mein Fazit:
Was habe ich mich schon auf das Game gefreut. Erste Trailer machten Lust und Laune und versetzten in totale Vorfreude. Endlich wieder ein richtige Zombie-Setting im Resident Evil Universum! Trotz des actionlastigem Gameplay fühlt sich der Resident Evil Fan recht schnell wieder heimig. Sei es wegen der bekannten Locations, die aber gerade wegen neuer Wege frisch und unbekannt wirken oder aber wegen der Zombies und Kreaturen aus den Umbrella-Laboren. Der Fan grinst von einer Seite zur nächsten. Gerade auch in engen und dunklen Räumlichkeiten macht sich das bekannte Gruselgefühl breit. Auch wenn man nicht wirklich Stress hat wegen akuter Munitionsarmut.
Da man unter mindestens 6 Charakteren auswählen und Waffen, Fähigkeiten aufleveln kann gibt es hier auch eine gewisse Langzeitmotivation mit dem Titel.
Hauptaugenmerk ist definitiv die Möglichkeit den Titel online mit Freunden zu zocken! Ein Spass für mindestens 4 Player – leider konnte ich hier noch keinen Blick drauf werfen. Es gibt aber leider auch ein paar negative Aspekte, die bereits in den ersten Stunden zu merken ist:
Der Titel bleibt grafisch und soundmässig weit hinter den Erwartungen bzw. den Standards der aktuellen Konsolengeneration zurück. Erwartet hier bitte bloß keine Grafikgranate á la Uncharted oder Gears of War. Da kann REORC bei weitem nicht mithalten. Zu matschig wirken häufig die Texturen, mitunter gibt es ein leichtes “Flimmern” zu bemängeln oder aber die Steuerung reagiert gerade nicht so wie sie soll. Aber auch hier gilt: das Game ist wohl eher für den Fan gedacht, als Serienneulinge anzusprechen. Dafür sind wir auch viel zu schnell in der Story wieder und Neulinge werden ihre Verständnisschwierigkeiten haben.
Ich zocke auf jeden Fall weiter, um zu sehen wie die Geschichte sich entwickelt. Für den April wurde bereits ein Gratis-Download Paket angekündigt:
Dieses Mal hat man die Chance als US Spec Op in den Krieg gegen die Umbrella Söldner zu spielen. Dieser Part war auch vor langer Zeit als Bestandteil des Games angekündigt (da schau her), warum das nun als Download kommt ist mir ein kleines Rätsel. Mal schauen was die Zukunft so bringt.
Sollte sich das Game dann doch nicht so positiv entwickeln, wie ich es nach wie vor hoffe, ist es ja auch nicht mehr so lange bis zum 20. November 2012 … hier steht die Pre-Order aus den USA auch schon in den Startlöchern, warte quasi nur noch auf den Aussand oder die Ankündigung der Special Edition.
Wir haben euch ja bereits vorbereitet (siehehier und da): Heute ist es endlich soweit!
Die lang erwartete Fortsetzung des Sci-Fi Horrorklassikers “Das Ding aus einer anderen Welt” erscheint auf DVD und BluRay in den Läden.
THE THING
Sicherlich gibt es gerade in den englischsprachigen VÖ-Ländern ein klein wenig Irritationen mit dem Titel. Heißt er doch genauso wie der 82er Film im Original. Was solls … bei uns hieß Carpenters Thing damals anders.
Mannster hatte bereits Gelegenheit das fertige Produkt ausgiebig anzuschauen und für Euch zu testen.
Dank der zuständigen Promotionagentur Voll:Kontakt können wir Euch sogar ein schickes “The Thing” Gewinnpaket zur Verfügung stellen – dazu später mehr.
Jedem aufmerksamen “Ding”-Fan ist natürlich nicht entgangen, dass “The Thing” keine Fortsetzung des 82er “Thing” darstellt, sondern die Vorgeschichte zum Carpenter-Film erzählt.
Für diejenigen unter Euch, die nicht genau Bescheid wissen: 1982: irgendwo in der Arktis gibt es eine norwegische Forschungsstation. Einige der Norweger sind auf dem Weg eine unnatürliche Signalquelle zu erforschen, als das Unglück passiert. Die drei stürzen mitsamt Schneeraupe in eine Gletscherspalte. Doch der Sturz dauert nicht ewig und die Schneeraupe bleibt stecken. Was die drei im Scheinwerferlicht zu sehen bekommen, ist schier unglaublich: Sie finden tief im Eis verborgen eine riesengroßes Ufo.
48 Stunden nach diesem Fund bekommt die amerikanische Paläontologin Kate Lloyd Besuch von einem alten Freund, der mittlerweile für einen angesehenen Wissenschaftler arbeitet. Von ihm wird Kate überredet an einer einzigartigen Expedition und Forschung an einer Kreatur teilzunehmen. Kate überlegt nicht lange, nutzt die Chance und man macht sich auf den Weg.
Kaum in der Station angekommen geht es auch schon zur Ausgrabungsstätte wo die Norweger ihren Fund kaum fassen können. Unweit des Ufos ist ein nicht-menschlicher Körper im Eis eingefroren. Das Forscherteam entschließt sich einen Eisblock rund um die Kreatur auszuschneiden, damit die Kreatur in der sicheren Umgebung der Station ausgiebig untersucht werden kann.
Doch während die Wissenschaftler ausgelassen ihren Fund feiern, bricht der scheinbar tote Besucher aus dem Eisblock und entpuppt sich als äusserst feindseliger Artgenosse.
Jedem, der Carpenters Version gesehen, weiß natürlich wie alles enden wird – ich muss aber gestehen:
Ich habe den Film mit jemandem gesehen, der keinerlei Wissen über den “alten” Film hatte. Also überhaupt keine Ahnung hatte worauf er bzw. sie sich einlässt. Heraus kam ein Filmabend der Extraklasse: Neben mir jemand der die ganze Zeit zusammenzuckt, absolut mitgeht und die Spannung kaum aushält, ich dagegen die Spannung geniesse und darauf warte, das wirklich alles wasserfest mit dem 82er Film zusammenpasst.
Und da muss ich gestehen. Die Macher haben ihre Hausaufgaben gemacht.
Erinnert euch an Kleinigkeiten: zu Anfang des Prequels ist das Ufo tief unter dem Schnee begraben, bei Carpenter ist es mehr oder weniger freigelegt (siehe auch die Bilder aus unserm letzten Bericht), der total deformierte Körper, den die Amerikaner finden oder aber die totale Zerstörung der norwegischen Forschungsstation, die blutige Axt in der Wand. Alles wurde stimmig zusammengeführt und scheinbare Lücken doch zum Ende des Films geschlossen. Gerade wenn man die Filme kurz hintereinander schaut passt es wirklich zusammen. Schaut auf jeden Fall auch den Abspann an und achtet auf die Musik …
Gut, ich gebe aber auch zu: eine Kleinigkeit gibt es, die nicht zu 100% passt aber gut, das will ich mal stehen und durchgehen lassen.
Bei den Darstellern hatte ich häufig den Eindruck, dass sie nur als Mittel zum Zweck dienen. Selbst der Charakter von Kate, dargestellt von Mary Elizabeth Windstead (Scott Pilgrim) hat bei mir keine Verbindung aufgerufen. Bei den meisten Filmen dieser Art entwickelt man ja eine “Beziehung” zu den Charakteren aber hier irgendwie nicht. Das Geschehen läuft so schnell ab, dass die Charakterzeichnung und deren Beziehung zueinander nur angeschnitten wird, sich kaum entwickelt und man eigentlich auch gar nicht mitleidet wenn wieder einer abtritt.
Davon abgesehen fand ich die Darstellerin nicht wirklich gut ausgewählt. Ich kenne sie aus dem Film Scott Pilgrim, sehe sie daher in einem ganz anderen Charakterlicht, als wie sie hier darstellt. Scheint aber mein persönliches Problem zu sein, da mein Mitgucker wirklich mit ihr gelitten hat und sie durchaus glaubhaft umgesetzt empfand.
Von den weiteren Charakteren will ich gar nicht anfangen. Zu häufig geht eine Schublade auf, der Charakter wird reingesteckt und schafft es dann nicht wirklich zu überraschen und doch nicht der zu sein, den man vermutet. Gerade auch zu sehen bei dem Leiter der Forschungsgruppe: der war am Anfang des Film das Arschloch, war es den Film über und zum guten Schluss auch noch.
Kommen wir zum eigentlichen Star des Films: Das Ding Da haben sich die Macher mal so richtig ins Zeug gelegt! Schon im Jahr 19982 hat man hier Maßstäbe gesetzt in Puncto Design, Tricktechnik und selbstredend den Horror- und Gore-Effekten. Knapp 30 Jahre später legt man hier die Meßlatte wieder ein Stück höher. Das Team hat klassische Puppentechnik mit neuesten CGI-Effekten vermischt, um den bestmöglichen Horror zu garantieren. Die Rechnung geht auf. Das Ding ist in Metamorphosen furchteinflößender als jemals zuvor. Der Blut- und Ekelfaktor wurde nochmal höher geschraubt und grenzt wirklich an der Grenze zum guten Geschmack. Wirklich; bei diesem Horrordesign und diesen Ideen hat man ganze Arbeit geleistet. Dennoch schaffen die Macher niemals plump in ihrer Gewaltdarstellung zu sein und sich immer innerhalb der Vorgaben der Originals zu bewegen. Obwohl das Ding nicht zimperlich mit seinen Opfern umgeht konnte der Film eine FSK-Freigabe ab 16 Jahren erreichen. Wieder gilt hier meine Aussage: 16jährigen Bekannten würde ich den Film nicht zeigen, die 16jährigen Nachbarn werden darüber gähnen.
Ich war in den knapp 105 Minuten des Films angenehm überrascht: hat Carpenters Ding noch viele Filmmonster bzw. das Gegnerdesign in unzähligen Games inspiriert konnte ich in diesem Film so einige Monster aus Videogames wiedererkennen. Das war schon sehr spannend zu sehen und machte extrem Spaß.
Leider gibt es einen Wehrmutstropfen, den ich nicht ungenannt lassen möchte:
Ich hatte den dauerhaften Eindruck, dass es sich um mehr als “ein Ding” handelt. Hier ist einer befallen, da der nächste und parallel hier wieder einer. Das war in der alten Verfilmung schöner umgesetzt: hier “hüfpt” das Ding wirklich von einem zum nächsten Wirt und die Bedrohung breitet sich nur langsam aus. In diesem Film ist andauernd einer befallen und das mitunter auch parallel. Ich finde das passt nicht ganz so ins Konzept der “Serie”. Wenn ich allerdings auch noch das Game zum Film aus meinem Kopf krame: ja, da waren auch mehrere Viechern auf einmal unterwegs. Aussderdem kann diese “Mehrfachbedrohung” durch verschiedene Umstände im Film erklärt werden. Trotzdem fiel es auf.
Alles in allem ist die Story und der Verlauf von “The Thing” natürlich vorhersehbar bzw. bekannt und bietet kaum Potential für Neues.
Ich denke, darum ging es den Machern auch nicht. Sie wollten eher ein gelungenes Prequel schaffen und Fans neues Material liefern. Ich fühlte mich zumindest sehr unterhalten und hatte Spass mit dem Film. Vor allem wenn es um die vielen kleinen Hinweise an Carpenters “Thing” geht. Hier zaubert der Film ein Lächeln auf das Gesicht des Kenners.
Auch wenn Nicht-Kenner damit dann gerade nichts anfangen können.
Die uns vorliegende BluRay überzeugt mit knackig scharfen Bildern. Dachte ich beim Firmenlogo noch “Oh bitte, nicht so viel Filmkorn bitte!” wurde ich bei den ersten Schneelandschaften eines Besseren belehrt. Jederzeit können Details begutachtet werden und auch bei Standbildern kann das Material überzeugen. Auch beim Sound war ich angenehm überrascht. Auch bei geringer Lautstärke sind die Dialoge klar zu verstehen und wenn die Post abgeht muss ich nicht direkt zur Fernbedienung greifen, um die Lautstärke runter zu drehen. Sehr gelungen fand ich hier, dass die Norweger mitunter in ihrer Landessprache kommunizieren. Das macht den Film glaubwürdiger und überzeugt vom Setting.
Leider hatten wir keine Gelegenheit mehr die diversen Bonus-Features der Blu zu checken. Im Einzelnen handelt es sich hier um unveröffentlichte und erweiterte Szenen, diversen Features zur Entstehung des Dings und den Audiokommentaren des Regiesseurs Matthijs van Heijningen und dem Produzenten Eric Newman.
Hier hätte ich mir vielleicht noch ein Interview mit der alten Cast aus dem Jahr 82 und ihren Meinungen zum neuen Film gewünscht.
Universal veröffentlicht “The Thing” heute, dem 22.03.2012 auf DVD und BluRay. Die BluRay erscheint dazu in einem schicken schwarzen Steelbook – Mannsters Exemplar wurde direkt beim Versandhändler mit dem “a” gesichert und liegt bereits in der Packstation.
Dank der Jungs der Promotionagentur kann Mannster einem “Ding”-Fan was richtig Gutes tun:
Zu gewinnen gibt es ein fettes Ding – Inhalt:
DVD “The Thing” Kinoplakat “The Thing” Feuerzeug “The Thing” DVD “Das Ding aus einer anderen Welt” – Carpenters Film aus dem Jahr 1982
Alles was Du dafür tun musst ist folgende Frage zu beantworten:
Mary Elizabeth Windstead spielt die Rolle der Paläontologin Kate Lloyd. Kannst Du uns Mary Elizabeth Windstead Rollennamen im Film Scott Pilgram nennen?
Die richtige Lösung geht bitte per mail an gewinnspiel@mannster.de
Richtige Einsendungen werden bis 29.03.2012 beachtet und das Gewinnpaket unter allen richtigen Einsendungen verlost. Viel Glück dabei!
Mein Fazit zu “The Thing”: Daumen hoch: Rasant wie ein Videospiel, brutal wie eine Kneipenschlägerei und spannend wie eine Nacht im stockfinsteren Kachelkeller, wenn man mit dem Fuß am Heizungsrohr angekettet ist.
Das ist “The Thing”, das Prequel zu Carpenters Film aus dem Jahr 82. Für Fans der absolute Spaß und Must-See – alle anderen, die mit dem Ding nie was am Hut hatten: viel Spaß bei einem spannenden aber auch schnell erzählten Sci-Fi Horrorfilm. Gewisse Grundkenntnisse sind allerdings von Vorteil und noch mehr Spass beim Schauen garantiert.
Haben die Horrorfans den heutigen Tag bereits seit Dezember BLUTROT in ihrem Kalender notiert?
Habt Ihr eigentlich eine Ahnung das am heutigen Tag Filmgeschichte in Deutschland geschrieben wird?
Nein – dann unbedingt und sofort weiterlesen, den hier wird eure Bildungslücke geschlossen!
Heuteerscheint erstmalig und nach über 30 Jahren Beschlagnahmung durch die deutsche Justiz, der Film “Texas Chain Saw Massacre”, deutscher Titel “Blutgericht in Texas”, offiziell und ungeschnitten in Deutschland!
Unsere österreichischen Nachbarn sind da besser dran. Bei denen ist der Film bereits seit längeren in der 35 Jahre Geburtstagsedition auf dem Markt. Die Beschlagnahmung in Deutschland machte diese VÖ bis heute absolut unmöglich!
Turbine Medien, die eigentlich auf Comedy-VÖs spezialisiert sind, haben hier ganze Arbeit geleistet. Die Kollegen haben ein Einsehen mit den deutschen Fans gehabt und eine einmalige Sonderedition veröffentlicht, die mit einer Ausstattung aufwartet, bei denen sich andere Großfirmen eine dicke, saftige Scheibe abschneiden können! Aber der Reihe nach.
Das Kettensägenmassaker ist eigentlich nichts anderes als ein typischer Teenie-Slasher Film nach dem “10-kleine-Negerlein”-Prinzip. Zum damaligen Zeitpunkt (Anfang der 70er Jahre!) was völlig Neues!
Für 5 Jugendliche endet der Ausflug durch das texanische Hinterland in den Fängen einer grausigen-sadistischen Familie, die bereits unzählige Menschen grausam umgebracht, das Menschenfleisch verspeist hat und die Haut ihrer Opfer für Lampenschirme und ähnliches Schmuckwerk benutzen. Ausgeführt werden die Morde meist von dem infantilen, riesenhaften Sohn der Familie, Thomas Hewitt. Da sein eigenes Gesicht deformiert ist, bastelt er sich neue Gesichter aus Menschenhaut – daher sein Name “Leatherface”. Leatherface bevorzugtes Mordwerkzeug sind ein Hammer, wie ihn Fleischer beim Metzger benutzen und eine übergroße Kettensäge, mit der er seine Opfer direkt in kleine Stücke schneiden kann. Wer wird überleben … und was wird von ihnen übrig bleiben?
So und ähnlich lauteten die Werbesprüche, als der Film 1978 in den deutschen Kinos startete.
Der Film hatte zu diesem Zeitpunkt bereits einen langen Weg hinter sich – und der Weg sollte noch viel steiniger werden.
Bereits Anfang der 70er Jahre beschloss Tobe Hooper einen Film zu produzieren, der auf einem authentischen Kriminalfall beruhen sollte. Gemeinsam mit Co-Autor Kim Henkel entwickelten die beiden ein Drehbuch, inspiriert von dem Massenmörder Ed Gein, der seine Opfer auch verspeiste.
Während der Dreharbeiten entwickelte die Story eine Eigendynamik und man entfernte sich immer mehr von den authentischen Ereignissen. Tobe lag viel daran sein Publikum duch extreme Gewaltdarstellung zu schocken. Nach diversen Absagen von Verleihfirmen fand sich erst im Jahr 1974, bei Bryanston Pictures, geführt von Louis Peraino (New Yorker Mafiamitglied!) ein Verleiher, der den Film in die Kinos brachte. Schnell sprach sich “der schreckenerregendste Film, den es je gab” in den Medien und beim Publikum rum.
Da der mafiageführte Verleiher keinerlei Aussagen über Einspielergebnisse etc. rausrücken wollte, überwarf man sich kurz über lang mit den Verantwortlichen. Nach einem Rechtsstreit im Jahr 1977 erhielt Hooper die Vertriebsrechte für seinen Film zurück. Kurz danach übernahm New Line Cinema die Rechte für Kinoauswertung.
Trotz diverser Filmfestspiele auf denen der Film zwischen 1975 und 1980 lief, hatte es der Film in den internationalen Kinos sehr schwer. Dank der Zensurbehörden wurde der Film zum Teil erst sehr viel später in den Kinos gezeigt, als wie es geplant war. In Großbritannien erst Ende der 90er Jahre – ausgenommen diverser Filmfestspiele).
Auch in Deutschland hatte es der Film extrem schwer. Schon für die Kinoauswertung im Jahr 1978 wurde der Film um mehrere Szenen gekürzt. Dann im Jahr 1982 der Supergau für den Film: obwohl bereits gekürzt wurde die Version indiziert und kurze Zeit später wegen “Menschenverachtung” und “Gewaltverherrlichung” deutschlandweit beschlagnahmt!
Es gibt zwar eine Videofassung, die ab 16 Jahren freigegeben ist aber um mehr als 10 Minuten gekürzt wurde. Ferner gibt es diverse DVD-Veröffentlichungen, die aber nie wirklich in großem Stil vertrieben wurden – in Deutschland schon gar nicht, nur im deutschsprachigen Ausland. Ich kann von mir sagen, ich habe bereits die 18er Fassung von “Blutgericht in Texas” aus dem Hause Laser Paradise im Schrank stehen.
In Österreich erschien im Jahr 2009 eine spezielle 35Jahre Geburtstagsedition des Films auf DVD und sogar mit neu abgetastetem Bildtransfer und erstmalig im deutschsprachigen Raum, auf BluRay Disc. Der Verleiher ist hier Turbine, die sich mittlerweile die Rechte an dem Film für den deutschsprachigen Raum gesichert haben.
Und eben diese Version sollte im August 2010 vom Landesgericht in Frankfurt auch wiedermal indiziert und beschlagnahmt werden. Doch Turbine hat sich dies nicht gefallen gelassen und ein Beschwerdeverfahren eingeleitet. Endlich, im September 2011 hat das Landgericht Frankfurt zugunsten der Kläger entschieden und die langjährige Beschlagnahmung von “The Texas Chain Saw Massacre” wurde aufgehoben.
Im Dezember 2011 wurde die Fassung vom Index gestrichen. Turbine legte den Film anschließend zur Prüfung bei der FSK vor. Hier erhielt die ungeschnittene Fassung die Kennzeichnung “Keine Jugenfreigabe”. Nach derzeit gültigem Recht kann der Film nun nie wieder in dieser Fassung indiziert, geschweige denn beschlagnahmt werden!
Für Turbine steht somit der Weg frei, den Film in Deutschland zu vermarkten.
Die Verantwortlichen haben sich die Geburtstagsedition aus Österreich vorgenommen und für den deutschen Markt nochmals optimiert. Das Set besteht aus insgesamt 4 Discs: 1 BluRay und 3 DVDs.
Die BluRay und die erste DVD beinhaltet dabei den Hauptfilm in ungeschnittener Fassung, wahlweise in deutsch oder englisch. Parallel dazu können Audiokommentare von Tobe Hooper, Gunnar Hansen (Leatherface!) und dem Kameramann Daniel Pearl ausgewählt werden. Der Film erstrahlt hier in nie da gewesener Bildqualität. Verloren geglaubte deutsche Tonsequenzen wurden hervorragend neu synchronisiert und passen 1A in die Gesamtvertonung. Selbst das ungeübte Auge kann im direkten Vergleich zwischen der vorliegenden BluRay und DVD die qualitativen Bildunterschiede der beiden Formate ausmachen.
Auf DVD Nr. 2 befinden sich diverse Special (“Shocking Truth about TCM”), Interviews, Dokumentationen, Outtakes und entfernte Szenen und jede Menge Trailer aus Kino, TV und Radio.
DVD Nr. 3 ist in dieser Zusammenstellung komplett neu und so noch nie dagewesen: Sie enthält die rare und lang gesuchte Dokumentation “A Family Portrait” mit einer Laufzeit von gut 60 Minuten in englischer oder deutscher Sprachfassung. Diese Doku besteht hauptsächlich aus Interviews mit Beteiligten des Film, vorrangig Mitglieder der Hewitt-Familie (daher der Name) und wie die Darsteller ihre Rollen sahen und heute rückblickend sehen.
Auf der Disc befindet sich außerdem eine gut zweistündige Podiumsdiskussion über die Filmzensur in Deutschland. U.a. sitzt hier der deutsche “Schockregiesseur” Jörg Buttgereit (“Nekromantik”) auf dem Podium.
Das kurze Feature “5 Minuten Massaker” zeigt einen kurzen Vergleich zwischen dem Original und seinem Remake aus dem Jahr 2003.
Da ich das Remake auch heute noch für einen der angsteinflössendsten Filme überhaupt halte, hätte so ein Feature auch länger ausfallen können.
Turbine plante die VÖ als Mediabook, was leider aus produktionstechnischen Gründen nicht mehr hingehauen hat. Macht aber nichts: auch als Digipack macht diese Sammleredition einiges her. Ausserdem wird der Fan mit einem 64seitigen Buch über die Zensurgeschichte des Films, Wendecover und einem Familienporträt entlohnt.
Ihr großen Studios da draussen:
Turbine hat hier megamässig was auf die Beine gestellt und eine 1a Sonderedition zu einem Stück Filmgeschichte rausgebracht. Nehmt Euch ein Beispiel daran und schaut in Eure Rechtearchive … da gibt es noch mehr Klassiker, die darauf warten veröffentlicht zu werden!
Turbine: vielen Dank für Euren Einsatz, Eure Ausdauer und Euren Mut diesen Klassiker einem mündigen Publikum verfügbar zu machen. Und das noch in so einer geilen Edition! Habt Dank! Fotocredits: Turbine Medien GmbH
John Carpenters Sci-Fi Horrorklassiker “Das Ding aus einer anderen Welt” wird von der FSK neu geprüft und in ungeschnittener Version mit einer Altersfreigabe “ab 16 Jahren” freigegeben. Nachdem der Film in dieser Form im Jahr 1984 mit einer Freigabe “ab 18 Jahren” versehen und danach umgehend indiziert wurde, ist dies ein historischer Tag in der Geschichte dieses Films: endlich uncut, offiziell und das sogar noch in jedem gut sortierten Kaufhandel in Deutschland erhältlich!
Dieser Film ist ein Fest und für jeden Sci-Fi/ Monster Fan ein MUSS!
Wie im Original aus dem Jahre 1951 (siehe hier), geht es auch in diesem Film um amerikanische Wissenschaftler in einer abgelegenen Forschungsstation in der Arktis, die sich plötzlich mit einer ausserirdischen Lebensform konfrontiert sehen. Wo im Jahr 51 noch Reporter im Cashmere-Mänteln in der Arktis rumliefen, fällt dieser Film doch ein wenig realistischer aus was Ausstattung und Verhalten der Charaktere betrifft.
In einer abgelegenen amerikanischen Forschungseinrichtung in der Arktis herrscht gähnende Langeweile. Jeder geht seiner gewohnten Arbeit nach, keinerlei Abwechslung durchbricht die öde Tristes. Das alles ändert sich schlagartig als sich ein Hubschrauber nährt. Es hat den Anschein das die Piloten hier Jagd auf einen harmlosen Schlittenhund machen. Verängstigt sucht das Tier Schutz bei den Amerikanern. Doch die hysterischen Norweger an Bord des Hubschraubers sind alles andere als zurückhaltend. Weiter versuchen sie das verängstigte Tier zu töten, schießen wild um sich und sprengen versehentlich auch noch ihren eigenen Hubschrauber. Der andere verletzt versehentlich einen der amerikanischen Forscher und wird daraufhin in Notwehr erschossen.
Der verängstige Hund wird aufgenommen und den benachbarten Norwegern ein Besuch abgestattet. Dort muss man leider erkennen, dass die Station vollständig zerstört ist und es keine Überlebenden gibt. Stattdessen finden die Forscher einen deformierten und verbrannten Körper, den sie zur Untersuchung in die eigene Station mitnehmen … doch das Grauen ist bereits unter ihnen.
Entgegen dem Ding der 50er Jahre kommt Carpenters Ding nicht als menschenähnlich her. Dieses Ding kann sich in jede Kreatur verwandeln, mit der es irgendwie in Körperkontakt geraten ist. Und damit ist Carpenters Ding näher an der Romanvorlage. Auch hier kann das Ding jede Form annehmen.
Die beklemmende Atmosphäre des Films liegt darin, dass jeder “Das Ding” sein kann … jederzeit. Auf dem engen Raum der Forschungseinrichtung absolut beängstigend.
Carpenter setzte mit diesem Film neue Maßstäbe in Gore und Splatter-Effekten im Sci-Fi Genre. In “Das Ding” hält die Kamera in extremen Szenen voll drauf. Da werden Gedärme fein säuberlich sortiert, das Blut spritzt in hohen Fontänen, Hundekörper werden zerfetzt und menschenähnliche Wesen in Brand gesetzt. Aber sollte das wirklich die Begründung für die jahrelange Indizierung sein? Gerade erwachsene Zuschauer sollten hier in der Lage sein zwischen Tricktechnik und Wirklichkeit zu unterscheiden. Sicher setzte Carpenter neueste Trick- und Puppettechnik für seinen Film ein, dennoch war immer klar und deutlich zu erkennen, dass es sich um künstlich-geschaffene Körper handelt. Ein Umstand der heute wohl zur Freigabe von “ab 16 Jahren” für die ungeschnittene Version geführt hat. Held des Films ist der Hubschrauberpilot MacReady, dargestellt von dem charismatischen Kurt Russell. Bereits in “Die Klapperschlange” haben Carpenter und er zusammen gearbeitet. Eine sehr gute Wahl. Russell liegen die starken Einzelkämpferrollen und auch hier kann er durchaus überzeugen. Bis zum Schluss liefert er sich mit dem Ding ein Katz und Maus Spiel.
Trotz der guten Besetzung floppte Carpenters Film dennoch an den Kinokassen. Warum? Die harten Splatterelemente waren einfach nicht gefragt in diesem Gerne, hinzu kommt die Tatsache, dass kurze Zeit später Spielbergs E.T. in den Kinos anlief. Dieser Ausserirdische entsprach mehr dem damaligen Zeitgeist und durch seine Freigabe, zog er ganze Familien ins Kino.
Dennoch hat sich Carpenters Ding im Laufe der Jahre zu einem Genreklassiker gemausert, wird von den Fans geliebt und dient vielen kreativen Film- und vor allem Game-schaffenden als Vorlage für ihre Monster (siehe z.Bsp. Dead Space).
Ich habe diesen Film erstmalig unerlaubter Weise irgendwann Ende der 80er Jahre angeschaut. Damals noch als VHS-Kassette mit ganz schlechter Bildqualität. Junge, was war das ein ekliger Film. Und fies. Und spannend. Hab ich damals Ärger gekriegt weil ich nachts nicht schlafen konnte!
Irgendwann in den 90er Jahren habe ich mir dann die VHS von “The Thing” in UK besorgt. OK – die Bildqualität war um einiges besser, der Film allerdings noch immer blutig, spannend und ungeheuer bedrohlich.
Da das gute Stück in Deutschland nach wie vor auf dem Index stand, leistete ich mich im DVD-Zeitalter die passende UK-DVD. Der Sci-Fi Schocker in 1A Bildqualität und selbstredend uncut. Dennoch fühlte man sich in Deutschland immer mal wieder wie ein Verbrecher, nur weil man diesen Film besaß und auch noch gut findet.
Mittlerweile ist diese Perle endlich von der Indizierung befreit und wie bereits mehrfach erwähnt, in der ungeschnittenen Fassung ab 16 Jahren freigegeben.
Gut, auch darüber läßt sich streiten: wenn ich mich im Bekanntenkreis umsehe, würde ich diesen Film einigen 16 jährigen nach wie vor nicht zeigen. Wenn ich allerdings die abgeklärten 13 jährigen aus meiner Nachbarschaft anschaue; die wird der Film wahrscheinlich nicht hinterm Ofen vorlocken.
Wie dem auch sei, ich war auch nicht volljährigen, als ich den Film das erste Mal gesehen habe. Selber schuld, tagelang nachts nicht schlafen können und trotzdem was draus geworden.
Die mir eigene BluRay ist das offizielle deutsche VÖ. Hier dampfen die Gedärme in glasklaren Bildern, da besticht der Ton in räumlichen Dimensionen.
Als Extras gibt es unter anderem diverse Outtakes, ein Making of, ein Special zum “Blair”-Monster etc. Alles sehr informativ und ein Muss für jeden Fan.
So muss dieser Schocker angeschaut werden: Nachts im Dunkel, Fenster weit auf – damit die Kälte gespürt wird und die 5.1 Anlage auf Anschlag drehen. Bei der Soundkulisse haben auch die Nachbarn was davon.
Aber beeilt Euch! Das lang erwartete Prequel hat sich zur baldigen Homekino-Auswertung angekündigt!
Weihnachten steht vor der Tür, überraschend schnell, wie jedes Jahr.
Mannster gibt Euch eine kleine Auswahl an Weihnachtsfilmen, die mittlerweile einfach dazugehören wie dieser 80er Weihnachtshass-Song „Last Christmas“. Übrigens gibt es von dem Song jetzt auch noch ein Roberto Blanco Cover, macht die ganze Sache aber noch schlimmer!!!
Hier also unsere kleine Auswahl zur Weihnacht. Sei es der klassische Weihnachtsfilm, sei es eine Geschichte, die zu Weihnachten spielt, hier ist aus allen Genres was dabei. Ein Klick auf den Titel führt Euch direkt zum passenden Trailer.
Nur für die ganz einsamen Mannster … (ohne Trailer):
Christmas Carol – die Weihnachtsgeschichte mal anders, von 2005, aus dem Hause „Pleasure“ Sexy Santa – Have you been a good boy this year – von meinem Lieblingslabel „Private“ A very creamy Christmas – sagt schon alles, von 2008, erscheinen bei Anarchy Films Christmas in Memphis – von Hustler Dirty Santa will make your dreams come true – auch wieder aus dem Hause „Private“ Very, very bad Santa – aus dem Jahr 2008, mit Ron Jeremy aus dem Hause „Loaded Digital“
Morgen ist Nikolaus-Tag. Und Ihr könnt von Glück reden, dass wir keine Vollmondnacht haben! Wir können das bestätigen, wir haben es gesehen! Das Grauen trägt einen langen roten Umhang und einen Rauschebart, ist also nicht Superman, sondern der Nikolaus himself!
Mit dankbarer Unterstützung von der Promotion-Werft, Frau Lehman, durften wir vor VÖ einen Blick auf Dick Maas‘ neuestes Filmwerk „Saint“ werfen. Leider hat es unser Eindruck nicht mehr rechtzeitig zur VÖ am 25.11.2011 geschafft, sind uns aber sicher, mit dem Nikolaus-Tag eine gute Verbindung zu schaffen.
Der Nikolaus ist hier ein fieser, grimmiger alter Kauz, der mit seinen ebenso fiesen Schergen mordend und brandschanzend durch die Dörfer im Jahr 1492 zieht. Aber damit nicht genug: die miesen Kerle rauben den Familien auch noch die Kinder und entführen diese auf ihr Schiff – ich will jetzt mal nicht wissen was da so abgeht.
Die Dorfbewohner eines Dorfes lassen sich das allerdings nicht mehr so einfach gefallen. Sie machen sich auf den Weg, verfolgen den Miesepeter und zünden ihn dann mitsamt Mannschaft und Schiff an. Schreiend verbrennt der Kerl …
Ab ins Jahr 1968: ein kleiner Bauernsohn entkommt mehr oder weniger zufällig einem grausigen Überfall auf dem heimischen Hofe. Seine Eltern wurden auf übelste Art und Weise abgeschlachtet und die Geschwister geraubt. Der Nikolaus ist aus dem Reich der Toten zurückgekehrt und treibt in jeder Nikolausnacht mit Vollmond sein Unwesen. Glücklicherweise kommt diese Vollmondnacht nur ca. alle 36 Jahre vor …
Doch just im Jahre 2010 ist es wieder soweit: Die Vollmondnacht zum Nikolaustag und der Nikolaus kommt zurück.
Liest sich gut, oder?
Fand ich auch, gerade auch nachdem wir dem Trailer das interne Prädikat „Wird-Ne-Partygranate“ verliehen hatten – die komplette Mannster-Redaktion wollte sich diesen Spass nicht entgehen lassen. Unser Rezensionsexemplar trudelte ein und sofort haben wir uns das gute Stück Film reingezogen. Mit seinen knapp 88 Minuten ist der Film ja auch nicht so megalang.
Was uns erwartet hat war ein niederländischer Teenie-Horrorfilm der Marke „Zehn kleine Negerlein“. Die Charaktere sind dabei jederzeit austauschbar und ohne nennenswerten Wiedererkennungswert. Die Story ist vom Grunde her ganz okay, wollte ich doch schon immer mal wieder einen fiesen Nikolaus sehen. Warum der greise Kerl allerdings mal wieder kleine Kinder entführen muss, ist und bleibt mir ein Rätsel …
Was ich persönlich auch ganz cool fand ist die Vermischung alter Horrorfilmelemente; das Grauen kommt im Nebel, fiese Untotenschergen und jede Menge Splatter. Der Film ist freigegeben ab 16 Jahren, obwohl das Blut in hohen Fontänen spritzt. Und damit meine ich wirklich; es spritzt. Wahrscheinlich haben die Kollegen der FSK wegen der cartoonhaften Darstellung der Gewalt keine höhere Altersfreigabe bestimmt.
Kommen wir zu den negativen Punkten:
Der Film wirkt wie eine TV-Produktion. Gut, das haben Low-Budget Produktionen so an sich. Dennoch hatte ich z.Bsp. beim Genrevetter „Dead Snow“ ein besseres Filmgefühl, als bei diesen „Gute Zeiten, Schlechte Zeiten“-Bildern. Die Geschichte zwischen den gut gemachten „Kills“ von Nickylaus, ist laaaaangweilig erzählt und leider Gottes, auch dargestellt. Für einen Partyfilm agieren die Darsteller einfach viel zu ernsthaft. Leider kommt die Ernsthaftigkeit nicht wirklich an, dafür ist der Film an sich wieder zu unernst. Ein Teufelkreis in dem uns Dick Maas knappe 90 Minuten gefangen hält.
Who the fuck is Dick Maas?
Der Filmkenner kennt und liebt ihn für seine Kulthits „Fahrstuhl des Grauens“ (1983), „Verfluchtes Amsterdam“ (1988) oder der Trilogie rund um „Familie Flodder“ Ja, solche Perlen hat uns der Regiesseur geliefert – leider mit „Saint“ nicht. Allerdings bleibt er seinem persönlichen Lieblingsschauspieler und Freund „Huub Stapel“ treu, spielt dieser doch den fiesen Nikolaus.
Lange Rede, kurzer Sinn: „Saint“ ist ein Film, der die Lager spalten wird. Viele halten ihn jetzt schon für einen Kultfilm, sehen viele doch die Parallelen zu John Carpenters „The Fog“ und die guten alten Gruselfilme. Ich sehe leider nur einen gut produzierten TV-Film (der er aber nicht ist!!!), mit extrem guten Splattereffekten, einem gelungenen Score aber mit schlechter Darstellung der Figuren, langweiligem Story-telling und relativ unspektakulären CGI-Effekten.
Die uns vorliegende Blu-Ray überzeugt mit einem klaren Bild und schön abgestimmten Soundgewand. Wahlweise in Deutsch, Französisch oder Niederländisch. Letzteres ist echt mal cool und macht Spaß. Neben einigen Trailern gibt es noch ein passendes Making Of. Dieses läßt den Film wieder in einem ganz anderen Licht stehen. Sobald man sieht/ merkt, wieviel Arbeit in so einem Film steckt und wieviel Spaß alle Beteiligten haben, ist ein schlechter Film fast wieder vergeben. Für die maue Ausstattung wird zum Glück auch nur ein geringer Startkaufpreis von ca. 13 € für die Blu-Ray fällig.
Wenn ihr „Saint“ bei Gelegenheit in die Finger bekommt, greift mal zu aber vergesst das Six-Pack nicht. Uneingeschränkt empfehlen, geschweige denn für einen Blindkauf, kann ich den Film leider nicht.
Nun ist der 1. Advent bereits verstrichen, ohne dass wir so schnell mit ihm gerechnet hätten und Weihnachten kommt mit sehr schnellen Schritten auf uns zu. Jahr für Jahr machen wir uns Gedanken um die Geschenke mit denen wir unsere Lieben beglücken wollen. Aber was wollen wir? Die Männer, Brüder, Onkel und Väter? Oft vergessen wir uns selbst und wollen allen anderen den Stress ersparen sich etwas für uns ausdenken zu müssen und sagen, wenn wir gefragt werden, dass wir nichts brauchen. So ist das aber nicht, wir haben nur keine Zeit uns auch noch darum Gedanken zu machen.
Mannster möchte Euer Gehirn ein wenig in Schwung bringen und Euch inspirieren, damit Ihr Heiligabend nicht leer ausgeht. Diese Vorschläge müsst ihr nicht 1:1 umsetzen, wenn ihr sie ganz schlecht findet so hoffe ich doch Euch auf ein paar Ideen gebracht zu haben. Und vielleicht, kommt Euch ja auch der ein oder andere Herzenswunsch aus Eurer Kindheit wieder ins Gedächtnis. Für die Sofa-Fürsten – Einen neuen Film. Am besten etwas besonderes! Keine Standard DVD in der dünnen Hülle, sondern die Lieblingsserie, oder der Lieblingsfilm in der Special-Box oder der Collectors Edition. Hier sind ganz besonders ausgefallene Inhalte gefragt. Der neue Film mit Ashton Kutcher läuft bald im Fernsehen. Nein, es sollten Horrorfilme oder auch Live Mitschnitte der Lieblingsband machen richtig Spaß. Der Gamer – Der Herbst / Winter hat uns wieder viele neue spitzen Games für die Konsolen und PCs gebracht. Klar, die Publisher wollen ihre Top-Titel im Weihnachtsgeschäft platziert wissen.
(c) Warner Bros. Entertainment
Neben den Dauerbrennern wie Batman – Arkham City
oder Need for Speed – The Run kam auch ein neuer Teil der Elder Scrolls heraus: Elder Scrolls V – Skyrim (Alle Titel im Test)! Mein Gott, war ich süchtig nach Teil IV Oblivion. Ein super Spiel, aber Ihr seid anschließend für ein paar Wochen nicht mehr ansprechbar
Der Musikliebhaber – Ohne Musik geht nichts? Ganz Deiner Meinung! Falls Deine liebsten nicht wissen was Du schon hast oder nicht, lass Dir einen Gutschein schenken. Aber keinen für iTunes oder Amazon, einen für ein echtes Geschäft in das Du hinein gehen musst. Stöber durch die Regale und halte am Ende eine CD in der Hand die anschließend einen festen Platz in Deinem Regal bekommt.
Das war noch lange nicht alles und es werden noch weitere Tipps folgen. Insgesamt kann man aber feststellen, dass der Trend wieder zu einfachen physischen Gütern zurück führt. Eine Wertigkeit, welche man in den Händen halten kann ist doch etwas feines.
Ich gebe es zu: Ich bin ein echter Vampir-Film Fan. Ihr glaubt nicht wie viel schlechte Filme ich schon gesehen habe bei denen dachte, dass hier könnte doch was sein. Ich glaube, dass es kein anderes Genre gibt in dem das Qualitätsgefälle so extrem ist wie bei Vampir Filmen. Dieses Mal hatte ich aber Glück: In der Videothek griff ich zu PRIEST. Basierend auf der Comic-Serie von Min-Woo Hyung wurde hier ein super Sci-Fi-Thriller-Horror filmisch umgesetzt.
PRIEST erzählt die Geschichte eine Gotteskriegers (halb Mensch halb Vampir) der feststellen muss, dass die Kirche für die er Arbeitet und sein Leben geopfert hat nicht immer ehrlich zu ihm ist. Während die Kirche der menschlichen Bevölkerung etwas vorgaukelt und sie zu ihrem eigenen Schutz hinter Mauern einsperrt, zieht PRIEST los um Vampire zu vernichten.
PRIEST ist eine Mischung aus Matrix, Mad Max und klassischen Vampir-Filmen. Absolut empfehlenswert und ich hoffe darauf, dass PRIEST ein Sequel wird.
Trailer
Seit 06. Oktober gibt es PRIEST auf DVD und BluRay. Ich wünsche gute Unterhaltung!